Respektrente,wäre es im Bereich eines möglichen Denkmodells, daß es den " Respektrentnern " dann besser geht als den noch im prekären Arbeitsmarkt befindlichen?

7 Antworten

Schon Deine Fragestellung empfinde ich irgendwie als höchst makaber:

  • zuerst gehen die Sozen mit Wolfgang Clement hin, und weiten den Niedriglohnsektor massiv aus, für die ganzen Minijobs wurden sogar bis 2013 überhaupt keine Rentenbeiträge gezahlt und können auch gar nicht Teil des "Respekts" sein
  • dann aber kommt 2019 dieser "Heilsbringer" daher und will für die Leute eine "Respektrente" einführen, die sich aber bei näherer Betrachtung als Nebelkerze entpuppt:

Die "Respektrente" soll 900 € betragen und wie eine normale Rente behandelt werden. Das bedeutet aber nach Abzug der Sozialbeiträge ca. 810 € netto. Vergleicht man das nun mit der Grundsicherung, so müsste man zunächst den derzeitigen Regelsatz von 424 € abziehen, verlieben also dann noch 386 € für die Warmmiete. Jeder der mit seiner Warmmiete darunter liegt, hätte mehr, aber alle anderen brauchen dann trotzdem noch Wohngeld oder Grundsicherung.

Letztlich ist das doch nur eine Verschiebung von der Grundsicherung zur "Respektrente" und zum Wohngeld, ohne das die meisten Betroffenen auch nur einen Cent mehr in der Tasche hätten.

Die Sozen wollen den den Wähler mal wieder für dumm verkaufen, fürchte ich. Aber die Umfragewerte hatten sich für die "Heilsbringer" nicht wesentlich verbessert und sind jetzt auch schon wieder rückläufig. LOL!

Nein, dafür reicht diese Respektente bei weitem nicht aus.
Das Modell springt heillos zu kurz.

Die Rentenformel wird nicht verändert.
Die Respektrente wird nominal bei 10% über HartzIV liegen, darüber hianus gibt es nix.
Die Niedriglöhner bleiben Niedriglöhner und können sich damit trösten irgendwann eine Respektrente zu erhalten.

Die SPD hat keine Lösung für das von ihr eingerichtete Desaster, der Agenda 2010.
Die CDU gleich gar niicht, da sie keine Sozialkompetenz hat.
Die Grünen ohnehin nicht, deren Öko Träume kann sich auch ein künftiger Respektrentner nicht leisten.

Die "Respektrente" gibt es nicht. Ob es sie je geben wird, steht in den Sternen.
Tatsache ist, dass es ein weiterer, kläglicher Versuch ist, unser komplett schlechtes System zu verschlimmbessern.
Früher oder später muss eine ECHTE Rentenreform z.B. nach österreichischem Vorbild her.

ja, die " Schere " geht halt immer weiter auseinander... auch wenn die Löhne steigen, so klafft es dann an anderen Themen wie Ehrenamt zum Beispiel... Aber die Politik schafft es nicht, hier einmal " zügelnd " beispielhaft voranzugehen, wenn sie ihre Tantiemen mal locker angepaßt jährlich " anzupassen "

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@bachforelle49

Die Rentenkasse muss endlich wieder abgedichtet werden. Die Rentenbeiträge gesichert sein. Wer einzahlt, muss auch den eingezahlten Betrag + Zinsen raus bekommen.
Sprich: Wenn die Damen und Herren in der Politik keine Kohle mehr für irgendwelchen Quatsch haben, dann sollen sie ihn wo anders abknapsen. Aber nicht an der Rente. Die muss sozusagen unantastbar werden.
Dann rechnet sich sogar das Umlagefinanzierte System, bei aktuellem Auszahlungsniveau.

Ausserdem will ich ein Leistungsorientiertes Rentensystem.
Wer sein Leben lang lernt und sich gut bezahlte Jobs erarbeitet, dem muss es am Ende auch besser gehen als einem Tagelöhner. Basta.
Es gilt das alte Sprichwort: "Hätteste halt mal was gelernt!"

Das Gemaule von wegen mimimi 50h Maloche Mindestlohn kann ich nicht mehr hören. Klar gibt es da Missstände. Aber dann engagiert man sich doch für einen höheren Mindestlohn und hört auf unberechtigt irgendwelche Kassen zu plündern, in die man nie ernsthaft eingezahlt hat.

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