Risiko bei Geburt für Stute und Fohlen?

12 Antworten

wenn die stute im trakehner verband eingetragen ist (hauptbuch?), dann wurde sie als züchtenswert eingestuft.

und - wieso sollte ein vollblüter da mehr probleme haben als andere pferde. alle vollblüter waren mal in einer vollblutstute.

du solltest dich mit dem trakehner zuchtverband in verbindung setzen und dich dort von einem der zuchtwarte beraten lassen. ausserdem solltest du madame mal auf ein paar schauen anmelden, um zu sehen, wie sie im vergleich zu den andern bewertet wird.

hast du gute bewertungen, wieder beratung durch den zuchtwart und durch den verband auf der suche nach dem geeigneten vatertier.

natürlich bleiben immer eventualitäten übrig. vor allem solltest du dich rechtzeitig um eine aufzuchtweide kümmern, sollte es ein hengstchen werden - und um eine übergangsmöglichkeit, wo du eine kleine stute nach dem absetzen über den winter unterbringen kannst. danach kann sie zur aufzucht in die normale pferdegruppe - während ein hengst unter gleichaltrigen aufwachsen sollte.

mit saugfohlen bei fuss solltest du dann wieder ein oder zwei schauen besuchen, um das fohlen bewerten zu lassen.

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wenn du ein gutes gefühl hast, genug zeit, platz und auch ein bisschen geld in der hinterhand - und deine stute den veredlungskriterien des trakehner verbandes entspricht... warum nicht.

das allerletzte wort hat natürlich der tierarzt - aber wenn madame mit 13 ihr erstes fohlen bekommt - nicht wenige sportstuten beginnen in dem alter zwischen 10 und 15 jahren ihre "zweitkarriere" als mutterstute.

Ich erzähle dir mal jetzt was bei mir so war, allerdings war jede meiner Stuten bei der ersten Bedeckung 4 Jahre alt und nicht schon 11.

Meine erste Stute habe ich mehrfach gedeckt - nach jeder Trächtigkeit kam auch ein lebendes Fohlen zur Welt - Stute und Fohlen jedes mal wohl auf.

Bei der letzten Bedeckung wurde das Fohlen resorbiert - also kein Fohlen - aber Stute wohl auf.

Bei meiner jetzigen Stute habe ich zwei mal gedeckt - nach jeder Trächtigkeit kam auch ein lebendes Fohlen zur Welt und Stute und Fohlen jedes mal wohl auf.

Ich züchte im Verband Friesenpferde.

Bei deiner Stute würde ich ganz einfach eine Beckenvermessung machen zur Sicherheit. TA Check und Tupferprobe brauchst du sowieso.

Dann solltest du einen Hengst aussuchen, der nicht gerade die größten Fohlis vererbt. Das kannst du aber mit dem Verbandszuchtleiter, oder den Hengsthaltern selbst besprechen.

Das ein Risiko da ist, das weist du - wenn du dieses Risiko eingehen willst, dann ist das deine Sache. Wie hoch ich es einschätzte, das etwas Passiert - vielleicht bei 2 bis 4 %.

Wenn die Stute allgemein bei guter Überwachung ist sollte sich jedes Problem gering halten lassen.

Eine Bekannte von mir hat ihre Appistute mit 13 Jahren das erste mal decken lassen - die Geburt selbst war etwas lange, aber das war es auch schon.

Meine Freundin hat mit ihrer Araberstute 8 mal gedeckt und hatte 8 Fohlen. Auch keine schlechte Leistung.

Ich würde es machen.

Liebe Dedate
Alles was ich jetzt sage kann niemand sagen es wäre nicht so den das alles sind Erfahrungen. Also meine Stute hatte auch ein Fohlen. Die Schwangerschaft war absolut okey da ich bis zum Ende täglich spazieren (nicht reiten!) gegangen bin. Sie lebt mit zwei anderen Stuten zusammen und so ist sie sozial nicht total verwahrlost;) Die Geburt verlief auch normal. Das einzige war dass das Fohlen beim saugen die Zitzen zu fest "gekaut" hat und sie sind dann angeschwollen. Ich habe sie dann mit einer kühlenden Creme auf Kräuterbasis eingerieben und so ging das ganz gut. Fohlen und Stute sind munter und ja... Ich bereue es auf jeden Fall überhaupt nicht das "Risiko" der Schwangerschaft eingegangen zu sein:)
Wie auch die anderen sagten: ich würde das auch mit dem Tierarzt besprechen jedoch ist es sicher gut die Meinung anderer zu hören.
Liebe Grüsse riitmuus

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