Richtige Paddockbefestigung die Wintertauglich ist?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Am einfachsten werden vermutlich Paddockplatten sein.

Wenn ihr aber Kies/Schotter als festen Untergrund habt, ist das doch schon die halbe Miete.

Ihr seid natürlich auch spät dran - je nach Boden, wenn es jetzt bereits matschig ist, bekommt ihr das diesen Winter vermutlich nicht mehr trocken.

Welche man sehr gut in den Matsch legen kann sind diese hier: Reitplatzmatte - paddockraster.DE (paddockplatten-stallmatten.de) Aber halt auch nicht günstig.

Ansonsten, unschlagbar bei den Paddockplatten sind die INB: Horses Home - INB® System (horses-home.com) Es gibt keine vergleichbaren. Verlegen und dann möglichst einmal Sand drauf. Besser kann man kaum Boden befestigen.

Damit Sand oder ähnliches nicht weg läuft, helfen Holzbalken außenrum ;)

Zur Wasserbeschaffung:

IBC Container und eine Wanne oder Zinkwanne. Wasser einfüllen und bereits VOR dem Frost Grabkerzen drunter stellen. Dazu gibts diverse Anleitungen, wie man solche Wannen gut winterfest bekommt. Und dann die Tränke vor dem Frost einmal richtig voll machen.

2 kleine Eimer finde ich.... etwas arg wenig, wenn wir von kleinen 10L Eimern ausgehen. Ein Pferd trinkt ja schon gut 40 Liter am Tag.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

Auf dem Paddock steht ein Esel und ein Shetty …

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@offenstall342

Selbst da finde ich 2 Eimer Wasser á 10 Liter zu wenig - auch ein Esel trinkt was weg. Und auch das Shetty wird mehr als 10 Liter am Tag trinken.

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@offenstall342

Ah, dann ist es weniger Mysterium.

Meine Variante war: Zinkwanne mit 80 Liter besorgen, auf eine Reihe Steine stellen, unten drunter Grabkerzen, und Zinkwanne voll machen bevor Frost kommt. Und Kerzen VORHER an machen, damit das Wasser gar nicht erst einfriert. Kenne genug, die die dann erst bei Frost an machen, was natürlich Schwachsinn ist. Kerntemperatur vom Wasser halten und eben nicht einfrieren lassen.

Sollte ja möglich sein, vor Frost ein paar Eimer mehr Wasser zu besorgen ;)

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@offenstall342

Es gibt diverse Stallberatungen unteranderem von der FN, das macht das Leben oft einfacher, weil man die Fehler anderer nicht wiederholt.

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@offenstall342

Die Zinkwanne oder auch normale Badewanne ist zwar eine günstige Lösung fürs Wasser - allerdings muss man für Bodenbefestigung definitiv einiges in die Hand nehmen.

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Meiner Meinung nach gibt es da nur eine langfristig funktionierende Lösung und die heißt: unebenen Boden abtragen, Unterboden drauf, Paddockplatten verlegen und mit Sand/Rundkies auffüllen. Alles andere sind Zwischenlösungen die nach ein paar Jahren wieder für die Katz sind.

Wenn ihr eh schon Kies/Schotter drunter habt ist da ja auch schon ne recht gute Basis da. Absolut empfehlen kann ich dir übrigens die TTE Paddock/Reitplatzmatten von Hübner und Lee. Liegen bei uns sowohl unterm Reitplatz als auch unter einigen Paddocks. Die sind super beständig, stabil und können auch mit Maschinen befahren werden.

Ein anderer Teil unserer Paddocks ist gepflastert, auch das wäre ggf eine Möglichkeit, ist allerdings auch nicht minder aufwändig als Platten zu verlegen. Rutschen tun die drauf nicht, wir haben aber auch etwas Gefälle drin so dass der Regen abläuft und sich keine Eisplatten und Co bilden können.

Bzgl der Wasserversorgung haben wir bei uns inzwischen ein beheiztes Tränkesystem. Ob das bei euch allerdings realisierbar wäre weiß ich nicht. Ansonsten schau doch mal nach Thermotränken, wenn es nicht grad zweistellige Minusgrade hat sollte das auch noch funktionieren.

was wäre denn der passende Belag für den "Unterboden"

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@offenstall342

Schotter ist völlig in Ordnung. Den ordentlich begradigen, am besten mit 2-3% Gefälle, damit das Wasser gut abfließt. Anschließend Platten drauf und mit Sand/feinem Rundkies auffüllen.

Es gibt auch Paddockplatten die man direkt auf Matsch/Mutterboden verlegen kann, allerdings habe ich damit keine Erfahrungen da ich irgendwie nicht glauben kann dass sich da dann nicht mit den Jahren was aufhebt / zu sehr absetzt und man am Ende eine Buckelpiste hat... Das mag für Laufwege recht gut funktionieren, bei größeren Flächen kann ich mir das nicht vorstellen.

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@PeppysGirl
Es gibt auch Paddockplatten die man direkt auf Matsch/Mutterboden verlegen kann,

das hält genau bis zum ersten starkregen oder bis zum ersten frost von mehr als 24 stunden. der untergrund dehnt sich aus, bzw. wird aufgeschwemmt.

das oberflächenwasser darf auch nicht einfach abfliessen. es muss sichergestellt werden, dass die exkremente aufgefangen und geklärt werden. das darf nicht an die kanalisation für oberflächenwasser angeschlossen werden, sondern muss ans abwasser.

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@ponyfliege

Das dachte ich mir, deshalb haben wir bisher nur welche mit ordentlichem Unterbau verlegt.

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@PeppysGirl

macht sinn.

im endeffekt kosten schnell schnell lösungen unterm strich immer viel mehr, als wenn man es gleich richtig macht.

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@ponyfliege

Absolut. Wir haben testweise mal ein paar uralte Paddockplatten die übrig waren auf ein Stück Laufweg gepackt (das waren aber zugegebenermaßen auch keine die lt Hersteller dafür geeignet gewesen wären). Nach einer Saison waren die überall, nur nicht mehr da wo sie eigentlich sein sollten. Seitdem haben wir uns damit gar nicht mehr beschäftigt.

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@PeppysGirl

Erfahrung mit den Platten. Ohne aufbereiten des Untergrundes, geht das fast immer schief.

Man sollte das auch vom Wegebau machen lassen. Mal eben zwischendurch wird das nie was. Scheitert auch an der technischen Ausstattung. Wer hat schon Zugriff auf Bagger mit automischen höhenausgleich, einen Verdichter und weitere schwere Baugeräte.

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TTE sind wirklich genial. Leicht und schnell zu verlegen und sehen auch nach 20 Jahren noch gut aus.

Wir haben auch TTE und Pflaster. TTE kann man auch auspflastern. Da kann dann auch noch mehr Wasser durch als bei komplettem Pflaster.

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Ja, ich bin Stallbesitzer und kann dir nur raten, Geld in die Hand zu nehmen und eine ordentliche Befestigung machen zu lassen. D. h. drainagieren, Kies, und dann zB Ecoraster, die mit einer dünnen(!) Tretschicht aus Sand überzogen werden.

Da nur Sand drauf schmeißen oder wie ihr das jetzt macht mit Hackschnitzel bringt idR nix, der Sand verdichtet und lässt erst recht das Wasser nicht abfließen, die HS schwimmen davon oder werden beim Abmisten mitgenommen.

Um im Winter Wasser zu haben hilft eine beheizte Tränke, das funktioniert auch manuell - Brunnen graben und dann gibt solche Tränken, mit denen die Pferde selbst hoch pumpen und die man mit Petroliumlampen am Einfrieren hindern kann. Ansonsten zB Holzstück ins Wasser etc. Hilft aber nur begrenzt.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

ist schon arg spät dafür, nochmal alles einen dreiviertel meter tief aufbuddeln, drainieren und befestigen zu lassen.

das was du möchtest

( matschfrei, rutschfest, keine gefährlichen einfrierende Stellen).

lässt sich nur mit einem beheizten untergrund verwirklichen.

ein stall ohne wasseranschluss hat in der regel auch keinen stromanschluss. bist du sicher, dass die pferdehaltung dort überhaupt genehmigt wurde?

unter anderm muss ein betonierter mistplatz vorhanden sein - mit ablauf, der ans abwasser angeschlossen ist oder ein mietcontainer, der regelmässig abgeholt wird.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Beheizter Untergrund. Bestimmt.

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Unsere Paddocks sind mit Beton mit feinen Rillen versehen, auf leichter Hanglage, damit das Tauwasser oder auch Regenwasser besser ablaufen kann, zudem haben wir Paddockplatten drin, die wurden mit schickem Gerät in den Boden gedrückt und mit so einem Granulat (sieht aus wie Steine, aber nicht ganz) befüllt. Vor den Unterständen und um die Heuraufen haben wir so gummiartige Matten, die nicht rutschen und extra dick sind, sodass sie auch ein Kaltblut aushalten, ich weiß nicht genau, was für ein Material, aber bei Regen rutsche ich da auch nicht drüber.

Wir haben im Winter in den Eimern so kleine Pumpen (glaub aus dem Aquarienbedarf oder so), die halt ins Wasser können und die lassen das Wasser minimal in Bewegung (also kein reißender Strudel), so friert das Wasser nicht sofort ein. Wichtig ist auch, kaltes Wasser zu verwenden, da warmes Wasser schneller einfriert. Der SB kontrolliert trotzdem alle 2-3h, ob die Eimer noch mit Wasser gefüllt sind, oder es doch Eis geworden ist. Letztes Jahr hatten wir eine Woche unter -20 Grad, da waren die Pumpen auch annähernd machtlos...

Du kannst zusätzlich eine Styropor Abdichtung um die Eimer machen (aber schau, dass die Pferde das nicht abknabbern).

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