Rhesus-Inkompatibilität

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4 Antworten

Hi Xylokai, die Prophylaxe funktioniert in zwei Stufen. Zur Vorsorge wird der rhesus neg. Schwangeren in der 28. Schwangerschaftswoche eine Dosis Anti-D-Immunglobulin verabreicht. So wird eine Sensibilisierung "während" der Schwangerschaft verhindert. (Dieser Schritt wird nicht in allen Krankenhäusern verfolgt) Nach der Geburt des rhesus pos. Kindes erhält die Mutter erneut eine Dosis Anti-D-Immunglobulin. Dadurch wird die Sensibilisierung durch D-positives Blut, das während der Geburt in den Kreislauf der Mutter gelangt ist, verhindert. Das Immunglobulin soll 2 – 72 Stunden nach der Geburt gespritzt werden. Danach läuft manchmal nochmal eine Blutuntersuchung - muss aber nicht immer sein.

Wird dieser zweite Schritt ausgelassen, würde man dem Immunsystem der Mutter wieder die Chance geben Antikörper zu bilden. Und um dieses Risiko auszuschließen, gibt man es erneut. =)

Hoffe, dass dir das hilft. Arramia

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Kommentar von Xylokai
31.01.2013, 11:56

Herzlichen Dank :D

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Kommentar von Arramia
31.01.2013, 11:56

Es ist aber wirklich selten, dass Fehlgeburten aufgrund von Rhesus-Unverträglichkeit vorkommen. Es ist doch Standart, das Blut der Schwangeren darauf zu testen . . . es ist zumindest lange her, das ich von so einem Fall gehört habe.

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Nach jeder Schwangerschaft (auch Fehlgeburt) muss wieder zwingend Anti D gespritzt werden. Ursache für die Fehlgeburten und die Komplikation in der aktuellen Schwangerschaft war ein Kunstfehler, weil man versäumt hat Anti D zu spritzen.

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was meine vorredner gesagt haben ist korrekt,aber warum in diesen speziellen geschilderten fall nach der geburt noch anti-D gespritzt wird kann ich nicht ganz nachvollziehen. wahrscheinlich war das erste kind schon rhesus positiv,wodurch es zu einer immunisierung kam. weil damals wahrscheinlich verpasst wurde anti-D zu geben wurde durch die darauffolgenden (sicher wieder rhesus positiven) kinder der antikörper auf ein maximum "getrieben",was dann auch die fehlgeburten zur folge hatte,und bei dem vierten kind schon während der ss eine massive hämolyse ausgelöst hat. der antikörper ist jetzt so hochtitrig,dass er lebenslang persistieren wird. zwar wird im verlauf die konzentration etwas abfallen,aber bei dem nächsten antigen kontakt "schnellt" er sofort wieder in die höhe und es kommt erneut zur hämolyse. das jetzt im nachhinein verabreichte anti-D kann daran nichts mehr ändern

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Die Rhesus-Prophylaxe funktioniert in zwei Stufen:

Zur Vorsorge wird rhesus-negativen Schwangeren in der 28. – 30. Schwangerschaftswoche eine Dosis Anti-D-Immunglobulin verabreicht. So wird eine Sensibilisierung während der Schwangerschaft verhindert.

Nach der Geburt eines rhesus-positiven Kindes erhält die Mutter erneut eine Dosis Anti-D-Immunglobulin. Dadurch wird die Sensibilisierung durch D-positives Blut, das während der Geburt in den Kreislauf der Mutter gelangt ist, verhindert. Das Immunglobulin soll 2 – 72 Stunden nach der Geburt gespritzt werden.

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Kommentar von Xylokai
31.01.2013, 11:56

Vielen Dank ;D

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