Rhesus test für kindsvater in der Schwangerschaft?

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3 Antworten

Blut hat neben den Blutgruppen (A, B, AB und 0) weitere Eigenschaften; unter anderem den Rhesusfaktor, auch Faktor D genannt. Das sind Proteine, die auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen sitzen. Fehlen sie, gilt das Blut als Rhesus-negativ. Dies ist bei ca. 15% der europäischen Bevölkerung der Fall.

Ist eine Rhesus-negative Mutter von einem Rhesus-positiven Mann schwanger, kann dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Rhesusfaktor an das Kind vererben.

Wenn bei einer früheren Bluttransfusionen, unter bestimmten Voraussetzungen bei einer vorausgegangenen Schwangerschaft, Fehlgeburt oder bei der Geburt Rhesus-positives Blut auf einen Rhesus-negativen Frau übertragen wurde, erkennt ihr Immunsystem dann die Rhesusfaktoren als fremd an und bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen sie. Wird die Mutter erneut mit einem Rhesus-positiven Kind schwanger, können ihre Antikörper durch die Plazenta in den Blutkreislauf des Ungeborenen gelangen und seine roten Blutkörperchen zerstören. Dies kann unter anderem zu Blutarmut, Gelbsucht, Wassersucht oder schweren Missbildungen führen und lebensbedrohlich für das Kind sein.

Deshalb wird bei allen Rhesus-negativen Schwangeren neben den üblichen Antikörper-Suchtests auch die sogenannte Anti-D-Prophylaxe mit Immunglobulinen durchgeführt. Das sind Antikörper gegen den Rhesusfaktor und besetzen die vom Kind stammenden Rhesus-positiven Blutkörperchen, sobald sie ins Blut der Mutter gelangen. Diese werden zerstört, bevor
sie das Immunsystem der Mutter sensibilisieren können. Sofort nach der Geburt wird das Blut des Kindes getestet. Ist es Rhesus-positiv, bekommt die Mutter erneut prophylaktisch Immunglobuline.

Es ist absolut nicht üblich, dieses Vorgehen mit dem Wissen um den Rhesusfaktor des vermeintlichen Kindsvater zu ändern, da niemand weiß, ob er auch tatsächlich der leibliche Vater ist.

Niemand würde das Risiko eingehen, eine Rhesusfaktor-Unverträglichkeit in der nächsten Schwangerschaft in Kauf zu nehmen, da es doch tatsächlich schon zweifelhafte Angaben zum Kindsvater gegeben hat.


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Der Rhesus Faktor ist keine Krankheit :D darauf muss nur die Mutter getestet werden, das ist ein Faktor im Blut, der entweder Positiv oder Negativ Ausfallen kann (die überwiegende Mehrheit der Menschen ist Positiv) wenn man Schwanger ist und Positiv ist und das Kind Negativ entwickelt die Mutter Antikörper gegen den Negativ Rhesusfaktor des Kindes. Wird die Mutter dann ein zweites mal Schwanger (wieder mit einem Rhesus Negativ Kind) kann es passieren das die Antikörper das Kind angreifen und schädigen

deswegen wird die Mutter getestet und bei bedarf werden Medikamente verabreicht 

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Kommentar von JustHisGirl
11.04.2016, 16:12

Klar aber mein Arzt hat gesagt mein freund muss sich testen lassen und er braucht eine richtige Bestätigung von seinem Arzt ob er positiv oder negativ?!

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Kommentar von JustHisGirl
11.04.2016, 16:12

Und er hat irgendwas gesagt, dass ich, wenn irgendwas wäre, und er negativ ist, ich eine spritze kriegen muss und ka

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Kommentar von Evita88
11.04.2016, 16:59

Es ist genau umgekehrt. ;-) Wenn die Mutter negativ und das Baby positiv ist, bildet sie Antikörper gegen den Rhesusfaktor.

Deswegen wird bei Rhesus-negativen Frauen eine Anti-D-Prophylaxe vorgenommen, damit es in Folgeschwangerschaften keine Probleme gibt.

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