Rentenerhöhung durch späteres Eintrittsalter?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Erhöhung des Zugangsfaktors um 0,5% pro Monat trifft nur dann zu, wenn du die Regelaltersrente später beantragst als sie dir zusteht, nicht bei einer vorzeitigen Altersrente!

Wenn du von der Altersrente für besonders langjährig Versicherte sprichst, trifft die Erhöhung nicht zu. Die Beiträge erhöhen deine künftige Rente natürlich, das hätten sie aber auch getan, wenn du die abschlagsfreie Rente seit dem 01.11.17 bezogen hättest.

Eine abschlagsfreie Rente später zu beantragen als sie dir zusteht ist nicht clever, selbst wenn du durch deinen Hinzuverdienst Kürzungen in Kauf nehmen müsstest bzw. die Rente sogar 0 € betragen würde, solange du voll weiter arbeitest.

Steuerlich kommt es darauf an, in welche Jahr der Renteneintritt erfolgte, denn der zu versteuernde Anteil erhöht sich jedes Jahr um 2%. 2017 lag der zu versteuernde Anteil bei 74% , 2018 ist er bei 76% (berechnet auf die volle Rente zu Rentenbeginn).

Mein Rat: Beantrage zeitnah die abschlagsfreie Rente und sichere dir deinen Steuervorteil. Vielleicht bleibt ja auch trotz Hinzuverdienst noch was übrig - warum darauf verzichten?

Beiträge zur RV zahlst du aufgrund der Beschäftigung trotzdem weiterhin (das war vor 2017 anders) und erhöhst damit deine künftige Regelaltersrente.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Vielen herzlichen Dank, ich habe meine Rente noch nicht beantragt und weiter aufgrund meiner Beschäftigung einbezahlt, d.h. seit 1. November 2017 (da hätte ich die 45 Jahre auch längst voll gehabt) hätte ich meine volle Rente beziehen können und zahle jetzt bis 31.12.2018 noch Beiträge ein, also 14 Monate zusätzlich.

Die 0,5 % pro Monat waren mir klar. Ich wollte "nur" wissen ob sich durch diese Beitragszahlungen meine Rente ausßer den 0,5 % noch weiter erhöht und wie ich das ungefähr berechnen kann.

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@gejusch

Die Beitragszahlungen erhöhen die Rente auf jeden Fall. Die 0,5 % bekommst du allerdings nicht, weil du - wenn ich es richtig verstanden habe - die abschlagsfreie, aber noch immer vorzeitige Altersrente für besonders langjährig Versicherte beantragen willst. Die Erhöhung gibt es nur bei der Regelaltersrente.

Die 14 Monate erhöhen bei einem Arbeitsentgelt von 3000 € die monatliche Rente um 35 €.

Formel: Arbeitsentgelt 2017 / 37103 + Arbeitsentgelt 2018 / 37873 = Entgeltpunkte * 32,03 (aktueller Rentenwert) = Rente

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@gejusch

Noch ein Tipp: Lass dich mal beraten, ob es für dich nicht lohnt, die abschlagsfreie AR nicht doch schon früher als ab 01.01.19 zu beantragen. Dies ist dann der Fall, wenn trotz Kürzung durch deinen Hinzuverdienst noch etwas von der Rente übrig bleibt.

Faustregel: Wenn dein jetziges Einkommen niedriger ist als das Beste der letzten 15 Jahre (danach richtet sich der Hinzuverdienstdeckel), lohnt es die AR für besonders langjährig Versicherte frühestmöglich zu beantragen.

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Mach einen Termin bei der DRV und lasse Dir dort alles erklären.

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