Rentenbeitragsatz für jeden gleich?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Für den Arbeitnehmer, welcher mehr als 850 Euro monatlich verdient, stimmt diese Aussage, wobei die Hälfte des aktuellen Beitragssatzes 18,9% / 2 = 9,45% pro Arb.geber und -nehmer stimmt!

Für Mitarbeiter in der Gleitzone von 450,01 Euro bis 850 Euro monatl. Bruttoverdienst als Midijob gilt dies nicht: Der Arbeitnehmer hat bei Beschäftigungen in der Gleitzone nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Dieser beträgt bei 450,01 Euro ca. 15 Prozent des Arbeitsentgelts und steigt auf den vollen Arbeitnehmerbeitrag von ca. 20 Prozent bei 850,00 Euro Arbeitsentgelt an. Der Arbeitgeber hat dagegen stets den vollen Beitragsanteil zu tragen. Die Beitragsanteile des Arbeitnehmers und Arbeitgebers können mit Hilfe des Gleitzonenrechners der Deutschen Rentenversicherung berechnet werden.

Weiterhin gilt bei der Minijob-Regelung seit dem 1.1.2013 eine Rentenversicherungspflicht mit versiedenen Beitragssätzen von Ag und AN!

Der Arbeitgeber entrichtet einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent bzw. 5 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten). Der Minijobber hat einen Eigenanteil in Höhe von 3,9 Prozent bzw. von 13,9 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten) zu tragen. Das ist der Differenzbetrag zwischen dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 18,9 Prozent und dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers von 15 Prozent bzw. 5 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten).

Ausserdem gibt es noch Unterschiede für den Mindestbeitrag:

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der zu zahlende monatliche Rentenversicherungsbeitrag im Falle der Zahlung voller Rentenversicherungsbeiträge mindestens von 175 Euro zu berechnen ist. Demnach ist monatlich ein Mindestbeitrag von 33,08 Euro zu zahlen (18,9 Prozent von 175 Euro = 33,08 Euro).

Dies bedeutet: Liegt das Entgelt des Beschäftigten aus einer oder aus mehreren geringfügig entlohnten Beschäftigungen insgesamt unter 175 Euro, hat der Arbeitgeber vom tatsächlichen Arbeitsentgelt Beiträge zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent (bzw. 5 Prozent bei Minijobs in Privathaushalten) zu entrichten; der Beschäftigte trägt den Restbetrag bis zu dem Mindestbeitrag in Höhe von 33,08 Euro.

Fazit: der Beitragsanteil variiert als ganz gewaltig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ! !

Gruß siola

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ebru47
28.01.2013, 19:09

:) Danke

0
Kommentar von Leon4
04.02.2013, 19:22

Da kennt sich jemand aus! Sehr gute Antwort, hat auch mir sehr weitergeholfen! DANKE :)

0

Der Beitragssatz ist natürlich für alle gleich. Daraus ergibt sich ein Höchstbeitrag. Der Mindestbeitrag für eine freiwillige Versicherung beträgt 10 % des Höchstbetrages.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von siola55
28.01.2013, 19:15

Stimmt leider nicht, lieber DerHans! Für die Midi- und Minijobber gelten ganz andere Regeln für die div. Beitragssätze!

Gruß siola!

0

Prinzipiell ja, aber es gibt Ausnahmen:

  • Minijobber: Hier trägt der Arbeitgeber 15%, der Arbeitnehmer 3,9%, von denen man sich sogar befreien lassen kann.
  • Midijobber (450,01 € bis 850,- € Verdienst): Arbeitgeber trägt vollen Beitragsanteil von 9,45%, Arbeitnehmer anteilig (Gleitzone).
  • AN mit Verdienst über der Beitragsbemessungsgrenze von 69.600,- €: Auf Arbeitseinkommen über dieser Grenze wird kein Beitrag mehr erhoben
  • Angestellte geschäftsführende Gesellschafter: sind nicht sozialversicherungspflichtig.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Beitragssatz ist von unseren "Volksvertretern" gewillkürt, gelenkt mit hoher Wahrscheinlichkeit von hier partizipierener Lobby (Maschmeyer ist nicht umsonst in genau diesem "Geschäft" Milliardär geworden, selbst wenn er als günstige Voraussetzung der so genannten Hannover-Gang angehört haben soll >>> sie kannten sich alle!). Die politisch Verantwortlichen haben in den 90-er Jahren zweckentfremdet die "Rentenkassen geplündert", um hiernach folgerichtig eine fortgesetzte Unbezahlbarkeit "wegen des geänderten demographischen Faktors (Bevölkerungsbaum)" der Gesetzlichen Renten zu verbreiten. Inzwischen dröhnen alle "öffentlichen Massenmedien" von anstehender "Altersarmut". Das Volk solle gefälligst privat vorsorgend ("eigenverantwortlich") ausgleichen!

So verschob man gewillkürt und immer wieder nach Kassenlage angepaßt die Beitragssätze. Gerade eben haben wir "vollgeschwämmte" Sozialkassen, wie man hört...

Diese Beitragssätze gelten für alle sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen (Trend solcher JOB-Angebote sind stark abnehmend >> Erfolgsgeschichte Geschäftspartner-verträge und Mini-Jobs) bis zu einer so genannten (der Höhe nach ebenfall gewillkürten) Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Alle Darüber-hinaus-Verdienenden, man könnte sagen Systemisch besser-Gestellten, gehen leer aus - zahlen für den diese BBG überschreitenden Betrag KEINE SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÄGE.

Wer sich nun z.B. fragt: wie machen DIE das eigentlich in der Schweiz, wo man vonProblemen der Sozialversicherungs-Träger nichts hört. Hier zahlen wohl jeder, aber tasächlich jeder!, von all seinen Einkünften 5 % in die Rentenkasse und Gut-Ist's. Das reicht immer!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hallo ebru47,

ja, der beitragssatz ist für alle versicherte, ob niedriglohnjob (wenn versicherungspflichtig), teilzeit oder vollzeit gleich hoch und wird von der bundesregierung festgelegt.

die höhe des beitrages richtet sich nach der beitrgasbemessungsgrenze, also bis 69.600 EUR im jahr 2013 wird mit diesem beitragssatz rentenversicherungsbeiträge entrichtet. das einkommen darüber wird nicht mehr zur berechnung herangezogen. auch die beitragsbemessungsgrenzen werden jedes jahr neu vorgegeben, bisher nur gestiegen.

beste grüsse

dickie59

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hallo, ja du kannst sozialversicherungspflichtig im minijob arbeiten, um rentenversicherungspflichtig zu werden, musst du von deinem einkommen selber einen anteil tragen, macht generell sinn für die erfüllung von wartezeiten und so weiter...

siehe auch weiter hier;

http://www.cecu.de/minijobs.html

beste grüsse

dickie59

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich ist der für alle gleich. Jedem Arbeitnehmer wird also pauschal ein Fünftel des Lohns genommen. Die Beitrag für die Rentenkasse ist der dickste Batzen bei den sog. Sozialversicherungen und (für junge Menschen) eigentlich auch der sinnloseste bzw. ärgerlichste Posten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
28.01.2013, 18:53

Wie stellst du dir denn vor, wie das Rentensystem finanziert werden soll?

0
Kommentar von siola55
28.01.2013, 19:10

Hallo wuseldusel,

deine Aussage hat nur Gültigkeit bei einem Brutto-Verdienst von über 850 Euro! Darunter gibt es viele, viele Ausnahmen und Sonderregelungen was die Beitragssätze zwischen AG und AN angeht!

Genaueres siehe in der minijob-zentrale.de unter -> Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Gleitzone sowie -> 450-Euro-Minijob und -> Mindestbeitrag ! ! !

0

Was möchtest Du wissen?