Rezidivierende Depression?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Fakt ist, dass er professionelle Hilfe benötigt. Darum kommt man nicht herum. Ich habe jedoch in deinen Kommentaren zu anderen Antworten gelesen, dass er sich nicht helfenlassen will. Das Problem ist, dass man niemanden zwingen kann sich helfen zu lassen.

Bei Depressionen sowie Angststörungen ist eine längere intensive Psychotherapie elementarer Bestandteil jeder Behandlung, doch diese funktioniert nur durch die Offenheit und den Willen mitzuarbeiten des Patienten. Niemand kann therapiert werden, wenn er sich weigert.

Bei den Medikamenten muss man zwischen Angststörungen und Depressionen unterscheiden. Bei Angststörungen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Medikamente auch helfen, wenn man nicht auf ihre Wirkung vertraut. Bei Depressionen hingegen ist die Ansprechrate einiges tiefer bzw. hat der Placebo-Effekt einen entscheidenden Anteil. Sicher helfen diese Medikamente auch bei Depressionen ohne das man daran glaubt, doch die Wahrscheinlichkeit ist einfach tiefer als bei Angststörungen. Eingesetzt zur Behandlung beider Krankheitsbilder werden primär die gleichen Medikamente: Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI/SNRI. Hier ein mehr Fachinformationen zu diesen.

Ein weiteres Problem ist, dass Antidepressiva zu Beginn der Einnahme (in den ersten Wochen) starke Nebenwirkungen haben können. Man muss also bereit sein diese in Kauf zu nehmen und einiges an Durchhaltewille zeigen. Dies ist schwer bei jemandem der die Medikation ablehnt.

Wie du dein Lebensgefährte überzeugen kannst professionelle Hilfe anzunehmen kann dir hier wohl niemand beantworten. Dazu müsste man ihn persönlich kennen. Manchmal hilft es, dass Betroffene mit anderen Betroffenen sprechen die positive Erfahrungen gemacht haben. Manchmal ist es für Betroffene einfacher erst einmal zum Hausarzt zu gehen. Dieser kann auch Medikamente verschreiben, doch keine Psychotherapie durchführen. Wenn er körperlich stark krank ist, geht er schliesslich auch zum Hausarzt.

Für mich war das Ganze einfach reine Buchhaltung, denn auch ich nehme nicht gerne Medikamente: Was ist schlimmer? Die Beschwerden oder die Nebenwirkungen der Medikamente? Dazu musste ich diese Tabletten jedoch erst einmal probieren.

Antidepressiva, z. B. Fluoxetin. Wirken aber erst nach knapp 2 Wochen.

Ja toll, hilft nichts, wenn er keine Medikamente nehmen will. Auf sowas wäre ich auch selber gekommen.

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@Dreamborn

Wenn Du ihm sofort helfen willst, bring ihn ins nächste Krankenhaus. Dort bekommt er - zumindest für die Nacht - ein Beruhigungsmittel. Ansonsten fällt mir nix ein.

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@kappaomega

Danke für den Tipp. Das werde ich sicher nicht tun. Das ist eine lebenslange Störung, kein akuter Selbstmord-Wunsch.

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Kann mir ein Psychologe hier vielleicht helfen, was ich gegen seine Angstzustände nachts machen kann?

wieso du?!

dein Partner muss eine Therapie machen

Man möchte dem Menschen, den man liebt, ja gerne helfen, oder?

Ja, das war eine rethorische Frage.

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