Rentnerin lebt in Trennung und muss ausziehen was steht ihr zu?

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4 Antworten

Und muss ihr Mann unterhalt an ihr zahlen sie sind schon über 10 Jahre verheiratet. 

In einer Ehe hat der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen ggf. Anspruch auf Unterhalt an den anderen Ehepartner - im Rahmen des "Familienunterhaltes".

  • Bei einer offiziellen Trennung wird dieser Anspruch dann zum "Trennungsunterhalt" und besteht bis zur Scheidung.

  • Ob nach der Scheidung noch Anspruch auf "nachehelichen Unterhalt" besteht, hängt von verschiedenen Umständen ab und wird im Rahmen des Scheidungsverfahrens festgelegt. (In der Regel wird dieser aber nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen)

Voraussetzung für Unterhalt ist aber immer, dass der Besserverdienende auch tatsächlich "leistungsfähig" ist, also sein eigenes "unterhaltsrelevantes Einkommen" oberhalb des "Selbstbehaltes" liegt (gegenüber Ehepartnern beträgt dieser derzeit 1200 Euro).

Der Unterhalt müsste vom Berechtigten eingefordert werden, ggf. per Anwalt.

Was steht ihr noch zu außer ihrer Rente? 

Hat der geringer Verdienende keinen Anspruch auf Unterhalt und reicht auch sein eigenes Einkommen (Verdienst, Rente...) nicht aus, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, müsste sie/ er ggf. staatliche Unterstützung beanspruchen (Wohngeld/ ALGII o. Grundsicherung).

Sie weiß nicht was Sie alles mit nehmen kann. 

Wurde kein extra Ehevertrag geschlossen, zu gilt die Ehe als "Zugewinngemeinschaft". Alles, was einem Ehepartner vor der Ehe allein gehörte, ist auch während der Ehe (und nach der Ehe) sein alleiniges Eigentum. Das, was die Ehepartner während der Ehe gemeinsam angeschafft haben, gehört beiden zu gleichen Teilen und muss bei einer Trennung/ Scheidung geteilt werden.

Ein Rentenversorgungsausgleich wird erst bei der Scheidung ausgesprochen. Bei einer Trennung kann sie nur ihren Mann auf Trennungsunterhalt verklagen. Wenn er nicht freiwillig zahlt, bleibt ihr gar nichts anderes übrig. Ein Rechtsanwalt hätte auch keine Probleme, die Rente des Mannes zu pfänden.

Ein Rechtsanwalt hätte auch keine Probleme, die Rente des Mannes zu pfänden.

Naja pfänden würde der GV, aber was gemeint ist sollte klar sein.

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Ggf. muss er Trennungsunterhalt zahlen, das kommt auf seine Einkommenshoehe und ihre Rente an.

Vom Hausrat gehoert ihr die Haelfte, sie kann also durchaus die Haelfte der Moebel mitnehmen. Wenn er nicht redet, dann kann sie ja eine Liste machen, was sie mitnehmen will und ihm das aufschreiben, wenn er dann immer noch nicht redet und nichts macht, dann kann sie das als ein okay betrachten

Sie sollte zum Anwalt und sich beraten lassen (Beratungsschein vom Amtsgericht holen), das ist das Beste, der sagt ihr, auf was zu achten ist und was zu tun ist.

Sie soll zu einem Anwalt gehen.

Sie kann sich kein Anwalt leisten. Muss man das über einen Anwalt klären?

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@Popstar2015

Dafür muss sie sich einen Beratungsgutschein holen. Dann kostet sie das nur 10 €

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@Popstar2015

Sie kann sich kein Anwalt leisten. Muss man das über einen Anwalt klären?

Wenn es zur Scheidung kommt, herrscht vor dem Familiengericht Anwaltszwang.

Ist die Scheidung einvernehmlich reicht es, wenn der Antragssteller sich vertreten lässt. Der Antragsgegner kann dann nur gegen den Scheidungsbeschluss keinen Rechtsmittelverzicht vor Ort erklären.

Ferner stimmt die Aussage nicht, sie könne sich keinen Anwalt leisten. Rechtsberatung ist kein Privileg der Besserverdienenden. Sie muss nur zum Amtsgericht, ihr Einkommen darlegen und wenn sie entsprechend bedürftig bzw. mittellos ist, erhält sie einen Beratungshilfeschein, für die Erstberatung bei einem Rechtsanwalt.

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Das kann sie. Sie kann sich einen Beratungsschein holen.

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