Revolution 1848/49 Kaiserkrone

2 Antworten

Darum: Der romantisch veranlagte und politisch wankelmütige Friedrich Wilhelm IV. war jedoch – unabhängig von den politischen Implikationen einer deutschen Einigung – keineswegs bereit, vom Prinzip des Gottesgnadentums grundsätzlich abzuweichen und dieses Angebot anzunehmen. Für ihn war es bereits eine zu weit gehende Niederlage, dass er nach dem Barrikadenaufstand und den folgenden Unruhen 1848 eine preußische Verfassung ankündigen und eine Preußische Nationalversammlung einberufen musste und somit konstitutionell-parlamentarische Einschränkungen seiner Regierungsgewalt zu erwarten hatte. Schon aus grundsätzlichen Erwägungen hatte die Kaiserkrone aus der Hand eines demokratischen Parlaments für ihn nichts mit der deutschen Königs- und Kaiserwürde zu tun, sondern war für ihn ein „imaginärer Reif aus Dreck und Letten“.

Quelle: Wikipedia.de

Das beantwortet meine Frage nicht ganz:

Ich wollte wissen, wieso er sie erst annahm, also wieso er zustimmte, eine Verfassung zu schreiben. Ich meine, er hätte doch gleich sagen können, dass alles so bleiben soll wie es ist. So oder so entstehen doch wieder Aufstände, oder?

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Die Regenten im Deutschen Bund waren 1848 mehr oder weniger in Schockstarre wegen der Barrikadenkämpfe und der revolutionären Bewegungen. So auch der preußische König. Die Nationalversammlung wurde gewährt, aber da man sich dort sehr lange nicht einig wurde und eine Verfassung erst nach einem Jahr (!) beschlossen wurde, hatten sich die Herrschenden von ihrem "Schock" erholt und waren nun wieder selbstsicher genug, um die Forderungen der Revolutionäre abzuweisen. Friedrich Wilhelm IV. hat das eben getan indem er die ihm angebotene Krone so diffamiert hat.

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