Rente/Sozialhilfe und Erbfall

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du im Leistungsbezug etwas erbst,dann ist das einmaliges Einkommen und wird auf deinen Bedarf angerechnet !

Du müsstest also dieses Haus verkaufen und solange dies nicht möglich ist,würdest du deine Leistungen in Form eines zinslosen Darlehens bekommen,was du dann nach dem Verkauf zurück zahlen müsstest.

Der Rest würde dann auf deinen Leistungsanspruch angerechnet und würde dann sehr wahrscheinlich zum Leistungsausschluss führen,weil du damit nicht nur deinen restlichen Bedarf decken könntest,sondern auch über deinem Schonvermögen liegen würdest.

Wenn du aber gar nicht vor hast dieses Haus zu verkaufen,dann würde ich an deiner Stelle einen Minijob annehmen,damit würdest du dann ggf.Anspruch auf einen Lastenzuschuss vom Amt für Wohngeld haben,wenn du das Mindesteinkommen erreichst.

Du hast zwar im SGB - Xll auf dein Erwerbseinkommen Freibeträge von pauschal 5,20 € für Arbeitsaufwendungen ( Fahrkosten,auch wenn keine anfallen ) und vom restlichen Einkommen noch mal 30 %,max.aber nicht mehr als ca.200 € vom Einkommen,aber wenn du z.B. deinen Hinzuverdienst zur Rente voll ausschöpfst und dann noch mehr anrechenbares Einkommen als deine dir zustehende Aufstockung hast,dann wirst du auch keinen Leistungsanspruch mehr haben und automatisch aus dem Bezug fallen.

Dann könntest du wie gesagt evtl.Anspruch auf diesen Lastenzuschuss haben,dass ist wie Wohngeld,nur für Eigentümer einer selbst bewohnten Immobilie.

Würdest du dann irgendwann deinen Job aufgeben,dann ist dein Haus kein einmaliges Einkommen mehr,sondern privilegiertes Vermögen,dass dann bei Angemessenheit nicht mehr veräußert werden müsste und selbst wenn es nicht angemessen sein würde,könntest du noch untervermieten.

Dann würde diese Miete aber als Einkommen auf deinen Bedarf angerechnet.

Angemessen würde ein eigen bewohntes Haus sein,wenn es ca. 90 qm ( für 1 Person + weitere 15 qm pro Person haben würde ) oder bei einer Eigentumswohnung ca.80 qm für die Antrag stellende Person + weiter 15 qm pro Person.

Hallo, zunächst mal möchte ich mich erst mal rechtherzlich, für die umfangreiche Beantwortung, bei Ihnen bedanken. Zur Zeit bekommen ich 181 € vom Sozialamt dazu. Ich glaube bei voller Erwerbsminderungsrente darf man 450 Euro hinzuverdienen. Wenn ich nun so einen Job bekomme könnte ich ja ganz vom Amt weg. Momentan ging das wegen gesundheitlicher Probleme nicht. Ich wohne halt zur Zeit, allerdings zur Miete, schon hier. Es würde mir das Herz brechen wenn ich das Elternhaus verkaufen müsste. Also verstehe ich es richtig. Wenn ich einen Minijob finde und trotzdem Rentner bleibe könnte ich jederzeit vom Sozialamt weg und müsste denen nicht alles belegen. Fragt sich nur wie es da mit der Krankenkasse läuft. Zur Zeit teilen sich Renten- und Sozialamt jeweils die hälfte der Kosten. Jeweils 35 Euro. Aber das müsste ja machbar sein. Meine Mutter ist zwar noch nicht totkrank und ich hoffe es bleibt so aber man sollte sich ja schon vorher informieren.

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@OliverReinhardt

Wenn du dieses Haus selbst bewohnst, musst du das keinesfalls verkaufen. Wenn das Sozialamt verlangt, dass das Vermögen verwertet werden muss, kannst du das genau so gut mit einer teilweisen Vermietung erreichen.

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@DerHans

Das ändert aber nichts an der Tatsache,dass dieses Erbe als einmaliges Einkommen anzusehen ist und solange dieses nicht verwertet werden kann oder eine unbillige Härte bedeuten würde,zahlt das Jobcenter oder das Sozialamt Leistungen max.in Form eines zinslosen Darlehens,eine Untervermietung würde lediglich den laufenden Leistungsbezug durch teilweise Anrechnung verringern !

Es kann dann nur auf 6 Monate angerechnet werden und danach wird aus dem einmaligen Einkommen Vermögen und da eine selbst bewohnte angemessene Immobilie privilegiertes Vermögen darstellt,hat sich das nach diesen 6 Monaten erledigt.

Ist diese nicht angemessen,dann muss man halt untervermieten oder in dieser Zeit versuchen die Immobilie zu verkaufen und sich aus dem Erlös eine angemessene anzuschaffen,die dann bei selber Nutzung wieder privilegiertes nicht verwertbares Vermögen darstellt.

Sollte dann noch Bargeld übrig sein,dass die Grenze des Schonvermögens übersteigt,kann und wird dieses vorher verwertet werden müssen oder man schafft sich noch einen angemessenen PKW - an und begleicht vorhandene Schulden.

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Wenn du aufstockend Grundsicherung erhältst, bist du ja verpflichtet, jede Änderung deiner Einkommens- und Vermögenslage zu melden.

NACH dem Erbfall würde dann geprüft, ob du noch bedürftig bist. Dann kann entweder die Aufstockung weg fallen oder sie wird von dem Moment an nur noch als Darlehen gewährt, bit aus dem Erbe ein Einkommen fließt. Das gilt aber erst nachdem der Erbfall eintritt.

Den wirst du dann zahlen müssen,aber du kannst ja später ( ein paar Monate ) erneut einen Antrag stellen,wenn das ganze dann über der Bühne ist,du bist ja nicht verpflichtet einer Beschäftigung nachzugehen,deshalb darf es auch zu keiner Sanktion ( Kürzung ) der Aufstockung kommen !

Dann ist es kein einmaliges Einkommen mehr was auf den Bedarf angerechnet wird,sondern privilegiertes Vermögen und wenn dies dann angemessen ist,dann gibt es auch keine Probleme mehr.

Wenn du also derzeit 181 € Aufstockung bekommst,müssen diese 35 € welche das Sozialamt trägt noch dazu gerechnet werden.

Demnach liegt dein Bedarf dann bei derzeit 216 € pro Monat.

Würdest du dann jetzt angenommen 450 € Brutto wie Netto verdienen und keine weiteren Fahrkosten geltend machen können,dann würden dir diese 5,20 € pauschal abgezogen und von den übrigen 444,80 € stünden dir 30 % als Freibetrag zu.

444,80 € minus 133,44 € Freibetrag = 311,36 € anrechenbares Einkommen,da du aber derzeit nur 216 € inkl.des Beitrages an Bedarf hättest,würdest du automatisch keinen Leistungsanspruch mehr haben.

Es würde also schon rein rechnerisch ein monatliches Brutto / Nettoeinkommen von 350 € bei dir ausreichen,um keinen Leistungsanspruch mehr zu haben,dann könntest du Wohngeld beantragen.

Hallo, danke das Sie mich so toll beraten haben und mir Ihre Zeit geopfert haben. Vielen, vielen Dank

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Also macht es sogar noch einen Unterschied ob ich hier vorher wohne oder nicht? Man ist das kompliziert.

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@OliverReinhardt

Wenn du vorher schon da wohnst und Miteigentümer bist,dann bewohnst du ja schon zumindest einen Teil der Immobilie und das dürfte der Fall sein,wenn beide Elternteile Eigentümer waren und angenommen der Vater schon verstorben ist,dann hast du ja schon einen Teil des Hauses geerbt und das schon vor deinem Leistungsbezug !

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