Risiko bei Skolliose Op?

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2 Antworten

Hallo,

genaue Wahrscheinlichkeiten sind schwer zu berechnen. Was jedoch  extrem selten ist, ist die Querschnitsslähmung. Zuminedst normalerweise, es sei dann ist Risikopatient - das wird aber einem vorher gesagt und speziell drauf hingewiesen!

Mir wurde bei meiner OP gesagt, die Wahrscheinlichkeit morgen vom Auto überfahren zu werden sei größer, als jetzt eine Querschnittslähmung durch die OP zu erfahren.

Jedoch ist es natürlich nicht ausgeschlossen!

Die mehrzahl nimmt nach Umfragen zumindest eine Verbesserung der Schmerzen wahr. Es gibt einige, die im normalen Alltag schmerzfrei sind, aber es gibt einige von ihnen kriegen, ,die bei stärker körperlicher Belastung wieder Schmerzen kriegen. Es gibt da wirklich die bunte Mischung in allen Variationen! 

Bessere Chancen auch Schmerzfreiheit scheinen jüngere Leute zu haben. 

Es gibt eine Reihe an kleineren "Macken", auf die man sich auch einstellen sollte. Ich glaube über 50% haben eine davon. Viele haben sich da vorher nicht gut genug informiert und waren dann irritiert. Meistens sind es Dinge mit denen man leben kann, die aber mehr oder weniger nerven können.

Viele haben zb einen tauben Bereich um die Narbe herum, meist also am Rücken. Mich Pech auch größere Bereiche, es kann sich auch bis zum vorderen Bereich ziehen, bei wenigen Patienten ist zb dann die Brust taub(er). Tiefer operierte haben manchmal macken in den Beinen, dass zb ein Bein kühler ist, oder der Fuß mehr schwitzt, oder mehr verhornt oder solche Sachen. Auch können die Implantate am Rücken unter Umständen zu fühlen oder zu sehen sein.

Grundsätzlich muss man sich natürlich auf eine Einschränkung der Beweglichkeit einstellen! Am Anfang ist es wirklich sehr ausgeprägt, man gewöhnt sich normalerweise daran. Im Alltag kommen die meisten Leute gut damit zurecht, schwieriger wird es beim Sport oder körperlich anstrengenden Berufen. Vor allem schwer heben, "niedriges" Arbeiten am Boden, oder mit viel Bücken etc kann schwierig bis unmöglich werden.

Summa summarum würde ich nach eigenen Erfahrungen und Erfahrung bekannter sagen:

Die OP ist kein Spaziergang. Sie kann sich sehr wohl lohnen, doch sollte man die Risiken abwägen. Hat man nur kleinere oder keine Beschwerden, dir nur gelegentlich auftreten oder mit denen man gut klar kommt (und ist absehbar dass es eher so bleibt), würde ich eine OP persönlich eher nicht empfehlen.

Hat man aber chronische Schmerzen (oder ggf auch psychische Einschränkungen) etc, die einem im Alltag wirklich behindern, ist die OP eine Überlegung wert. Wenn man seinen Alltag, oder "normale" Hobbies icht mehr anständig durchführen kann... ist es Wert, da ein paar Gedanken darüber zu verlieren.

Ich selbst hatte vor der OP sehr starke Schmerzen und für mich stand die OP also kaum in Frage. Im Nachhinein würde ich es wieder machen, obwohl ich mit ein paar Einschränkungen und auch immer noch mit Schmerzen zu leben habe. Jedoch sind die Schmerzen usw insgesamt besser als vorher. Ich denke es würde mir jetzt auch besser gehen, wäre ich schon eher operiert worden, da ich schon einen längeren Leidensweg hinter mir hatte.

Ich würde mir also diese ganzen Faktoren überlegen, und Meinungen von ggf sogar mehreren Skoliosespezialisten (!!!) einholen. Ansonsten empfehle zum Autausch mit anderen Betroffenen dieses Forum: http:www.skoli-op-forum.de

Bei konkreteren Fragen stehe ich auch gerne persönlich zur Verfügung. ;-)

Ich drück die Daumen für eine gute und richtige Entscheidung für dich!

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Eine Skoliose - OP sollte das allerletzte Mittel sein, wenn nichts mehr hilft.

Die Risiken sind nicht klein aber überschaubar.

Vorher sollten alle Mittel -Physiotherapie, Korsett) ausgeschöpft werden !

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