Risiken beim Segeln

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12 Antworten

Die Risiken beim Segeln in künstennahen Gewässern wie Ostsee, Nordsee oder Mittelmeer sind relativ gering. Diese Gewässer sind voll von Booten und Schiffen, bei Unfällen jeglicher Art erhält man relativ schnell Hilfe oder kann innerhalb 6-8 Stunden die Küste. Anders sieht es aus, wenn Du tausend Seemeilen entfernt in den Ozeanen bist und kein Schiffsverkehr herrscht. Da können z.B. Blinddarm, Darmverschluss, Fischvergiftung etc. und Unfälle schnell lebensbedrohlich werden. Gegen die objektiven Gefahren wie Sturm und Wellengang kann man sich in der Regel schützen. Auch kann man durch entsprechende Ausrüstung und sein eigenes Verhalten Unfälle auf ein Minimum reduzieren.

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Hallo rednaxel96, es kommt drauf an was du segeln willst und wo. Auf der Ostsee ertrinken jedes Jahr im Sommer sehr viele Menschen, weil Sie sich gedankenlos auf das Meer wagen. Die Ostsee ist aber auch kein Kinderspielplatz für Erwachsene. Wenn Du z.B. mit einem Sportkatamaran unterwegs bist, ist es auf jeden Fall besser, wenn Du nicht an der Sicherheitsausrüstung und an Deiner Ausbildung sparst. Meine Erfahrung ist, wenn Du jemanden brauchst, dann ist er nicht da... Weitere ausführliche Informationen findest du zu diesem Thema auch unter: http://mitsegeln-wismar.de/katamaransegeln.htm

Also dann mast und Schotbruch ;-) und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel wünscht Dir Manfred.

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Vollgekotztes Boot, // Autopilot versagt bei 3 Meter Seegang im Englischen Kanal,// die Rollfock verhakt sich beim Aufrollen..bei reichlich Gegenverkehr, //Treibgut hat beim Segeln die Schraube verbogen.. // Auf dem Weg nach Helgoland über Norderney, ist beim zwischenstop auf Vlieland kein Strom zu bekommen und das bei vollem Kühlschrank,// mitten auf der Ostsee haust Du dir mit dem Baum den Kompass kaputt, //Du nimmst der Berufsschifffahrt mal die Vorfahrt, // Du hast zwar ein Gummiertes Kabel zum Aufladen der Baterien, aber soooo lang läßt es sich auch nicht ziehen, // In der Seekarte kannst Du Dich mit einer Tonne vertun und plötzlich auflaufen, // die Liste lässt sich beliebig verlängern, ich habe noch . mehr als 100 selbst erlebte Risiken erfahren. Lass Deine Fantasie spielen und versuche das meisste nicht selbst zu erfahren !!

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Das ist mehr oder wenigeer wie beim Autofahren. Mit dem Auto kannst du gegen einen Baum fahren und bist verletzt oder auch mehr. Beim Segeln "fährt" der Baum u.U. auf dich zu und du kannst verletzt werden oder auch mehr.

Das Risiko ist so groß wie du leichtsinnig bist.

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Größtes Risiko beim Segeln auf jedem Revier:

Du kannst Gefallen an der Sache finden und deswegen in Zukunft extrem viel Geld und Zeit in dieses Hobby investieren.

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Es gibt theoretische Risiken, wie Ertrinken oder Verletzungen.

In der Praxis - nicht zuletzt sehr hoher Sicherheitsstandards - passiert sehr wenig. Es gibt vereinzelte Todesfälle, die jedoch fast immer auf Leichtsinn und nicht eingehaltene Sicherheitsstandards zurückzuführen sind.

Es gibt - laut Statistiken - immer ein paar hundert Bootsunfälle, bei denen Menschen auch ertrinken -- dabei handelt es sich jedoch fast ausschließlich(!) um Motorboot- oder Ruderbootfahrer (bsplw. bei der Entenjagd), und fast niemals um Segler.

Für den Fall, dass Du trotzdem eine Auflistung von (unwahrscheinlichen) Gefahren brauchst:

Gefahren für die Personen

  • Gefahr von Verletzungen (z.B. durch überkommenden Baum / Patenthalse)
  • Gefahr von Zehen-Verletzungen (bsp. Hängenbleiben mit den Füßen im Tauwerk)
  • Stolpern an Bord, Ausrutschen, etc.
  • Verdursten (falls man ohne Wasservorrat irgendwohin abtreiben sollte)
  • Erfrieren (nach Mann-über-Bord-Situation) -- tatsächlich ist Erfrieren das größere Problem, als Ertrinken. Im kalten Wasser kann es zudem auch zu Herzstillstand kommen, daher sollte das Überbordgehen unter allen Umständen vermieden werden.

Gefahren für das Schiff

  • Leck, beispielsweise durch Kollision mit Treibgut
  • Feuer an Bord (Durch Gasherd oder elektrischen Kurzschluss)
  • Kenterung durch Kielverlust (nach Grundberührung)
  • Kollision mit anderen Schiffen
  • Verlust des Ruders durch Treibgut oder Grundberührung
  • ...

Eine gute Sicherheitseinweisung gehört in der Regel bei seegehenden Yachten zur Selbstverständlichkeit. Eine sehr umfassende Erläuterung der zu berücksichtigenden Punkte (Zur Prävention von Gefahren) wäre hier zu finden: http://www.skipperguide.de/wiki/Sicherheitseinweisung

Vielleicht noch interessant: bei allen Unfällen auf See, bei denen deutsche Schiffer oder deutsche Bürger betroffen sind, wird von der BSU eine Analyse des Unfalls erstellt. In der Regel sind davon Berufsschifffahrt betroffen, vereinzelt gibt es aber auch Unfallberichte von Seglern (schaue nach Segelyacht (Kürzel SY)). Schaue hierzu auf die Website von "BSU Bund" (kann leider keinen zweiten Link hier einfügen)

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Klar kann man ertrinken oder bei einer sog. Patenthalse vom Baum getroffen werden und schwer verletzt oder gar getötet werden. Das ist aber äußerst selten.

Kleinere Verletzungen kommen aber dennoch häufiger vor. Das wäre dann der gebrochene Zeh, weil man ohne Schuhe übers Deck lief und sich gestossen hat. Aufgerissene Hände, weil man eine mit Muscheln bewachsene Mooringleine ohne Handschuhe von Hand hochgeholt hat. Ein gequetschter Finger, weil man an der Winsch nicht aufgepasst hat.

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Risiken einer Atlantik-Überquerung:

  • Tod durch Ertrinken
  • Tod durch Unterkühlung
  • Tod durch Unfall

Risiken eines Segelnachmittags auf einem Binnensee:

  • Du kannst reinfallen und nass werden.
  • Du kannst kentern und nass werden.
  • Du kannst dir bei einer Patenthalse eine Beule am Kopf holen.
  • Du kannst dir einen Sonnenbrand holen.

=> Wenn du nicht dein Segelrevier, deine Segelerfahrung und die Beschaffenheit des Bootes (am besten auch noch die Wetterbedingungen) beschreibst, kann man dir das so pauschal nicht beantworten.

LG

MCX

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Kommentar von JoWaKu
30.08.2013, 09:06

Du kannst dir bei einer Patenthalse eine Beule am Kopf holen.

und reinfallen und ertrinken

1

Die größte Gefahr ist meistens vorbei, wenn man mit dem Auto im Segelrevier angekommen ist.

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Leider hattest Du nicht einmal angedeutet, wo und mit welchem Boot Du segeln willst und bei einer Jolle oder einem schweren Kielschiff gibt es schon Unterschiede in den Risiken und zwischen Chiemsee und Nordsee auch.

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