rentenversichert bei geringfügig entlohnten Beschäftigung?

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4 Antworten

Der Hinweis auf den Beitrag zur Rentenversicherung war nicht ganz richtig:

Beträgt das monatliche Entgelt aus der geringfügig entlohnten Beschäftigung weniger als derzeit 175 € ,ist der Mindestbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung zu beachten.

Der Arbeitnehmer zahlt in diesem Fall die Differenz zwischen dem Beitragsanteil des Arbeitgebers (15 % des Arbeitsentgeltes) und dem Mindestbeitrag.

Der Mindestbeitrag errechnet sich aus 18,7 % von 175 €,er beträgt somit 32,73 €.Beträgt das monatliche Arbeitsentgelt zum Beispiel 160 €,dann hat der Arbeitgeber davon seinen 15 % igen Anteil gleich 24 € zu zahlen.

Dem Arbeitnehmer bleibt die Differenz also in Höhe von 8,73 € .

Der Arbeitgeberanteil beträgt in jedem Fall 15 % aus dem monatlichen Arbeitsentgelt,auch wenn der Arbeitnehmer sich von der Beitragspflicht befreien lässt.

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Der Beitrag des Arbeitnehmers wird mindestens von 175 € berechnet, auch, wenn das tatsächliche Entgelt geringer ist. Verdienst du mal nur 150 €, wird dein Rentenbeitrag von 175 € berechnet. Der Mindestbeitrag, der abzuführen ist, beträgt also 32,73 €. Kannst du auf den Internetseiten der Minijobzentrale nachlesen.

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Hallo februar79,

Sie schreiben:

rentenversichert bei geringfügig entlohnten Beschäftigung?


Seit dem 1.3.2016 habe ich einen Minijob und arbeite nur am Mittwoch und verdiene bei 4 Tagen Arbeit im Monat €173,52. Nun sagte mir eine Mitarbeiterin aus der Personalabteilung ich soll mich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Gund: wenn ich in einem Monat mal weniger arbeite und unter € 170,00 verdiene, müßte ich auch den Beitrag meines Arbeitgebers bezahlen. Das habe ich nicht verstanden. In den Merkblättern von der Rentenversicherung ist dieser Mindestlohn nicht erwähnt.

Antwort:

Unter folgendem Link der DRV können Sie diese Dinge zweifelsfrei nachvollziehen:

Sehen Sie sich am Besten die einzelnen Fallbeispiele der Reihe nach an, dann macht es ggf. besser "Klick!"

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/09_versicherungspflicht_rv/node.html

Auszug:

Mindestbeitrag

Bei der monatlichen Berechnung des Pflichtbeitrags zur Rentenversicherung ist zu beachten, dass dieser seit dem 1. Januar 2013 von mindestens 175 Euro (2012 = 155 Euro) zu berechnen ist. Der Beitrag, der mindestens zu zahlen ist, beläuft sich damit im Jahr 2015 auf 32,73 Euro (18,7 Prozent von 175 Euro). Diesen Mindestbeitrag hat der Gesetzgeber festgeschrieben. Die sogenannte Mindestbeitragsbemessungsgrundlage ist grundsätzlich in allen Fällen zu berücksichtigen, in denen das tatsächliche Arbeitsentgelt 175 Euro unterschreitet.

Übt ein Minijobber mehrere rentenversicherungspflichtige geringfügig entlohnte Beschäftigungen aus, sind die Arbeitsentgelte für die Prüfung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage aus allen Beschäftigungen zusammenzurechnen. Erst wenn nach der Addition aller Arbeitsentgelte der Grenzbetrag von 175 Euro weiterhin unterschritten wird, ist dieser für die Beitragsberechnung anzusetzen.

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Wieviel Beitrag muß ich bei dem jetztigen Verdienst zahlen und wieviel zahlt mein Arbeitgeber?

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Antwort:

Arbeitsentgelte von weniger als 175 Euro

Unterschreitet das Arbeitsentgelt die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage, ist der Pflichtbeitrag zur Rentenversicherung von 175 Euro zu berechnen. Der vom Arbeitgeber zu tragende Anteil am Rentenversicherungsbeitrag von 15 Prozent ist jedoch stets vom tatsächlichen Arbeitsentgelt zu ermitteln. Der Arbeitnehmer übernimmt in diesen Fällen mit seinem Beitragsanteil die Differenz zum insgesamt zu zahlenden Pflichtbeitrag zur Rentenversicherung.

Der Beitragsanteil des Minijobbers ermittelt sich wie folgt:

Gesamtbeitrag 

(Voller Beitrag zur Rentenversicherung):

18,7 Prozent von 175 Euro = 32,73 Euro

Arbeitgeberanteil

Pauschalbeitrag im gewerblichen Bereich: 

15 Prozent des Arbeitsentgelts

Arbeitnehmeranteil: 32,73 Euro abzüglich Pauschalbeitrag des Arbeitgebers

Diese Fallkonstellation kann bei sehr geringen Arbeitsentgelten dazu führen, dass kein Arbeitsentgelt zur Auszahlung kommt und der Minijobber dem Arbeitgeber darüber hinaus eventuell noch einen Restbetrag zu erstatten hat.

Beispiel 1: Eine Bürokraft ist seit dem 1. Januar gegen ein monatliches Arbeitsentgelt in Höhe von 25 Euro beschäftigt. Sie übt diese Tätigkeit an einer halben Stunde in der Woche aus.

Gesamtbeitrag (18,7 Prozent von 175 Euro) = 32,73 Euro Arbeitgeberanteil( 15,0 Prozent von 25 Euro)= 3,75 Euro Arbeitnehmeranteil Gesamtbeitrag abzüglich Arbeitgeberanteil (32,73 Euro abzüglich 3,75 Euro) = 28,98 Euro

Der Arbeitnehmeranteil übersteigt das tatsächliche Arbeitsentgelt. Es wird folglich kein Arbeitsentgelt ausgezahlt. Der Minijobber muss an den Arbeitgeber noch 3,98 Euro (28,98 Euro abzüglich 25,00 Euro) entrichten.

Ich möchte mich aber nicht befreien lassen, da mir noch einige Beitragsjahre fehlen.

Antwort:

Sie haben Recht, lassen Sie sich nicht befreien, denn bereits ein einziger, fehlender Beitragsmonat kann im Schadensfall dazu führen, daß Sie die gesetzlich vorgegebenen Wartezeiten nicht erfüllen und ohne Leistung dastehen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hab die Zahlen nicht mehr genau im Kopf. Aber es war definitiv unter 20 Euro. Ich würde mich auf jeden Fall an Deiner Stelle NICHT befreien lassen.

Ruf einfach mal bei der Rentenversicherung an, die erklären Dir das richtig.

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