Riestern trotz Pensionskasse?

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5 Antworten

Die Riester-Rente ist grundsätzlich geschaffen worden, um die Gruppe der Selbständigen zu motivieren, auch für die Rente aktiv zu sparen. Denn die meisten Selbständige sind gar nicht gesetzlich pflichtversichert. Dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreichend für den wohlverdienten Ruhestand ist, ist längst kein Geheimnis und die betriebliche Altersvorsorge stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, ein Teil der Rentenlücke zu schließen. Deine Frage, ob Riester als weitere Zusatzversicherung gut ist, hängt von deiner steuerlichen Situation sowie persönlichen Ziele und Wünsche ab. So z.B. ob du noch Potential bei deiner Einkommensteuererklärung hast, Sonderausgaben abzuziehen. Deine Riester-Rente, genauso wie deine betriebliche-Altersversorgungsrente, wirst du auch voll versteuern müssen, dennoch zu einem niedrigeren persönlichen Steuersatz. Eine mögliche Alternative hierzu wäre eine private Altersvorsorge abzuschließen. Außer Aspekten zusätzlicher Flexibilität wie bei der Verwendung der Ersparnisse (Kapitalauszahlung oder Rente), ist nur die Hälfte der Erträge bei einer Kapitalauszahlung oder der Ertragsanteile aus der Rente zu versteuern. Dennoch unter den Bedingungen, dass du zumindest 62 Jahre alt bist und der Vertrag seit mindestens 12 Jahren abgeschlossen worden ist. Wenn du in 1960 geboren bist und heute eine private Rentenversicherungspolice abschließt, wärest du erst ab 68 Jahre steuerbegünstigt. Ob du bis dahin warten möchtest sei dahingestellt. Sonst ist der Ertragsanteil deiner Rente mit 25% Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer zu versteuern und nicht der Ertrags- und Kapitalanteil lt. Einkommensteuerprogression wie im Fall der Riester-Rente. Es bleibt dir oder deinen Steuerberater zu modellieren, welche Alternative in deinem Fall die günstigste ist.

Riester lohnt sich meiner Meinung nach immer. Zum Beispiel mit einem Riester-Bausparvertrag kommt man trotz geringer Eigenleistung schneller zur Zuteilung und man hat steuerliche Vorteile. Meiner Meinung nach immer empfehlenswert!

LG

Kommentar von kevin1905
06.10.2016, 15:00

Der Bausparvertrag hat aber weniger Rendite als ein Fondssparplan oder auch eine gute (fondsgebundene) Rentenversicherung.

Ferner lässt sich JEDER Riestervertrag wohnwirtschaftlich verwenden, nicht nur der Bausparriester.

Das Thema Wohnförderkonto ist aber bekannt? Steuern auf die fiktive Rente?

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Wenn die 1960 dein Geburtsjahr darstellen, bringt dir ein Neuabschluss herzlich wenig, die Zeit ist einfach zu kurz.

Die Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten.

Entscheidend ist.

  • Wie hoch sind deine Ansprüche an gesetzliche Rente und PK?
  • Wann willst du in Rente gehen?
  • Welches Geld möchtest du dann zur Verfügung haben?
  • Decken die Leistungen aus GRV und PK dieses?
  • Wie viel Vermögen oder Einkommen ist vorhanden um evtl. nochmal aktiv zu werden?
Kommentar von Bernhard1960
06.10.2016, 14:16

Ich bin von 78. Ich frage mich halt ob eine Riesterrente zusätzlich sinnvoll ist da die Rentenbezüge ja dann später ab einer bestimmten Obergrenze auch besteuert werden. Würde ich z.b. als Rentner später Bezüge von sagen wir mal 2000 €( inkl. Pensionskasse) bekommen und zusätzlich 600 € an Riesterrente könnte es dann sein das ich dann von den 2600 € dadurch das ich die Grenze knacke 600€ an Steuern zahlen müsste? Wäre dem so dann würde es für mich keinen Sinn machen heute zu riestern. Da dann alles was ich an Ansprüchen erwirtschafte quasi wieder abgezogen würde.

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Sinn oder Unsinn....niemand kennt Deine finanziellen Verhältnisse. Es gibt aber jede Menge an Beratungsstellen. Z.B. auch Deine Hausbank!

Ich würde sagen ja!

Wenn man sich mehrere Vorsorgen leisten kann, dann sollte man die auch nutzen!

Lass Dich doch mal von einem Versicherungsmenschen Deines Vertrauens beraten.

Alles Gute

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