Rezeptfreie Medis gegen Panikattacken?

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4 Antworten

Hallo, also mir ist nicht bekannt, dass Panikattacken etwas mit Vitaminmangel zu tun haben und da gibt es auch keine freikäufliche Medikamente für. Ich leide selber darunter, habe sie aber durch Therapie und Medikamente in den Griff bekommen. Mein Psychiater hat mir erklärt, dass diese Attacken immer durch die Psyche ausgelöst werden. Ich weiß nicht, wie du das empfindest, denn es ist ja ein Gefühl, als wenn du sterben müsstest. Wenn du das öfter bekommst, rate ich dir einen Arzt aufzusuchen, denn das kann dich ganz tief runterziehen.  

Kommentar von Docvomdorf
15.02.2016, 23:33

Sorry, aber das ist leider so nicht ganz richtig. 

Der statistisch häufigere Teil von Angst- und Panikstörungen ist zwar in der Tat mit psychischen Grund- oder Begleiterkrankungen vergesellschaftet. Und die Wahrnehmung der Angst ist letztlich immer ein psychischer Prozess.

Aber Auslöser kann sehr wohl auch eine körperliche Erkrankung sein, nicht selten Störungen des endokrinen Systems oder eben ein Vitaminmangel. So ist seit langem bekannt und wird auch in der Praxis immer wieder gesehen, dass z.B. ein Mangel am Vitamin B12 oder Vitamin D mit Depressionen und Angstepisoden einhergehen kann. Das gleiche gilt für Elektrolyte wie Magnesium oder Kalium und natürlich für den Sauerstofftransporter Eisen.

 

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Damit musst du zu einem Psychiater der kann dich auf Medikamente einstellen das sind dann auch wirklich welche die helfen
Ohne Rezept gibt es nichts Panikatacken sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen
Die müssen richtig behandelt werden
Es ist auch ratsam eine Therapie zu machen
Da gibt es kein Wundermittel aus der Apotheke

Die gibt es, sind aber meist kontraproduktiv. Vor der Medikation steht immer die Diagnose. Das klingt banal, ist aber wichtig. Denn nicht nur psychische, sondern auch physische Probleme können Angst- und Panikattacken hervorrufen. So z.B. der Mangel an bestimmten Vitaminen oder Elektrolyten, Hormonstörungen der Schilddrüse oder der Nebenniere, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Arzneimittelnebenwirkungen u.v.m.

Nimmt man jetzt eines der als "Beruhigungsmittel" gepriesenen freien Präparate wie Baldrian, Hopfen oder Schlafmittel auf der Basis der H1-Antihistaminika (z.B. Diphenhydramin oder Doxylamin), so verstärkt man einerseits möglicherweise die zugrunde liegende Krankheit (z.B. niedriger Blutdruck wird noch niedriger) oder hat Arzneimittelwechselwirkungen.

Und andererseits haben alle diese Präparate einen so genannte "hang over"-Effekt, der Angst- und Panikstörungen noch verstärken kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Besuch beim Arzt ist die bessere Lösung.

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