Richtiger Geburtsort PStG?

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1 Antwort

Im juristischen Sinn versteht man unter Entbindung das Schwangerschaftsprodukt der Frucht als Geburtsobjekt aus dem Mutterleib.

Die Geburt ist vollendet, wenn das Kind vollständig und lebend aus dem Mutterleib ausgetreten ist. Auf die Durchtrennung der Nabelschnur kommt es nicht an. Dies markiert n. § 1 BGB die Rechtsfähigkeit des Neugeborenen.

Das PStG ist hier keinswegs schwammig, sondern diffenrenziert.

Denn darüber erteilt die Hebamme oder der Notarzt eine Geburtsbescheinigung, die für das Standesamt maßgeblich ist.

Denn nach § 18 Abs. 1 Nr. 1, § 19 Satz 1 PStG könnte also z. B. der sorgeberechtigte Vater den "richtigen" Geburtsort nach Bescheinigung durchaus eintragen lassen.

Das Problem ist, das Krankenhausverwaltungen eine weitere Bescheinigung, die Geburtsanzeige ausfüllen und darin den Ort der medizinisch vollendeten Geburt, nicht Entbindung bisweilen direkt dem Standesamt anzeigen. Und hierbei gilt eben § 18 Abs. 1 Nr. 2, § 20 PStG.

G imager761





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