Resturlaub bezahlt nach Kündigung?

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4 Antworten

Damit einem beim Ausscheiden in der 2. Jahreshaelfte der gesamte Jahresurlaub zusteht, muss das Arbeitsverhaeltnis mehr als 6 Monate bestanden haben. Wenn du also am 15. Maerz bereits dort beschaeftigt warts und am 15. September ausscheiden wirst, hast du Anspruch auf den auf den gesetzlichen Mindesturlaub von 4 Wochen. 

Wurde arbeits- oder tarifvertraglich mehr Urlaub vereinbart, kommt es bezuegl. des den gesetzlichen Mindestanspruch ueberschreitenden Urlaubsteils auf die vertraglichen Vereinbarungen dazu an. Ohne entsprechende Vereinbarungen steht dir auch der vollstaendig zu.

Abzuziehen sind aber natuerlich immer die Urlaubstage, die du im laufenden Jahr bereits fuer das laufende Jahr erhalten hast (beim derzeitigen oder einem eventuellen vorherigen Arbeitgeber). 

Urlaub, der wegen des Ausscheidens nicht mehr genommen werden kann, muss ausgezahlt werden.

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Kommentar von Francesssss
21.07.2017, 07:33

Teilurlaub im Ein- und Austrittsjahr: "Im Laufe des Kalenderjahres eintretende oder ausscheidende Arbeitnehmer ha- ben Anspruch auf so viele Zwölftel ihres Jahresurlaubs, wie sie in diesem Jahr volle Kalendermonate im Betrieb beschäftigt worden sind. Scheidet der Arbeitnehmer nach dem 15. eines Monats aus, so zählt dieser Monat als voller Kalendermonat" das steht zum Urlaub in meinem Vertrag. Heißt, dass ich leider nicht die vollen Urlaubstage des Jahres mitnehmen kann, sondern nur die der Monate die ich noch bleibe oder ? Danke euch sehr lg

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länger als 6 Monate im Betrieb = voller Urlaubsanspruch -

da du eine 4-wöchige Kündigungsfrist hast, kannst da den Urlaub nehmen sofern keine betrieblichen Belange dagegen stehen, sonst muss er ausbezahlt werden

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Was steht denn genau zur Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag? Steht da vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats oder beträgt die Frist einen Monat? Wenn die Frist einen Monat beträgt, steht meist "zum Monatsende" dabei, dann kannst Du nicht zum 15. September kündigen.

Was steht denn genau zum Urlaubsanspruch im Arbeitsvertrag? Gibt es eine "Zwölftelregelung" oder findet ein entsprechender Tarifvertrag Anwendung? Hast Du nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub von vier Wochen oder gibt es mehr Urlaubstage?

Richtig ist, dass Du beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte Anspruch auf den kompletten gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub von vier Wochen hast, wenn Du die Wartezeit von sechs Monaten erfüllt hast.

Gibt es mehr als den gesetzlichen Mindesturlaub hast Du Anspruch auf 8/12 des Jahresurlaubs (wenn Du schon das komplette Jahr dort gearbeitet hast), da man für jeden vollen Monat 1/12 des vereinbarten Urlaubs erwirbt.

Ergibt die Zwölftelung weniger als vier Wochen, stehen Dir diese auch bei der Zwölftelregelung zu.

Gibt es keine Zwölftelregelung und Du hast mehr als den Mindesturlaub, stehen Dir auch diese Urlaubstage selbstverständlich zu.

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Ja, bekommst du bezahlt. Deine 2 Wochen Urlaubsanspruch hättest du ja auch eher nehmen können, da wären sie auch bezahlt gewesen. Wann du deinen gesetzlichen Urlaub nimmst ist dir überlassen. Der ist aber immer bezahlt, auch wenn du im Anschluss die Firma verlässt.

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Kommentar von HoskevonBerg
20.07.2017, 09:36

Nicht so ganz, wenn der AG kann auch darauf bestehen das er bis zu seinem Ausscheiden den Urlaub nimmt. Du hast keine Auswahl.

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