Rettungsdienstgebühr

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Die Krankenkassen zahlen den Rettungsdienst nur, wenn ein Transport in eine Einrichtung medizinischer Hilfeleistung stattgefunden hat nach § 60 Abs 3 SGB V:

http://dejure.org/gesetze/SGB_V/60.html

Allerdings hat der Träger des Rettungsdiensts, also die Kommune die RD-Versorgung sicher zu stellen und damit auch das Kostenrisiko für Einsätze, die ohne Transport enden.

Eine Ausnahme davon wären nur Alarmierungen, die völlig unnötig waren, weil leicht zu erkennenderweise kein Notfall vorlag (z.B. Erkältung mit Fieber).

Eine Bewusstlosigkeit ist definitiv und ohne jeden Zweifel ein Notfall und der Notruf berechtigt.

Die Feuerwehr hat wahrscheinlich, wie heute jede Behörde, politische Anweisung, zu versuchen, irgendwie unter allen Umständen Geld einzutreiben. Denn bedenke bitte: Sozialleistungen - und dazu gehört auch Krankenhilfe - müssen gekürzt werden zugunsten Not leidender Banken.

Ich hab schon öfter gehört, daß Feuerwehren auch die Hilfeleistung abrechnen, scheint dann bei euch in Aachen auch so zu sein. Wenn deine Frau ohmächtig war und gezuckt hat finde ich es sowieso sehr sehr unvernünftig das nicht im Krankenhaus abklären zu lassen da kann ich die Besatzung nicht verstehen. Generalisierte Krampfanfälle kommen ja schließlich vom Hirn. Die Abrechnung mit der Kasse erfolgt wirklich nur bei einem Transport, wenn der aufnehmende Arzt einen Tschein ausstellt. Ohne Transportschein keine Abrechnung mit der Kasse. Ich würde mal da (bei der Feuerwehr) anrufen und das persönlich klären.

Grundsätzlich ist, nach deutschem Gesetz und den entsprechenden Vereinbarungen mit den Krankenkassen, der Rettungsdienst in Deutschland eine Transportleistung. Dementprechend kann nur abgerechnet werden wenn transportiert wird. Da würden dann die Besatzung vom Rettungswagen (und ggf. vom Notarzteinsatzfahrzeug) in der Klinik einen Transportschein bekommen, der dann direkt mit der Krankenkasse abgerechnet wird.

Da bei euch kein Transport statt gefunden hat, kann der Rettungswagen schonmal nichts abrechnen.

Der Notarzt hingegen kann, soweit ich weiß, für jeden Einsatz abrechnen. Allerdings sollte auch das dann mit der Krankenkasse direkt passieren und nicht erst über den Patienten. Dementsprechend würde ich mich, an deiner Stelle, erstmal mit meiner Krankenkasse in Verbindung setzen. Die Krankenkasse ist dazu verpflichtet die Kosten zu übernehmen.

Ggf. würde ich mich ebenfalls mit dem durchführenden Unternehmen (ASB ? DRK ? JUH ? MHD ? Ein privater Rettungsdienstanbieter ?) in Verbindung setzen um zu fragen warum du die Rechnung bekommen hast und nicht direkt die Krankenkasse.

Danke erstmal für die Antwort. Also die Krankenkasse meint das Sie erst zahlen würde, wenn ein Transport statt findet. Sie meint also ich muss die Kosten tragen. Dann habe ich gesagt sollten wir mit dem Krankenwagen trotzdem ins Krankenhaus fahren und von da aus einfach zurück? Da meinte die aok, ja dann würden wir denn Krankenwagen zahlen und Sie nur 10€. Was ich ziemlich schwachsinnig finde. Und die Feuerwehr von denen ich den Brief bekommen habe sagt, das ich den Brief erhalten habe, weil die AOK es nicht zahlt ich soll es mit der Krankenkasse klären.

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@ Endschrei "> Da bei euch kein Transport statt gefunden hat, kann der Rettungswagen schonmal nichts abrechnen."

Das stimmt so nicht!!

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@Imker2306

Für den Rettungswagen stimmt das schon. Nur der Notarzt kann abrechnen, der Rettungswagen an sich erbringt erst durch den Transport eine abrechnungsfähige Leistung.

edit: ich seh grad du hattest die Diskussion schonmal bei ner anderen Frage... Dürfte dann wohl tatsächlich regional sehr unterschiedlich sein.

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@Endschrei

Ich hab das mit der Rechnungsstellung auch schon öfter gehört, aber immer nur im Zusammenhang mit nicht erfolgten Transporten der Feuerwehr als Trägergesellschaft. Vielleicht dürfen die ja anders abrechnen.

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@sachlich123

Ich hab halt bisher immer gehört dass der Rettungsdienst an sich (wohlgemerkt der NICHTärztliche) nach wie vor vom Gesetz und den Krankenkassen als reine Transportleistung gesehen wird. Fehlfahrten, Mitfahrverweigerungen usw. werden bei uns einfach erfasst und wenn mit den Krankenkassen über neue Tarife verhandelt wird wird das ganze so berechnet, dass die Fehlfahrten von den abgerechneten Fahrten mitfinanziert werden.

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