Riester förderschädliche Verwendung

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8 Antworten

Zunächst beginnend mit deiner Bemerkung am Schluß: Inwieweit der aufgelaufene Kapitalbetrag überhaupt als Einmalzahlung erhältlich ist, richtet sich nach dem Vertrag. Ist es eine Lebensversicherung (WAS RIESTER-VERTRÄGE eben nicht sind!), so gibt's am Schluß auch Bares im Pack. Bei Riester aber regelmäßig nur monatliche Rentenbezüge, als Einmalzahlung nur maximal zu einem Drittel des Gesamtkapitalbetrages oder die gesamte Ablaufleistung (ausnahmsweise beim Wohn-Riestern) zur Tilgung einer Teilschuld allerdings nur für selbst genutzes Wohneigentum. Letztgenannte Viariante ist zu Riester die einzige, die überhaupt Sinn machen könnte. Man sollte dabei nur wissen, wo man sein "Nest für den Ruhestand" auch beibehält. Verkauft man das Wohneigentum nämlich mal plötzlich wieder, weil man vielleicht umziehen will, dann ist die Riesterförderung wieder zurückzuzahlen. Ja-ja, tolle Karten für Riester-Sparer! Für die Renten-Variante mußt Du übrigens deutlich über 13o Jahre alt werden, um deine Beiträge, Zinsen und Zulagen vollends über Monats-Renten wieder zurück zu holen. Und vergiß nicht: dann krallt die voll die Sozialersicherungsabgabe und die (dann erst gültige) Steuer. Zusatzrente lohnt sich eben! ... vornehmlich für den Staat, der sich aus Versorgungsverpflichtungen zunehmend herauslöst. Am besten klappt's mit Überraschungen für die Bürger immer wieder zur Fußball-WM oder sonstigen Massen(Medien)Aufheizungen. Zu Riester gibt's nur einen wohlgemeinten Tipp aus derzeitiger Marktlage: LASS ES! und verlebe dein kleines Geld besser für ein wenig Freude im Heute. Glaubst Du nicht? Dann lies mal die neuen AGB deiner Sparkasse oder Bank, unter Punkt "Pfandrecht, Sicherungsabtretung" (bei Sparkasse: Nr. 21 der AGB), und frag' dich was!

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Wirklich vielen Dank für die Anregungen, aber leider ist bisher Niemand auf meine Frage eingegangen. Ich habe keine Riester und werde auch definitiv keine abschließen, bitte sparen Sie sich die Zeit und Mühe mir davon abzuraten ;-)

Meine Frage nochmal:

  1. Habe ich bei Vertragsablauf die Wahl einer steuerförderlichen oder steuerschädlichen Verwendung?

(Beispiel wo eine steuerschädl. Verwendung u.U. Sinn macht ist z.B. ein Riester-Vertrag in dem kein oder kaum Zulagen gefloßen sind, etwa wegen Falschberatung durch den Vermittler, und aus dem letztlich eine Rente von 2,50 € rauskommt: Wenn man die Beiträge in der Ansparzeit wegen Unkenntnis nicht steuerlich geltend gemacht hat und etwa wegen Falschberatung auch nur minimal Zulagen gefloßen sind, dann doch lieber auf die geringe Zulage verzichten und dafür einen Einmalbetrag bekommen, mit dem man dann vll. wenigstens etwas mehr anfangen kann, als mit 2,50 € im Monat)

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nun muß ich schmunzeln.... da gibts du dir doch schon selber die Antwort. Welchen wirklichen Nutzen gibt es bei dir, gesehen auf die Gesamtlaufzeit? Und da will jemand einzahlen ohne arbeiten zu gehen? Packs unters Kissen, da hast mehr davon. Täglichen Zugriff, keine Steuer, keine Rechenschaft ablegen.

Gruß

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MR1985 11.10.2010, 11:54

Danke für die Hilfe! Es war lediglich ein etwas überspitztes Beispiel, die Situation betrifft mich selber nicht. Es geht ganz konkret um die Frage ob man bei Vertragsende auch die steuerschädliche Verwendung wählen kann.

Stell dir z.B. vor Jemand ist 25, verdient nur sehr wenig und bekommt mit geringem Beitrag die volle Zulage. Da die Förderquote für diese Person sehr gut aussieht, schließt sie einen Riester-Vertrag ab [ ich bitte darum an dieser Stelle über den alg. Sinn/Unsinn der Riester hinwegzusehen ;-) ] Nun kann man leider nicht in die Zukunft sehen. 5 Jahre später wird die Person selbstständig und das wars mit der Förderung. Jetzt wo die Abschlusskosten bereits bezahlt sind wäre den Vertrag kündigen + auf Zulagen verzichten wahrlich ein Minusgeschäft. Deswegen vll. eher beitragsfrei stellen oder aber einfach so mit kleinem Beitrag weiterführen. Bei Vertragsende stellt sich in dem Fall aber doch wirklich die Frage ob eine förderschädliche Verwendung nicht dennoch günstiger ist, da die bessere Versteuerung letztlich die erhaltenen Zulagen der ersten Jahre übersteigen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kunde "gezwungen" wird die Förderung in Anspruch zu nehmen.

Stell dir z.B. auch Jemanden vor, der vll ein paar jahre geringe Beiträge gezahlt hat, dann aus dem förderberechtigen Kreis gefallen ist, und den Vertrag beitragsfrei fortführt. Wenn so wenig Kapital angespart ist, kann es ebenso unsinnig sein dies zu verrenten um dann 2 € im Monat zu bekommen. Trotz Verlust der Zulagen ist dann vll interessanter das volle Kapital als Einmalbetrag zu erhalten.

Die Frage ist also, ob man bei Vertragsende die Wahl hat und eine Rückzahlung der Förderung beantragen kann um sich den anderen Auflagen wie volle Besteuerung, max. 30% Auszahlung etc. zu entziehen

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So nun bin ich selber fündig geworden. Nach meinem Kenntnisstand kann JEDER bei Vertragsende auch eine Auszahlung von 100% des Kapitals wählen. Die Zulagen sowie die Zinsgewinne aus den Zulagen werden einbehalten. Dafür wird aber günstiger und eben nicht voll versteuert.

Natürlich sollte man dazu generell nicht raten, vor allen Dingen sollte man Niemandem, der nicht zum förderberechtigten Kreis gehört zur doch sehr unflexiblen Riester raten!!!

Hier aber Beispiele, bei denen eine schädliche Verwendung trotzdem Sinn macht (meiner Meinung nach):

  1. Jmd. schließt eine Riester ab weil er Förderung bekommt. Nach einigen Jahren fällt er aus dem förderberechtigten Kreis raus. Er stellt den Vertrag beitragsfrei und lässt das Kapital liegen. Nun kann er aus einer vollbesteuerten Rente von vielleicht 2 € wählen. Oder eben in Kauf nehmen auf Zulagen zu verzichten, dafür aber eine nur mit 50% des Ertrages versteuerte Kapitalauszahlung zu bekommen, mit welcher er sicherlich mehr anfangen kann!

  2. Ein Selbstständiger wurde falsch beraten und hat über Jahre einen nicht geförderten Riester-Vertrag gehabt. Im Laufe der Jahre sind aus kurzfristigen Angestelltenverhätnissen vielleicht aus zwei Jahren Zulagen fällig geworden. Auch hier sollte der Verzicht auf die Förderung, also die schädliche Verwendung, letztlich mehr abwerfen, da die Rente bzw. Auszahlung günstiger versteuert wird und die Steuervorteile sicherlich die Förderung übersteigen.

Ich lasse mich natürlich gerne korrigieren, wenn ich etwas falsch sehe!

MfG MR

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hallo mr1985

imgrunde kann ich Dir nur dringend abraten diese Ristervers. abzuschließen. Es gibt zuviele Gründe die dagegen sprechen. Kann ich nicht alle aufzählen. Ideal oder besser gesagt, wo es eventuell dafür sprechen KÖNNTE wäre; wenn Du ca 25 jahre bist, verheiratet und mind. 2 Kinder hast. Alle anderen Finger weg. Es ist und bleibt eine Staatslüge !! Übrigens : Nachzulesen auch in Fachbüchern der Versicherungswirtschaft.) Willst Du Dir was gutes tun? Dann mach was mit Deiner VL z. B. einen winzigen BS Vertrag, zinsen, Prämie, Aber achte dabei auf Dein Einkommen, das darf eine best. Größe nicht überschreiten. Damit bist Du immer flexibel und hast auf Dauer besseren Profit. Denke dabei auch an Abschlußgebühren und Steuernachzahlungen. dann kannst es heutzutage bald gleich unters Kopfkissen packen. lol Gruß Strandsegler01

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Shakotai 13.10.2010, 17:52

Schwachfug, Schuster bleibe bitte bei deinen Leisten. Mit ein paar Internetweisheiten bekommt man noch keine Einzelfallberatung zustande.

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einmal einen Riester-Vertrag abgeschlossen, sollte man dabei bleiben! Einmal gekündigt, muss Mann/Frau alle gewährten Zulagen und Steuerermäßigungen zurückzahlen + Kosten, die sich das der Anbieter kosten lässt!! Und auch ein Anbieterwechsel kann ordentlich etwas kosten! Selbst wenn Mann/Frau selbständig ist... so what? Er/Sie sollte dann zunächst prüfen, ob er /sie nicht als "mittelbar Begünstigter" über einen evtl. "unmittelbar begünstigten" Ehegatten nicht auch in den Genuss der staatlichen Förderung kommen kann!

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Gegenfrage : Warum soll ich einen Riester Vertrag weiter besparen, der für mich dann förderungs schädlich endet ? HG DerMakler

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MR1985 13.10.2010, 08:59

Es geht weniger um das weiterbesparen als darum, dass es mehr Sinn machen kann den Vertrag weiter durchlaufen zu lassen, wenn z.B. sämtliche Kosten schon bezahlt sind. Geh einfach mal davon aus man lässt den Vertrag dann beitragsfrei weiterlaufen.

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DerMakler 13.10.2010, 09:54
@MR1985

..dann umso weniger..beitragsfreie LV werden nur dann rentabel, wenn man die relation eingezahlter beiträge zum ausgleichende Wert im Vertrag herstellen kann,bei Riester kommt noch der Wegfall der Förderung hinzu, wenn es dann wie oben beschrieben wäre..also nicht sinnvoll..HG DerMakler

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Wieso auf die Zulagen verzichten? Sie sind doch der größte Vorteil mit bei der Riester, neben der Hartz 4Sicherheit.. Ein sehr gut geschriebener Artikel zum Thema Riester, der meine Fragen alle beantwortet ist hier http://zumlink.com/RiesterAntworten

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