Repräsentativ Berechnung?

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2 Antworten

Brav, wie politisch korrekt Ihr alle seid. Ich warte noch auf den Tag, an dem man nicht mehr von Weissen sprechen darf. Ich werde es vorsichtshalber heute schon im weiteren Text vermeiden.

Aber zu den Prozenten, die Astarte007 ganz vergaß: Zunächst mal würde ich den einen Menschen der gemischten Hautfarbengruppe - ohne ihn diskriminieren zu wollen (trotzdem hoffe ich mal, kein solcher liest diese Antwort) - aus der Gesamtpopulation der 100 Studenten entfernen, um einfacher mit Dritteln rechnen zu können. Wir haben also 2/3 Menschen schwachpigmentierter Hautfarbe und 1/3 Menschen starkpigmentierter Hautfarbe. Wenn nun an einer Befragung 6 schwach- und 6 stark-pigmentierte Menschen teilnehmen, dann habe ich jeweils 1/2. 1/2 ist nun im Vergleich zu 1/3 das 1,5-fache (1/3+1/6=1/2 oder auch 1/2 / 1/3 = 1,5)), also 50% überrepräsentiert. Analog sind die anderen mit 1/3 / 1/2 = 2/3 oder 66,667% unterrepräsentiert. Bei Deinen nur 3 Studenten, von denen dann sogar 100% schwachpigmentiert wären, hätte ich eine Überrepräsentation von 1 / 2/3 = 3/2 = 150%

Viel entscheidender ist hier allerdings, dass man in der Gesamtschau gewichten sollte, wenn man annimmt, dass die 50% starkpigmentierten der Stichprobe die 33,333% der Grundgesamtheit repräsentativ vertreten, und analog bei den schwachpigmentierten. Dann müsste man also die 12 Befragten so umgewichten, dass 2/3 von ihnen die Menschen schwachpigmentierter Hautfarbe und 1/3 diejenigen starkpigmentierter Hautfarbe repräsentieren, also 8 zu 4, d.h. man müsste die Antworten der ersteren, z.B. bei Mittelwertberechnung, mit 8/6 = 4/3 = 133,333% und die der letzteren mit 4/6 = 2/3 = 66,667% gewichten

Das ist meines Erachtens nach falsch ausgedrückt. Eine Uni ist nicht repräsentativ - jedenfalls nicht in dem Sinne, wie es die Statistik bzw die quantitative Forschung meint.

Im Sinne der Stastik meint überrepräsentiert, dass mehr Leute befragt wurden, als tatsächlich anteilsmässig vorhanden sind. In deinem Fall, sagen wir mal es gibt 100 Studenten. Dann sind 66 Weisse, 33 Starkpigmentiert, 1 ist gemischt. Wenn man davon jetzt 10 Leute befragen würde, weil man normalerweise nie alle befragt, müssten davon 6 weiss, 3 dunkel sein. Würden aber 6 starkpigmentierte Leute befragt, dann wären diese in der Befragung überrepräsentiert. Das wird gemacht, weil es sein kann, dass der Anteil der Bevölkerung, der befragt werden soll, so klein ist, dass man bei einem gewissen Grad an Ausfällen zu wenige Antworten hätte - und die Untersuchung dann nicht das liefert, was man Wissen will.

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