Revision und Berufung? Was ist der Unterschied

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Gegen Urteile des Amtsgerichts kann sowohl die Berufung als auch die Revision eingelegt werden. Die Berufung bedarf keiner Begründung und es wird in der nächsthöheren Instanz (Landgericht) neu verhandelt, mit Ladung sämtlicher Beteiligten. Die Revision übersrpringt die nächsthöhere Instanz (auch Sprungrevision genannt) und bedarf einer schriftlichen Begründung die von einen Anwalt verfasst werden muss. Revision kann der Verurteilte zunächst selbst einlegen, innerhalb einer Woche nach Urteilsverkündung. Spätestens einen Monat nach Zustellung des Urteils muss die Begründung erfolgen hier jedoch nur durch einen Anwalt. Die Revision wird dann durch das zuständige Gericht geprüft. Eine öffentliche Verhandlung findet nicht mehr statt. Es wird nur noch geprüft ob sogenannte Verfahrensfehler vorliegen. Ob z. B. Beweismittel nicht, oder nicht genügend gewürdigt wurden, ein Zeuge nicht geladen wurde, ein Gutachten nicht entsprechend berücksichtigt wurde und so weiter. Es gibt da einiges was an Gründen aufgeführt wird. Wird die Revision verworfen ist das Urteil sofort rechtskräftig.

Und was ist dann wiederum Einspruch?

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@NicholasthesII

Den gibt es in den Instanzen bei Strafvervahren nicht, zumindest in Deutschland. Es gibt noch die Beschwerde, die allerdings nur im Vorverfahren möglich ist. Lies danzu am Besten mal ab § 304 StPO.

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@blackleather

Einsprüche gibt sicher einige aber ich meinte § 304 StPO !!! Mannomann!

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@Artus01

Einspruch gibt es natürlich auch in der StPO. Und was ist mit allgemeiner Sachrüge. Artus, come on. Du hast keinen plan.

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In Bezug auf Strafsachen: Berufung kannst du nur gegen ein Urteil zB des Amtsgerichts erheben. Wenn du also mit dem Urteil des Amtsgerichts nicht einverstanden bist, legst du Berufung ein, und die Sache wird (unter Umständen mit der Zulassung neuer Beweise) vor der kleinen Strafkammer des Landgerichts neu verhandelt.

Gegen dieses Urteil wäre dann nur noch Revision vor dem Oberlandesgericht möglich - aber nur wenn Verfahrensfehler begangen wurden.

Angelgenheiten die gleich vor dem Landgericht und nicht vor dem Amtsgericht verhandelt werden (zB Mord etc...) - ist keine Berufung möglich - sondern nur Revision.

Revision=Rechtsinstanz, die Anwendung de Rechts wird kontroliert. Hat der Richter die Gesetze richtig angewendet. Berufung=Tatsacheninstanz. Es wird nochmal Beweis erhoben.

"Und was passiert wenn man jenes einlegt?"

Bei der Revision wird nur überprüft, ob das Gesetz auf den in der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt richtig angewendet wurde.

Bei der Berufung werden alle Zeugen nochmal gehört und soweiter. Es gibt dann ein neues Urteil aufgrund der Beweisaufnahme in der Berufungsinstanz.

Ist das klar?

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