Richtige Lösung: Umgangsrecht des Vaters auf Krampf gegen den Willen des Kindes durchsetzen?

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7 Antworten

TEIL2: Im Gegenteil..ich drängel mich regelrecht auf..frage ihn, willst Du dort oder dorthin mitkommen. bspw.: aus Kita abholen o.ä. Da kommen ständig Absagen mit der Begründung keine Zeit oder er will das nicht. Dann wollte er regelmäßige Besuchstermine Montag und Mittwoch, dass es nicht immer ganz so spontan ist. Okay, hab ich kein Problem damit. Nur hatte er schon an dem ersten Montag danach eine Ausrede warum es heute grade nicht geht. Die kleine war krank und ich musste zum Arzt mit ihr und hab ihn gefragt ob er mitkommen will: NEIN, sie bekommen Besuch. Naja so geht das jedenfalls ständig. Jetzt ist er wieder soweit, dass bei jeder kleinsten Absage meinerseits er seinen Anwalt einschalten will. Ich meine ich hab vor dem Anwalt persönlich keine Angst. Mir gehts nur um mein Kind und dass er wahrscheinlich dem Gesetz nach noch Recht bekommen würde und das Kind gegen ihren Willen mitnehmen darf. So jetzt bin ich mal auf eure Meinungen gespannt. Hinzufügen möcht ich noch, dass ich alleinerziehend bin und meine Tochter im Februar 2 Jahre wird.

Viele Grüße NA

Ich gebe ihr das Gefühl dass es okay ist. Ich sage ihr immer vorher, hey heute kommt der Papa oder wir fahren zum Papa und lass mir irgendwas einfallen was sie gerne macht. Sie nickt dann immer. Aber sobald er dann da ist und sie ins Auto setzen will, krallt sie sich förmlich an mir fest. ich weiß selbst, dass das nicht richtig ist, aber ich kann sie dort nicht so zurücklassen. Zum Thema er kümmert sich gut...ja ich bin immer davon ausgegangen, zumindest als wir noch zusammen waren. Seit er mit seiner neuen Freundin zusammen ist sind viele andere Dinge wichtiger. Zum Beispiel zahlt er sehr unregelmäßig Unterhalt..also schon jeden Monat, aber meist am 30. oder 31., dann ist sie bei ihm schon aus dem Kinderwagen gefallen .. solche Dinge halt. Ich sag mir dann immer..okay kann passieren, aber was wenns nicht so ist und irgendwann wirklich mal was passiert.

Keine Übernachtung? Naja, ein halber Vater eben. Das Kind verliert das Vertrauen und der Vater das Interesse. Wenn ihr eurem Kind was gutes tun wollt, dann geht der Vater in Elternzeit und nimmt das Kind öfter mal über Nacht. Ich hatte meine Tochter schon im Wickelalter allein bei mir. Wickeln, Füttern, Mittagsschlaf, etc, hat man schnell gelernt. Darüber hinaus entwickelt sich etwas eigenes, unabhängig von der Mutter.
Die Freundin des Vaters und die Trennung der Eltern nimmt das Kind evtl. noch als Gefahr wahr. Man kann aber auch einem 2 jährigen kind erklären, wie die Verhältnisse sind. Das ist deine Mama, das ist dein Papa, die sind immer da. Die nimmt dir nie jemand weg. Sicherheit. Dazu gehört auch ein fester Zeitplan, Konzentration aufs Kind, feste Gewohnheiten.

Du gibst deinem Kind das Gefühl, dass es ok ist, zum Vater zu gehen und schreibst, dass er sich gut kümmert....

Dann schreibst du aber, "... er meint,...ich würde ihm Umgang verwehren bzw vorschreiben der Umgang findet nur in meinem Beisein statt und ich würde ihm sein Recht streitig machen und er würde das Kind an dem darauffolgendem WE Freitag 16 Uhr holen und Sonntag 17 Uhr wieder bringen. Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, hab ich dann wiederholt mit dem KV gesprochen und ihn gefragt, ob er das seinem Kind wirklich antun will....Hat er kapiert"

Es scheint wohl doch nicht ok zu sein, dass das Kind zum Vater geht? Wenn die Mutter bei der Idee, das Kind übers WE zum Vater zu geben, einen "Schock" bekommt und ihm diese "verrückte" Idee ausredet, naja, dann ist es kein Wunder, dass der Vater "es kapiert" und die Idee aufgibt, er könne sich evtl. alleine um sein Kind kümmern. Du praktizierst die "softe" Version der Umgangsverweigerung - Umgang scheinbar fördern, aber mit der Auflage, Mutter muss dabei sein - Kind darf erst dann zu Papa, wenn Mama merkt, dass es Vertrauen aufgebaut hat. Durch ihre Anwesenheit signalisiert sie aber dem Kind genau das Gegenteil.

Ich finde es ziemlich armselig vom Jugendamt, dass die diese psychologischen Zusammenhänge nicht mal ansatzweise erkennen und den Eltern sachlich erklären. Sie scheinen die Entfremdung vom Vater billigend in Kauf zu nehmen. Was dein Ex da halbherzig gerichtlich versucht hat, habe ich durchgezogen. Heute ist meine Tochter 15. Ich mach ihr eine Wärmflasche, wenn sie ihre Tage hat, kauf ihr Binden, wir lesen uns gegenseitig im Bett was vor, wenn wir bei Freunden oder Familie sind, schlafen wir in einem Zimmer....

Mach damit, was du willst.

Krimhild 12.01.2014, 09:14

Superantwort! Leider kann man immer nur ein DH vergeben - deshalb hier nochmal manuell.....DH! :-)

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MeineNase 12.01.2014, 09:58
@Krimhild

Danke Dir! :-) Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, hier bei GF überhaupt noch eine Reaktion zu bekommen.

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Achso..und dann kommt noch hinzu..wo wir damals dann nach den 6 Wochen Pause wieder angefangen haben mit den Besuchszeiten hatte meine Tochter aus dem Nichts heraus angefangen nachts zu brechen. Nicht regelmäßig jeden Tag, aber oft. Tagsüber alles okay, nachts gebrochen und dann auch nicht mehr eingekriegt. Die Ärztin meinte mit dem Magen und so sei alles okay und fragte dann nach obs irgendwelche anderen Probleme gibt. Schnell wars klar...psychisches Problem. Ich hab vorher auch nie recht an sowas geglaubt bzw. tu mich auch heute schwer damit, aber was ist wenns wirklich so ist?

Hallo Kallimaus,

der Vater hat diese Situation selbst verschuldet und anscheinend nicht das nötige Interesse eine längere Eingewöhnungsphase durch zu halten. Du hast bisher alles richtig gemacht bis auf eins: du hättest von Anfang an keine längeren Pausen akzeptieren dürfen...ihr habt es Beide schleifen lassen. Ich würde es nun so handhaben: wenn der Vater nicht in der LAge ist eine Regelmäigkeit in den Umgang zu bringen die keine langen Pausen beeinhaltet, dann brich den Umgang ganz ab und lass einen Richter entscheiden falls er sein Umgangsrecht einklagt. Denn auch ein Richter wird ihm das so erklären wie du es schon getan hast...erst Vertrauen schaffen, dann Übernachtung in Angriff nehmen. Der Richter entscheidet immer zum Wohle des Kindes...du schreibst Kinderwagen...wie alt ist das Kind? Gerade bei Kindern unter 4 Jahren ist es eine sensible Angelegenheit, da muss mann nicht mit Gewalt Ängste schüren, sowas bleibt haften.

Die Frage ist ja, weiß das Kind wer ihr Vater ist. Bei so wenig Kontakt wage ich das zu bezweifeln. Dann hab ich halt Angst, dass es für sie so ist..hey Mama gibt mich einfach an einen Fremden ab. Weiß nicht, aber da habe ich ganz große Gewissensbisse.

Auch wenn es schmerzt:

Lass ihn sich zu den Besuchszeiten alleine um sein Kind kümmern!

Ich weiß ja nicht wie alt die Kleine ist, aber sie wird sich nur dann an einen regelmäßigen Umgang mit ihrem Vater gewöhnen, wenn du als Mutter ihr das Gefühl gibst es ist in Ordnung so.

Wenn sie Theater macht bei der Verabschiedung mach das kurz und schmerzlos - sie wird sich schnell beruhigen und kann dann den Tag mit ihrem Vater genießen.

Er ist ihr Vater und du musst ihm zutrauen, dass er sich gut um seine Tochter kümmert.

Du kannst nicht alles kontollieren......irgendwann soll die Kleine ja sicher auch mal über Nacht bei ihm bleiben - wie soll das gehen, wenn du ihn noch nicht mal mit ihr über tags alleine lässt?

Ich will dich n icht angreifen, aber du musst lernen los zu lassen - auch wenn du glaubst, dass sei zu früh.

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