Riester-Rente Pro und Contra?

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Die meisten Infos hast du ja schon bekommen, aber ich möchte es nicht versäumen doch mal eine ganz kleine Lanze für die Versicherungsgesellschaften zu brechen, da diese immer so kritisiert werden. Was immer gut hilft ist es sich selber mal vorzustellen Versicherung zu sein, also Wirtschaftsunternehmen mit Angestellten und man kommt zu dir und will etwas haben, aber du möchtest auch was verdienen.-:))))

Vergiss dabei bitte nicht, dass fast alles, was du käuflich erwerben kannst mit einem Wirtschaftsunternehmen zusammenhängt. Ein Handy kostet in der Herstellung ein Appel und ein Ei. Ein Auto wäre rund 50 % biliger, wenn du nur die Herstellung zahlen müsstest. Alle wollen Gewinne machen und nur so funktioniert die Wirtschaft. Niemand meckert allerdings darüber, dass ein Handy oder ein Auto, der Fernseher oder die Kaffeemaschine so teuer ist.

Die Versicherungswirtschaft hat dieses Produkt nicht alleine kreiert. Die Vorgaben kamen durch unsere Regierung. Die Gesellschaften haben dann die Auflagen bekommen diese nach den Vorgaben zu bauen. Das Problem:

Die Idee ansich war richtig und gut. Die Umsetzung hingegen war eine einzige Katatrophe. Zuviele Garantien und Vorgaben, sowie ein starres Bedingungswerk haben Riester unattraktiv gemacht, denn Riester ist eine Laibrente und die Rente muss durch eine Versicherung bis zum Tod garantiert werden. Um die volle Förderung zu erhalten muss man 4 % seines Bruttoeinkommens im Jahr, maximal 2.100 €, abzüglich Förderung einbezahlen. Nun weiß die Versicherung natürlich nicht, wie lange der Kunde lebt. Das weiß der Kunde selber aber auch nicht. Trotzdem müssen sie aber für diese Garantie eine Summe X des gesparten Geldes zurücklegen um diese Vorgaben zu erfüllen. Der Kunde darf laut Vorgabe im Rentenalter schonmal 30 % des Kapital entnehmen. Wie hoch dieses sein wird, stellt sich erst bei Renteneintritt raus, da die Garatien für die Rente bis zum Tod des Kunden gegeben werden müssen. Für beide ist es unter bestimmten Bedingungen ein schlechtes Geschäft. Wird der Kunde alt und/oder hinterlässt noch Kinder unter 27 oder Ehepartner, dann legt die Versicherung drauf. Stirbt der Kunde früh, und im schlimmsten Fall sind keine Kinder oder Ehepartner da, dann ist die Kohle weg und alles bleibt beim Versicherer.

Damit man hier einen Richtwert seitens der Versicherung bekommt, wie lange jemand im schlimmsten Fall eine Rente garantiert bekommen muss, nutzen die Versicherer eben die statistische Sterbtafel. Diese wiederum legt die Lanze für die Versicherer sehr hoch. Wie also soll sich ein Wirtschaftsunternehmen, welches auf Gewinne aus ist denn hier verhalten? Es ist zwar Quatsch, aber mal angenommen, ein großer Teil der Versicherten wird sehr alt? Dann hätten die Versicherer ein Problem, wenn die Renten und Renditenversprechungen zu hoch waren. Also fallen die Renten und Renditen deutlich niedriger aus, als es in den Angeboten ausgedruckt wurde. Das wiederum macht Riester zur Riesterlüge, da nichts von dem, was versprochen wurde gehalten wird und die Ergebnisse sind deutlich schlechter, als ursprünglich mal angenommen. Jetzt wird gesagt, dass sich die Unternehmen die Taschen voll machen.

Es gehört noch eine ganze Menge mehr dazu. Es ist einfach zu komplex und bürokratisch das hier kurz und auf den Punkt zu erklären, aber ich hoffe, dass alle zusammen etwas für dich tun konnten.

Der Zuschuss kann gerade für Geringverdiener prozentual noch höher sein. Für diese ist ja nur der Mindesteigenanteil von 60 € im Jahr zu erbringen

Der Nachteil an der ganzen Geschichte ist, dass es einen riesigen Bürokratieberg braucht, um eine Mini-Maus zu gebären. Außerdem machen sich viel zu viele Freune des Herrn Riester (z.B. Herr Maschmeyer & Co.) daran reich- Das Dilemma ist, dass wegen der Bürokratie kein Mensch selbst durchblickt. Das ist die Chance der "Berater" die Sahne abzuschöpfen. Herr Maschmeyer ist dadurch zum Millardär geworden.

Dagegen spricht, dass es nicht für jeden Sparer die sinnvollste Form der Vorsorge ist. Will ich z.B. in einem Nicht-EU Land meinen Ruhestand verbringen, so wäre Riester nicht zu wählen, da die Zulagen nicht außerhalb der EU bezogen werden können.

Riester selber ist extrem bürokratisch und kompliziert, besonders durch den Bereich Wohnriester und die Besteuerung des fiktiven Wohnförderkontos.

Riester kommt nicht für jeden Sparer in Betracht (nur wer Pflichtmitglied der GRV oder Beamter ist kommt in den Genuss der Förderung)

Nicht als negativen Punkt zu werten ist die Tatsache, dass die Rente zu 100% versteuert wird. Das trifft ebenso auf die gesetzliche Rente zu, wenn diese erstmalig ab 2040 bezogen wird.

Debeka Riester Rente kündigen!

Habe eine Riester Rente mit 2700 Euro. Würde sie gerne kündigen. Habe dies bei meiner Versicherung auch getan. Sie schreiben das von dem Betrag noch 900 Euro an Zulagen (zfa) und Gebühren abgehen. Sind dann 1800 noch übrig. Die nennen das Auszahlungsbetrag. Im nächsten Satz schreiben sie das ausgezahlte Leistungen voll zu versteuern sind.. Wie soll ich das Versehen und wieviel bleibt mir dann tatsächlich übrig.. Hat da jemand schon Erfahrungen?!? Vielen lieben dank...

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Riester Rente und Antrag auf Altersvorsorgezulage - welche Auskünfte erhält der Versicherungsanbieter über mich?

Hallo allerseits, vielleicht hat jemand irgendwelche Erfahrungen zur Riester Rente und kann mir helfen - das wäre super!

Und zwar bin ich am überlegen, ob ich bald eine bestimmte freiwillige Rentenversicherung abschließe, um u.a. auch die Riester-Förderung zu erhalten. Hierzu muss man dann ja beim Versicherungsanbieter jährlich einen Antrag auf Altersvorsorgezulage stellen und die Versicherung übermittelt diesen Antrag dann mit den Vertragsdaten an die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen). In diesem Antrag kann/muss man dann anscheinend unter dem Punkt "Angaben über die Art und Höhe der maßgebenden Einnahmen" Angaben über den Zeitraum und über "Beitragspflichtige Einnahmen i. S. d. deutschen Rentenversicherung" machen. Und außerdem können auch Angaben über den Zeitraum und die Höhe einer "Rente wegen voller Erwerbsminderung" gemacht werden.

So wie ich es jetzt verstanden habe, sind diese beiden Angaben aber vollkommen freiweilig im Antrag, den man bei der Versicherung abgibt - stimmt das so?

Und wenn man keine Angaben dazu macht, dann würde die ZfA diese Informationen einfach selbstständig bei der Sozialversicherung einholen, oder?

Und meine wichtigste Frage dazu jetzt: Wenn die ZfA über mich diese Informationen einholt, bekommt dann wiederum meine Versicherung rückwirkend von der ZfA auch die genaueren Angaben über die Art meiner Einnahmen, z.B. volle Rente? Das möchte ich nämlich nicht... Falls meine zukünftige Versicherung von mir aber doch Auskunft über diese Angaben verlangt, bin ich dann verpflichtet darüber genauere Auskünfte zu geben (das Antragsformular für die Zulagen kann man von dieser Versicherung leider nicht online einsehen, aber auf einem Vordruck dazu habe ich im Internet gesehen, dass diese Angaben eigentlich freiwillig sind)?

Es wäre total super, wenn hier jemand einen Rat hätte!!! Vielen Dank schonmal :)!!

Liebe Grüße, Lolania

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Reform-Rente kündigen?

Hallo,

ich möchte meine im Jahr 2009 abgeschlossene Riester Reform-Rente kündigen. Habe nebenher eine betriebliche Altersvorsorge in welche auch meine vermögenswirksamen Leistungen einfließen und bin damit ganz zufrieden. Mir ist durchaus bewusst das ich besser damit fahren würde den Vertrag beitragsfrei zu stellen, für eine Wohnriester zu nutzen oder den Vertrag eventuell zu verkaufen.

Ich möchte ihn aber aufgrund meiner Lebenssituation kündigen.

Habe schonmal nachgefragt, mein Guthaben würde circa 4070€ betragen, wovon dann noch ca 650€ Zulagen und 98€ Storno-Gebühren abgezogen werden. Der Rückkaufswert ist mir also bewusst.

Was mir noch nicht klar ist ist folgendes:

  1. Wird der zu erwartende Rückkaufswert noch versteuert?
  2. Ich habe im Laufe der Jahre meine Riester-Rente in der Steuererklärung angegeben. Nicht jedes Jahr - aber ein paar mal werden es wohl gewesen sein. Aufgrund eines Betriebssystem-Wechsels kann ich leider nicht mehr in alle Steuererklärungen reingucken. Jedenfalls habe ich in jenen Steuererklärungen einen Betrag von 480€ angegeben. Wie verhält sich das mit diesen Beträgen? Ich gehe davon aus das ich diese Beträge - welche ich ja anteilig zurückbekommen habe - zurückzahlen muss. Kann mir irgendjemand sagen wie hoch dieser Betrag ungefähr sein wird? In meinen Steuerbescheiden finde ich nicht den Betrag den ich quasi "zurückbekommen" habe.
  3. Wird dieser Betrag - den ich in Steuererklärungen geltend gemacht habe - direkt vom Finanzamt abgezogen, muss ich dafür in der nächsten Steuererklärung für das Jahr 2018 was beachten oder muss ich mich bei denen melden?

Ich wäre sehr dankbar für eure Ratschläge und Erfahrungswerte.

Liebe Grüße

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Riester-VorsorgePlus kündigen, da AltersWohnsitz im Nicht-EU sein wird?

Hallo zusammen,

ich habe seit 2006 einen Vorsorgeplus-Vertrag bei der Sparkasse. Derzeitiger Stand: 2.400€ (aufgerundet). Mehr als 1-2€/p.a. Zulagen habe nicht bekommen...Nun steh ich vor der Entscheidung zu kündigen.

Nun ist es so, dass ich meine Rente bzw meinen "AltersWohnsitz" in der Heimat (Asien) verbringen werde, vielleicht sogar vorher.

Nach meiner heutigen Internet-Recherche, muss ich die Staatlichen Zulagen und die Zinsen/steuern zurückzahlen, sowohl bei einer Kündigung als auch wenn ich im Rentenalter in einem Nicht-EU-Staat lebe. Wenn ich in der EU bleiben würde, hätte ich zwar Anspruch auf die Riester-Rente, jedoch nicht auf die Staatlichen Zulagen.

Hab das richtig verstanden oder habe ich bei der Recherche etwas übersehen? Versteh ich das richtig, dass ich so oder zurückzahlen muss? Wäre es nicht schlauer JETZT zu kündigen und als mit 60+ und einen Batzen Geld zurück zugeben? Wann würde die Bank bei sofortiger Kündigung auszahlen?

Was meint ihr dazu?

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Riester Rente nach kauf eine Immobilie mit staatliche Zulagen auszahlen lassen aber wie?

Hallo Leute habe da eine grosses problem. Ich habe neulich eine Doppelhaus hälfte gekauft. Bei der finanzierung ist uns aufgefallen das man nach erwerb einen eigentum Hauses die Risterrente mit staatlichem förderung kündigen kann bzw das Angesparte mit zulagen entnehmen kann. So da rauf habe ich die Rentenversicherung angeschrieben , da mit ich die zulagen auch bekomme. Habe dann auch die zustimung bekommen. (Wohnungswirtschaftlichen Verwendung ) Meine Frage ist jetz die wie soll ich vor gehen das ich bei der versicherung so wenig wie möglich verluste habe . Ich und meine frau haben ca.mit zulagen seit 2008 8700€ angespart. Ich danke für die Antworten im voraus

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Frage zur Riester Rente Kindergeldzulage wird von der ZFA zurück gefordert

Hallo

Ich habe ein Problem mit meiner Riester Rente Und zwar bekam ich heute ein Schreiben bezüglich meiner Zulagen. Konkret wird von der ZFA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvorsorge) die Kinderzulage zurück gefordert ich solle überprüfen wer Kindergeldberechtigt ist. Das habe ich inzwischen getan und das ist natürlich meine Lebensgefährtin (leben seit vielen Jahren zusammen aber unverheiratet). Nun ist es so das sie keine Riesterrente hat.

Ärgerlich ist vor allem das es sich um die Jahre 2009 (Beginn der RV) bis 2011 handelt. Das ist ja wohl lächerlich. Man hat ja überhaupt keine Möglichkeit zu reagieren. Im Grunde weiß ich doch jetzt schon das ich in 5 Jahren ein weiteres Schreiben erhalte wo es sich um die Jahre 2012-2014 handelt selbst wenn ich das jetzt sofort ändern würde und mich als Kindergeldberechtigten angeben würde. Das kann doch nicht wahr sein.

Die Frage ist nun ob es möglich ist das meine Lebensgefährtin das Zulagenrecht auf mich übertragen kann und vor allem ob man das rückwirkend tun kann um die Zulagen doch noch zu sichern? Denn da sie keine Riester hat und somit auch keine Zulagen erhält wäre das ja im Grunde kein Problem.

Wer hat das Problem auch schon gehabt und weiß Rat?

Gruß Timo

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