Richtiger Notarzt?

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9 Antworten

Ein Notarzt ist ein approbierter Arzt, der eine Weiterbildung zum Notarzt absolviert und so den Fachkundenachweis Rettungsdienst oder die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin erworben hat. Ein Doktortitel ist zur Ausübung des ärztlichen Berufes nicht erforderlich. Die Weiterbildung zum Notarzt ist durch die Landesärztekammern geregelt, orientiert sich meist an der Musterweiterbildungsverordnung für Notärzte der Bundesärztekammer. Diese sieht eine zweijährige klinische Weiterbildung, davon mindestens 6 Monate in Anästhesie, Intendivmedizin oder der Notaufnahme, 80 Stunden Lehrgang in allgemeiner und spezieller Notfallversorgung sowie 50 Einsätze unter Aufsicht eines verantwortlichen Notarztes vor.

Meist sind die Notärzte Fachärzte aus den Bereichen Anästhesie und Intensivmedizin, innerer Medizin oder Chirurgie, insbesondere in ländlichen Regionen kann es jedoch auch ein Allgemeinmediziner sein. Der Abschluss eines Facharztes ist jedoch keine Voraussetzung für die Tätigkeit als Notarzt, es kann also auch ein Assistenzarzt mit entsprechender Weiterbildung als Notarzt tätig sein. 

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DorktorNoth 23.10.2016, 22:41

... und obwohl es mein ureigendstes Fachgebiet ist, kann ich es nicht besser schreiben und versuche es daher gar nicht. Exakt richtig.

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Du schließt ein Medizinstudium ab, mit oder ohne diese Überbewertete Billigpromotion und machst dann eine Weiterbildung zum Facharzt, zum Beispiel in der Notfallmedizin. Der Notarzt ist "irgend ein Arzt" mit Zusatzqualifikation zum Notdienst.


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DorktorNoth 23.10.2016, 22:40

Sehr zu meinem Leidwesen gibt es den Facharzt für Notfallmedizin in Deutschland nicht ...

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Allein das bestandene Medizinstudium / Examen berechtigt zur Weiterbildung als Notarzt. Ein Doktortitel ist dabei nicht nötig. Es gibt aber nur sehr wenige Unikliniken, die zum Notarzt ausbilden. 

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Um als Arzt arbeiten zu dürfen genügt ein abgeschlossenes Studium und ein bestandenes Staatsexamen. Eine Doktorarbeit ist nicht notwendig. Ein Facharzt braucht zusätzlich noch eine Facharztausbildung.

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Für die Ausübung des Arztberufes braucht es keine Promotion, also keinen Doktortitel.
Als Arzt kann arbeiten, wer sein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen hat und eine Approbation, also staatliche Zulassung hat.
Die Leute sagen dann brav "Herr Doktor", auch wenn man strenggenommen gar keiner ist (weil ohne akademischen Doktortitel).


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matmatmat 23.10.2016, 19:29

Ich dachte der Dr. med. wäre "Onkel Doktor" ;)

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beamer05 23.10.2016, 23:07
@matmatmat

In weiten Teilen der "Normal"bevölkerung ist der Begriff Doktor (auch) schlicht als Berufsbezeichnung für Ärzte im Gebrauch.

Wenn man als Arzt ohne Promotion von seinen Pat. als Doktor bezeichnet wird, muss man nicht jedes Mal darüber aufklären, dass man keinen Dr. "hat".

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Tamtamy 23.10.2016, 23:11
@matmatmat

Da liegst du völlig richtig! 'Dr. med." darf sich aber nur nennen, wer erfolgreich promoviert hat. Ansonsten bleibt es bei der Bezeichnung 'Arzt' (bzw. evtl. 'Facharzt').

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Klar kannst du das. Einen Doktortitel brauchst du nicht. Nur den fachkundenachweis Rettungsdienst.

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Gegenfrage:

In Deutschland oder in Österreich?

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sonnymurmel 23.10.2016, 19:20

Anmerk.:

"Notarzt" eine Tätigkeitsbezeichnung, keine Berufsbezeichnung, d.h. Notarzt ist nur der, der im Dienst ist.

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linksgewinde 23.10.2016, 20:45
@sonnymurmel

Bin ich nicht ganz einverstanden. Wer die Zusatzbezeichnung hat, woher auch immer, und erst morgen Dienst hat, ist trotzdem Notarzt.

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DorktorNoth 23.10.2016, 22:44
@sonnymurmel

bitte nicht verwechslen mit dem kassenärztlichen Notdienst! Notarzt ist der Typ in Uniformjacke, der mit Blaulicht, Hubschrauber oder sonstwas auf den Plan tritt, wenn Leben akut in Gefahr sind. Ärztlicher Notdienst ist der Hausarzt, der eben gerade Dienst hat, um die Bevölkerung nach Praxisschluss bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen zu versorgen. Letzterer wird ebenfalls gern, aber nicht korrekt, als Notarzt bezeichnet.

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gigigi2 23.10.2016, 19:26

Könnte mir beides vorstellen.

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Eine Doktorarbeit brauchst du nicht. Die gelernte Fachrichtung ist auch egal. Anästhesie, Innere, Chirurgie oder Neurologie erleichtert den Job natürlich.

Der NA muss auch mehrere (20?) Einsätze mit einem erfahrenen Kollegen absolvieren.

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Coza0310 23.10.2016, 20:36

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Ich kenne einige Ärzte, die als Facharzt für Allgemeinmedizin , ohne den ,,Dr.med" praktizieren, i.d.R. sympathischer als die ,,mit".


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Barbdoc 23.10.2016, 22:11

Versteh ich nicht, warum denn?

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