Rentenlücke überhaupt zu schliessen?

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7 Antworten

@michellew20,

Sie arbeitet aktuell seit 13 Jahren selbständig, hat aber nicht weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine private Rentenversicherungen abgeschlossen.

Dies besagt uns doch schon, dass für viele Menschen die Selbständigkeit der falsche Weg ist. Gerade als Selbständige muss man für sein Alter entsprechend vorsorgen und kann ja schließlich auch die Beiträge für eine Altersversorgung steuerlich absetzen.

Sie ist 40 Jahre alt, könnte im Monat ca. 50-100 Euro in eine Versicherung einbezahlen

Dies wird ihr nicht viel helfen, die Versäumnisse nachzuholen.

Bei diesem niedrigen Betrag der ihr zur Verfügung steht, frage ich mich ob es für sie nicht sinnvoller wäre, die Selbständigkeit zu beenden um einen Job als Arbeitnehmerin zu suchen, denn ihre Einkünfte können ja nicht so hoch sein, dass sich ihre derzeitige Tätigkeit überhaupt lohnt.

Um hier weitere Tipps geben zu können, müsste man zumindest wissen, wie es familiär bei ihr ausschaut.  Verheiratet oder Ledig. Wenn verheiratet - welche Einkünfte hat der Ehemann.  Sind Kinder vorhanden für die sie noch aufkommen muss.

Wie ist sie denn überhaupt krankenversichert?

In der GKV oder PKV?  Hoffentlich hat sie nicht auch noch die PKV gewählt.

Denn nach deinen Informationen, hat sie sicherlich auch dafür keine Rücklagen gebildet - was bedeutet - dass sie diese Kosten im Alter auch nicht aufbringen könnte.

Sie sollte einen Spezialisten für Anlage + Vermögensplanung aufsuchen.

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Hallo michellew20,

Sie schreiben:

Rentenlücke überhaupt zu schliessen?

Hallo zusammen, eine Bekannte hat 10 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und dadurch nur einen geringen Rentenanspruch. Sie arbeitet aktuell seit 13 Jahren selbständig, hat aber nicht weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine private Rentenversicherungen abgeschlossen. Was kann sie jetzt überhaupt noch tun, um eine riesige Rentenlücke zu schliessen?

Antwort:

Von nichts kommt nichts!

Niemand hat eine Kristallkugel und kann vorhersagen, wie die persönliche Situation Ihrer Bekannten in Zukunft ausschauen wird!

Blauäuigkeit bei der Vorsorge und Absicherung provoziert aber früher oder später Existenznöte = Altersrmut! 

Diese Art von Lebensstil ist leider nicht selten und stellt die meisten Betroffenen früher oder später vor große Existenzprobleme, denn es fehlt den Leuten an eigenverantwortlichem, vorausschauendem Denken!

Selbstständig heißt, wie der Name schon sagt "Selbstständig!"

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbst%C3%A4ndigkeit

Auszug:

Selbständigkeit  (auch Selbstständigkeit oder Eigenständigkeit) steht für:

Autarkie, die Umweltunabhängigkeit einer Gruppe oder eines Individuums

Autonomie, die Selbstbestimmung bzw. Eigengesetzlichkeit 

Selbständigkeit  (beruflich), = Berufstätigkeit auf eigenes finanzielles und soziales Risiko

Kleingewerbe

heißt klein

und dürfte für die richtige Vorsorge zuwenig abwerfen!

Die meisten Selbstständigen verfügen leider nicht über unternehmerisches Denkvermögen und vegetieren gerade so dahin, dafür gibt es aus der Praxis unzählige Beispiele!

Der Hinweis, daß da noch ein Ehemann existiert, welcher angeblich gut verdient, besagt leider gar nichts!

So eine Beziehung ist, wie man weiß, auf gar keinen Fall in Stein gemeißelt!

Laut Statistiken scheitert fast jede zweite Ehe!

Des weiteren weiß niemand, wie sich die gesundheitliche Komponente Ihrer Bekannten tatsächlich weiterentwickelt!

Wenn Ihre Bekannte in den letzten 13 Jahren keine Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung abgeführt hat, dann besteht für den Fall der nicht vorhersehbaren Erwerbsminderung kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, da die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt werden! Da nach dem 2.1.1961 geboren, besteht in der gesetzlichen Rentenversicherung außerdem kein Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit! Auch eine ggf. vorgezogene Altersrente wegen einer nicht vorhersehbaren Schwerbehinderung kommt nicht in Betracht, wenn die dafür erforderlichen Wartezeiten nicht erfüllt werden!

Die meisten Frühverrentungen, gerade bei Frauen, erfolgen aus psychischen Gründen, gefolgt von Krebs und.........und........!

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung dürfte ausscheiden, weil der Ehemann gut verdient und das gemeinsame Haushaltseinkommen auf den Prüfstand kommen wird!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publicationFile/41812/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

Die 10 Jahre Beiträge in die DRV werden demzufolge frühestens dann aktiviert, wenn das tatsächliche Renteneintrittsalter mit derzeit 67 Jahren erreicht wird und über die Höhe der dann anfallenden Alters-Rente sollte man sich keine Illusionen machen!

Bevor also über irgendwelche privaten Zusatzanlagen nachgedacht wird, sollte die Basis in Form der Deutschen Rentenversicherung auf ein solides Fundamemt gebaut werden, damit wenigstens im Fall einer schwereren gesundheitlichen Attacke eine Grundabsicherung vorhanden ist!

Hier empfiehlt es sich ggf. diese wenig lukrative Kleingewerbe-Existenz aufzugeben und ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis anzustreben, damit zumindest die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung für eine Erwerbsminderungsrente sichergestellt werden!

Als nächster Schritt oder parallel müßte das jederzeit präsente Risiko der Berufsunfähigkeit durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden, was ja auch im Interesse des Ehemannes sein müßte! Denn wenn dessen Frau gesundheitliche Probleme bekommt und keine Absicherung existiert, dann geht das auf seine Kosten!

Zudem gelingt der Abschluß einer privaten BUV in der Regel nur in gesundem Zustand! Mit zunehmendem Eintrittsalter steigen die Beiträge!

Alles in Allem sieht die dargestellte Situation so aus, daß für die beiden Eheleute kein ausgewogener, kein gemeinsamer Plan für die Gesundheits-/Altersvorsorge existiert!

Hier sollte von den Beiden Betroffenen eine gründliche Beratung durch einen kompetenten und seriösen Berater angestrebt werden um einen lückenlosen Bedarfsplan auszuarbeiten und schnellstmöglich die Weichen richtig zu stellen!

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

http://www.finanztip.de/altersvorsorge/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Ich würde hier tendenziell sagen Immobilien wären interessant, aber wenn du sagst sie hat maximal 100,- € liquide im Monat, dürfte es schwierig werden eine Bank zu finden, die eine Finanzierung mitmacht. Vermögen scheint auch nicht vorhanden zu sein.

Eine konkrete Beratung ist hier unausweichlich.

Sie soll doch bitte mal einen Finanz- und Versicherungsmakler in ihrer Nähe aufsuchen und eine Bedarfsanalyse machen. Vielleicht kann man irgendwo noch Gelder freibekommen, denn 100,- € sind bereits bei einem 30-jährigen oft nicht ausreichend...

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Hallo,  eine Rentenlücke sollte man richtig berechnen und dann mit dem Ehemann zusammen. Geht man von dem jetzigen Nettoeinkommen aus wird es eine große Lücke geben. Hat man aber mietfreies Wohnen mit überschaubaren Kosten kann man auch mit weniger Geld auskommen. In der Regel ist mit Betrachtung der Inflation immer eine Versorgungslücke im Alter. Um eventuell mehr Geld im Alter nutzen zu können, bieten moderene Altersvorsorgeprodukte auch die Möglichkeit die Verrentung des Geldes bis zum 80-85. Lebensjahr rauszuschieben. Durch eine ratierliche Entnahme des Geldes mit gleichzeitiger atraktiver Anlage des Geldes sollte mehr Geld als eine Verentung ermöglichen bevor der Vertrag endet oder verentet werden muss. Auch gibt es Produkte, wo sie mir ihrem Partner gemeinsam eine Police abschließen und genau diese Vorteile der Geldentnahme nutzen können. Verstirbt ein Partner bleibt das Restkapital für den 2. Partner erhalten. Auch kann bei beiden Möglichkeiten jeder Zeit eine Verentung vor dem Ablauf (80.-85.) erfolgen. Die Art der Rente muss dann auch erst festgelegt werden. Sparen hat hat noch nie geschadet. Wichtig ist die richtige Geldanlage zu finden. 4-6 % p.a sollten immer möglich sein. In der modernen Rentenversicherungen sind mehrer Möglichkeiten der Geldanlage enthalten und können jeder Zeit verändert werden. Auch kann in der Ansparzeit immer Geld entnommen und eingezahlt werden. Gruss constein

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Hallo,

es gibt mehrere Möglichkeiten, es ist nur müßig hier alle Wege zu beschreiben.

Es wäre wichtig, welches Risiko des Beitragserhaltes oder auch nicht zu der bestmöglichen Rendite, steuerlichen Vorteilen in der Einzahlungs- und Auzahlungsphase gewünscht ist.

Daher macht es Sinn eine Fachkraft für Versicherungen (Makler) und Banker (nur bei Aktien und Investmentkauf) anzusprechen. Beides zusammen bei einem gekauft, gibt immer ein negatives Produkt.

Beste Grüße

Dickie59

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Kommentar von michellew20
15.11.2016, 00:02

Hallo, wir wissen schon wieder näheres. Sie hatten in der letzten Woche einen Termin bei der Bank, wegen der privaten Rentenversicherung. Man ist zum Entschluss gekommen, dass ihre Lücke von ca. 800 Euro nicht mehr zu schliessen ist. Die Bank hat sie gefragt, welches Modell für sie interessant wäre, Garantiezins, bzw. niedrige Zinsen, oder etwas mit Invest. Da hat man ihr natürlich ein Produkt angeboten, dass in den ersten 5 Jahren erstmal einen Teil der Provision für den Verkäufer bezahlen soll. 

In Ihrem Beispiel sind sie von 100 Euro monatlich ausgegangen.

Was garantiert dann 104 Euro Rente bringen soll.

Von den Kosten und Provisionen, die auf sie zukommen würden, hat der Berater natürlich nichts gesagt.


Im Internet hat sie folgendes dazu gefunden:

Das ist das Musterbeispiel mit einem Betrag von 150 Euro monatlich:



Zitat:


Dem Vertrag werden in den ersten 5 Jahren 1.575 € an Abschlussprovisionen entnommen 


Pro Jahr fallen zusätzlich 126,00 € fixe Verwaltungkosten an Hinzu kommt ein variabler Kosten-Anteil: 0,50% pro Jahr des Vertragsguthabens
Bei Zuzahlungen werden sehr hohe 9,5% Kosten in Abzug gebracht Im Rentenbezug werden marktübliche 1,5% Kosten fälligDie Effektivkosten betragen laut Angebot hohe 1,11%
Der Versicherer R+V gilt als hervorragend bewertet

Die Zahlen beziehen sich auf einen Vertrag R+V PrivatRente IndexInvest mit 150 € monatlicher Einzahlung über 35 Jahre. Versicherungebeginn ist der 01.03.2016. 

Der Musterkunde ist am 01.03.1984 geboren. Eine Dynamik ist nicht vereinbart. Die Rentengarantiezeit beträgt 10 Jahre. Die Effektivkosten beziehen sich auf eine gleichbleibende Jahresrendite von 6,00%. Es handelt sich um den Provisionstarif.





Zitat:

Fazit:

Die R+V IndexInvest wird überwiegend in Banken angeboten und ist auf Grund der hohen Abschlussprovision auch lukrativ für den Verkäufer. Sparer werden aber insbesondere in den ersten 5 Jahren mit hohen Provisionen belastet.

Zudem sind die laufenden Verwaltungskosten hoch. Kosten die immer auf Kosten der Erträge für den Sparer gehen. Bei der R+V IndexInvest gegen Einmalbeitrag werden bei Einzahlung sofort 5,8% Kosten in Abzug gebracht.

Besser sind daher provisionsfreie Alternativen, da dort weniger Kosten in Abzug gebracht werden und so für den Sparer eine höhere Auszahlung erzielt werden kann.


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Sie sagt, sie hat ehrlich gesagt auch nicht damit gerechnet, dass der Bankberater ihr etwas anderes vorschlägt, seine Provivison wäre sicher. Unterschrieben hat sie natürlich nichts.







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welche Möglichkeiten hat sie noch?

Wenn die Selbständigkeit nichts abwirft das sie nicht fürs Alter vorsorgen kann ist ihr Konzept nicht durchdacht. 

Am besten wäre gut heiraten wenn sie an dem schlechten Geschäft festhalten will.

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Kommentar von michellew20
25.10.2016, 06:38

Verheiratet ist sie. Ihr Mann ist leitender Angestellter. Sie hat ein Kleingewerbe.

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Hallo

Es gibt mehere Möglichkeiten in eine private Altersvorsorge zu investieren .

Das mit den minus ist insoweit richtig wenn man die Inflationsrate  und nur den Garantiezins berechnet .

Dieser wird ab 01.01.2017 noch weiter auf nur noch 0,9% sinken .

1994 lag er noch bei 4% . Das heist bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,5 % gab es immer noch Gewinn am ende.

Wenn sie dieses Jahr noch etwas macht bekommt sie noch 1,25 %.

Ich emphele meinen Kunden eine DAX Rente . Die liegt im Durchschnitt bei 4-6% in den letzten 15-20 Jahren. Auch wenn er mal tief fällt , klettert er wieder hoch .

Bei einer Einlage von 100 € / Monat käme sie garantiert auf 103,33 € und bei 6% auf 306,99€ monatliche rente oder einer kapitalabfindung von 72427,00 € .

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur verfügung , um auch ander Wege zu besprechen .Wie immer ist eine vorherige Analyse und Beratung wichtig .


LG

casybeny



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Kommentar von Dickie59
15.11.2016, 11:08

Bitte mit Nettorendite rechnen, also mal die Kosten herausrechnene, dann bitte belegen ob die "DAX Rente" in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 6% Bruttorendite erreicht hat.

Es ist schon brutal immer noch 6% Rendite ohne Erklärung, was das ist, anzubieten

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