Rhytmische sportgymnastik erfolg mit 15?

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5 Antworten

Hallo,

ganz ehrlich? Als Hobby ist es natürlich okay, jetzt noch zu beginnen, aber für Wettkämpfe wird es, fürchte ich, auch dann nicht mehr reichen, wenn du ab sofort dein Leben komplett umkrempelst und in einem Leistungszentrum 6 x pro Woche mehrere Stunden täglich trainierst. Das wäre aber nötig, um den Rückstand, den du jetzt schon hast, noch aufzuholen. Ballett ist zwar sicher eine gute Basis und wird von den RSG-Sportlerinnen immer zusätzlich trainiert, hilft aber nicht mehr so viel, um die Techniken mit den Geräten nachzulernen und zu trainieren. Du wirst sehen, dass es zwar sehr schön, aber gar nicht leicht ist, mit Keulen, Ball, Reifen, Band und Ringen zurechtzukommen.

Selbst wenn du es schaffst, dich unter den neuen Lebensumständen (willst du das wirklich?) noch dem Wettkampfniveau anzunähern, musst du damit rechnen, dass du dann schon etwa 20 sein wirst, dich aber die viel jüngeren Gymnastinnen überholen und überflügeln werden. Du wirst also nicht nur zu kämpfen haben, um aufzuholen, was die Konkurrentinnen von Kindesbeinen an lernen und trainieren, sondern du wirst auch ständig gegen das Alter ankämpfen müssen. 

Weiters stellt sich die Frage, wie du die Schule weitermachen und ein Studium oder eine Berufsausbildung daneben unterbringen willst. Von Berufs wegen kannst du ja mit RSG nicht gar so viel anfangen. Du könntest später einmal die Trainerausbildung machen, allerdings stellen erfahrungsgemäß die Sportvereine lieber Trainer ein, die über ausreichend Wettkampferfahrung verfügen. Du wirst also auch da keine allzu guten Karten haben.  

Sei mir nicht böse, wenn ich dir so schonungslos sage, wie deine Chancen stehen. Ich finde es immer verantwortungslos, mit der "Wenn-du-willst-kannst-du-alles"-Theorie zu kommen und junge Menschen damit blauäugig ins Unglück laufen zu lassen.

Noch einmal: RSG ist eine wunderschöne Sportart und wenn du es hobbymäßig mit etwa 2 bis 3 x Training pro Woche machen möchtest, kann ich nur sagen, bitte mach' es und hab ganz viel Spaß dabei. Um es dabei aber tatsächlich bis an die Spitze und zu großen Wettkämpfen zu schaffen, bist du einfach schon zu spät dran. Ich habe einmal längere Zeit in einem Verein Ballett unterrichtet. Die Mädchen waren mit 15 schon unheimlich gut und haben schon an großen Wettkämpfen teilgenommen. Einige von ihnen haben aber bereits mit 18 bis 20 mit dem Spitzensport wieder aufgehört und ihre Berufsausbildungen begonnen. Rechne dir also selbst aus, wie das bei dir wäre. 

Wenn du  noch weitere Fragen dazu hast, kannst du dich gerne wieder bei mir melden.

Sehr liebe Grüße 

Lilly "Tanzistleben"

Klar, es ist schwer, jetzt noch damit anzufangen. Aber du hast gute Chancen. Und ich hielt dieses "Wenn du willst geht das" immer für total sinnlos, aber ich habe letztes Jahr mit 14 TGW/TGM angefangen und direkt an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Zur Olympiade dieses Jahr schaffst du es mit Sicherheit nichtmehr 😉 aber probiers doch einfach aus. Du hast ja nicht das Ziel an internationalen und nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, und an anderen Wettkämpfen kann man auch nochier teilnehmen wenn man mit 15 "erst" anfängt.

Viel Erfolg und gaaaanz viel Spaß 💕

Korbluma

Mit 15 anzufangen ist schon spät, wenn man mal Wettkampfturnen will.... Hängt aber ganz von deinem Ehrgeiz und Talent ab, wie weit du es bringst. Ich würde es probieren.

Hey :)

Durch Ballett hast du auf jeden Fall schonmal gute Grundvorraussetzungen, wie hilfreich genau diese sind, kommt natürlich auch darauf an, auf welchem Niveau du bisher bist.

Grundsätzlich ist es in deiner Altersklasse schwierig, die anderen einzuholen, mit intensivem Training und viel Ehrgeiz wäre es aber in ein paar Jahren möglich. Das hängt einfach ganz von dir ab, ich würde es an deiner Stelle einfach probieren.

LG

Na klar,
Geb nich auf es ist nie zu spät :)
Wer sagt dass es für die Olympiade zu spät ist? Wenn du dir jetzt noch Erfahrung holst würdest du es schaffen.

turnmami 27.07.2016, 16:34

naja, für Olympia wird es in der Sportart in dem Alter nicht mehr reichen. Da haben die Spitzengymnastinnen bereits ca 10 Jahr Vorsprung!

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