Resturlaub bei Kündigung durch Arbeitnehmer, evtl. Fehler im Kündigungsschreiben

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4 Antworten

Das BUrlG rechnet den Urlaub in Bruchteilen des Jahresurlaubs pro angefangenen Monat der Beschäftigungszeit.

§ 4 BurlG bestimmt aber, dass nach sechs Monaten Beschäftigung der volle Anspruch - Jahresanspruch - entsteht: http://www.buzer.de/gesetz/3512/a49770.htm.

Ob das für die 27 Tage gilt, weiss ich nicht sicher, aber die 24 des Gesetzes sind auf jeden Fall sicher.

Zur Frage nach dem Nehmen des Urlaubs bestimmt § 7 (darf leider keinen weiteren Link einfügen. Bescheuerte Forumsregel!), dass der Urlaub grds. vom AG auf einen anderen Termin als den gewünschten verschoben werden kann, wenn betriebliche Belange das erfordern.

Der AG muss den Anspruch dann in Geld abgelten.

Was Du im Kündigungsschrteiben gefordert hast, ist belanglos. Den Anspruch hast Du qua Gesetz und kannst ihn auch später noch geltend machen, wenn Du nicht gerade per Vergleich oder Verzichtserklärung ausdrücklich verzichtest.

Ich würde mit dem AG nochmal sehr deutlich darüber sprechen, dass Du Deinen Urlaub wünschst.

Wenn er das kategorisch ablehnt, würden manche sensiblere Menschen vielleicht sogar aus Kummer und Stress erkranken...

Also deine Berechnung des Urlaubs ist richtig. Denn der Urlaub wird eigentlich nicht in Tagen pro Jahr sondern in Tagen pro Monat gerechnet. Das sind dann bei dir 2,25 Tage pro Monat. Da du 7,5 Monate gearbeitet hast ergibt sich so etwa 17 Tage-5Tage =12 Tage Rest. Das mit dem Anspruch auf den gesamten Urlaub kann durchaus sein aber also mit den 19 Tagen Resturlaub aber bezahlt wirst du nur 12 bekommen. Zur 2. Frage. Du hast ein Recht auf deinen Urlaub ABER: Dies muss dem Arbeitgeber zumutbar sein. Dass heißt wenn du ein Projekt hast und relativ sehr kurzfristig kündigst könnte es dir passieren dass du den Urlaub nicht nehmen kannst da du den ja auch einreichen und genehmigen lassen musst. Das muss mit einem gewissen Vorlauf passieren damit sich der Arbeitgeber darauf vorbereiten kann. Solltest du den Urlaub nicht bekommen kannst du natürlich dagegen klagen aber wie gesagt es muss für den Arbeitgeber zumutbar sein. Du kannst Glück haben oder pech und der Richter verdonnert dich zur Arbeit und dein Arbeitgeber muss Überstunden bezahlen. Am besten du findest eine Lösung mit deinem jetzigen Arbeitgeber. Bei deinem neuen arbeitest du dann ja auch 3 oder 3,5 Monate das ergibt doch dann auch etwa 7 Tage Urlaub die du nehmen musst.

Ich interpretiere das so:

Je Monat bekommst Du 2 Tage und für je vier Monate einen 1 Tag. Das sind dann 14 Tage plus 2 Tage. Genommen hast Du 5 Tage, also bleiben Dir noch 11 Tage. Mag sein, dass der Chef Dir auch für den halben Februar einen Tag gewährt,

So wie du es beschrieben hast stehen dir 19 Tage Resturlaub zu und dein Chef kann nicht von dir verlangen, dass du durch arbeitest.

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