Rentenversicherung hat meinen Krankenkassenbeitrag nicht korrigiert. Nun wollen sie Rückerstattung!?

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4 Antworten

Die Rentenversicherung ist an die Entscheidung der Krankenkasse gebunden. Wenn diese es übersehen hat, der RV zu melden, dass wieder KV-Pflicht entstanden ist, wird diese rückwirkend von der RV berichtigt. Hier ist dann der Kv-Zuschuss und die tatsächlichen KV-Beiträge zurückzuzahlen. Auch ein Widerspruch hilft hier nicht. Auch die Aussage, man hat sich im Bescheid nicht ausgekannt hilft nicht, da es die Verpflichtung eines jeden Rentenbeziehers ist, zumindest die ersten paar Seiten des Bescheides zu lesen. Das einzig mögliche ist hier, eine Ratenzahlung anzubieten, damit der Betrag nicht in einer Zahlung zurück gezahlt werden muss.

Ich fürchte du wirst das zahlen müssen. Sie haben zwar damals nicht erkannt, dass dir der Zuschuss nicht zusteht, weil du Selbstständig warst, aber du musst ja nichts Ungerechtfertigtes zahlen. Sie hätten das damals halt monatlich einfordern sollen und nicht jetzt alles auf einmal, aber sie sind rechtlich vermutlich auf der sicheren Seite.

So wie ich Dich verstehe warst du ab 2011 als Angestellte sozialversicherungspflichtig. Somit hat auch dein Arbeitgeber für Dich Krankenversicherungsbeiträge abgeführt?

Wenn das so ist, steht Dir natürlich kein Beitragzuschuss mehr zu - insoweit alles korrekt.

Da Du dies aber deinem rentenversicherungsträger rechtzeitig mitgeteilt hast ist die Überzahlung nicht Dein Verschulden.

Gegen den Rückforderungsbescheid kannst Du Widerspruch einlegen, auf den obigen Sachverhalt hinweisen und Dein Schreiben vom 2011 als Beweis in Fotokopie beilegen.

Kosten entstehen Dir durch den Widerspruch nicht.

War bei mir ähnlich. Musste auch wg. solcher Schlamperei mehrere Tausend zurück bezahlen. Da du das Geld unrechtmäßig erhalten hast musst es zurück  zahlen. Unabhängig davon wer schuldig ist. So ist es gesetzlich geregelt. Es ist aber Ratenzahlung oder Abzug von dem Rentenbetrag möglich.

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