Rentenantrag mit 40?

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7 Antworten

also wenn er wieder arbeiten möchte, wer soll ihn zwingen in Rente zu gehen?

Sowas habe ich leider noch nicht gehört und JA natürlich hat er dadurch Einschränkungen.

Der kriegt doch Rente welche nicht höher ist als wahrscheinlich 500€ ?...und dann sitzt er beim Sozialamt und kriegt noch Grundsicherung.Was dann darauf folgt kannst du dir ja vorstellen.

Ich würde an seiner Stelle noch mal eine psychosomatische RehaKur beantragen, damit er lernt mit seiner leichten Parese besser umzugehen. Das darf die BfA auch nicht verhindern und wäre somit auch eine Eingliederungshilfe.

Alles Gute für deinen Mann

Die wollen auch sein Gestaltungsrecht einschränken und haben auf den Brief, wo wir fragen, was das bedeutet, nicht geantwortet... Weisst Du dazu auch was?

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@Bambi1964

wahrscheinlich ist durch die Parese sein Motorik eingeschränkt und dann liegen Gutachten bei der Krankenkasse und BfA rum, die von der Rehakur und Physiotherapie kamen.Aber ich würde mich nicht darauf einlassen und wirklich den Antrag stellen zur Wiedereingliederung in Form von Psychosomatik. Die Chance muss er bekommen!

Heute wird man einfach ausrangiert, wenn der Patient den Kassen zu teuer wird.Zur Unterstützung holt euch vielleicht mal den vdk an die Seite. Auf jeden Fall erstmal den Antrag stellen. Das macht auch der vdk soweit mir bekannt.

http://www.vdk.de/deutschland/

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Hallo,

die Krankenkasse hat nach § 51 SGB V das Recht, den Versicherten aufzufordern, einen Rehaantrag zu stellen, Wenn man dies nicht innerhalb von 10 Wochen macht, wird das Krankengeld eingestellt.

Normalweise kann man jeden Antrag wieder zurückziehen, bestimmen, dass eine Rente erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt oder dass man statt einer Rente wegen voller Erwerbsminderung nur eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung haben möchte. Wenn das Gestaltungsrecht von der Krankenkasse eingeschränkt wurde, hat jede Ausübung des Gestaltungsrechts zur Folge, dass das Krankengeld eingestellt wird.

Gruß

RHW

Aha! Vielen Dank für diese sehr hilfreiche Information.

Bleibt die Frage, warum die uns das nicht einfach mitgeteilt haben!?!?!?!

kopfschüttel

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@Bambi1964

Gern geschehen!

Ggf. nach dem Krankengeldende nach einer kompetenten Krankenkasse umsehen.

.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/krankenversicherung_grundprinzipien/alle_gesetzlichen_krankenkassen/alle_gesetzlichen_krankenkassen.jsp

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wobei man aufpassen muss, dass so ein reha-antrag bei einer schlechten prognose der arbeitsfähigkeit in einen rentenantrag umgewandelt werden kann- quasi automatisch.

am besten wendet man sich an den vdk. das kostet zwar ca. 55 euro jahresbeitrag und wenn man sich gerichtlich von denen vertreten lassen möchte, müßte man 2 jahresbeiträge nachbezahlen. aber der verein ist ziemlich kompetent und wird von sozialberatungen empfohlen.

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@Schokolinda

Kostenlose Beratung gibt es bei patientenberatung.de (auch die Verbraucherzentrale ist an dieser Beratung beteiligt!).

Ja, ein Rehaantrag kann von der Rentenversicherung bei einer eingeschränkten Erwerbsfähigkeit in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgewandelt werden. Wenn man kein Krankengeld mehr bezieht, gibt es auch keine Einschränkungen der Krankenkasse mehr. § 51 SGB V

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Stellen kann Dein Verlobter den Rentenantrag durchaus, dann hat er von dieser Seite schon mal seine Ruhe. Allerdings bezweifle ich nach Deinen Schilderungen, dass die Rente durchgehen wird. Da kommt eher eine Ablehnung.

Wenn der Arzt es für gut findet, dann sollte Dein Freund mit sener Wiedereingliederung beginnen, die er eben langsam beginnen sollte. Er kann ja jederzeit abbrechen, wenn es ihm zuviel werden sollte.

Wir finden das ja auch höchst seltsam... Der Arzt findet es gut und hat ja geraten, dass er ab Januar wieder anfangen soll zu arbeiten (Wiedereingliederung), aber die beiden Kassen drohen, wenn er nicht bald Rente beantragt, wollen sie sein Gestaltungsrecht einschränken!?!? Und was das heisst, haben sie seit zwei Wochen auch noch nicht beantwortet!

Heute rief die Tante von der KK angerufen und meinem Verlobten gesagt, dass Sie jetzt ein Einschreiben schickt wegen dem Rentenantrag...

Echt seltsam, oder? Die sollten doch froh sein, dass er gerne noch 27 Jahre Beitrag zahlen möchte...

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@Bambi1964

Irgendwie haben die selbst keinen Durchblick. Bevor irgendeine Leistungskürzung kommt, ist es wohl besser, wenn en Rentenantrag gestellt wird. Immerhin zahlt die Kasse auch die Wiedereingliederung.

Ich kenne enen Fall, da geht arbeitstechnisch so gut wie nichts mehr, aber da wurde die Rente abgelehnt, obwohl es nur noch 3 Jahre bis zur regulären Rente sind. Das soll einer verstehen.

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ich hatte mit 42 einen Schlaganfall. Mit 43 wollte mich dann auch die KK in Rente schicken, mit der Begründung ich hätte mein Gestaltungsrecht(das Recht selbst zu wählen zwischen Arbeiten und Rente zu beziehen). Mein Arzt hat mir dann eine Arbeitsfähigkeitsbescheinigung für 6 Stunden / Tag ausgestellt. Nach erfolgreicher Wiedereingliederung arbeite ich jetzt wieder (auf 80 Prozent-basis). Zuhause zu sitzen und sich zu langweilen kommt für mich nicht in Frage! (Du kannst solche Fragen vielleicht besser auf "das-schlaganfall-forum.de" stellen)

Hallo,

ist mir neu, dass diese Vereine freiwillig sowas stellen, und dann mit drang. hmm. Andere leute mit 60 stellen mehrfach vergebens einen Antrag die z.B. einen Schweren Bandscheibenvorfall haben, wie mein Kollege,

Aber Ratsam ist es nicht. Meine Mutter ist mit 57 Frührentnerin geworden aufgrund einer schweren Lungenkrankheit und bekommt gerademal 600€ nur weil sie nicht bis zum 65 bzw. 67 Lebensjahr gearbeitet hat, wobei sie sehr gut verdient und viel in die Rentenvers. eingezahlt hat.

Also solange es nicht anders geht, würde ich weiter arbeiten, vor allem mit gerade mal 40 Jahren.

MfG und gute Besserung für deinen Verlobten weiterhin.

die meissten leute müssen 45 jahre arbeiten um rente zu bekommen, oder zumindest mal paar jahre gearbeitet haben, vorruhestand gibts vieleicht mal bei 80 % schwerbehinderung, denk mal nach.

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Danke für die guten Wünsche.

Und siehe meine Kommentare zu den anderen Antworten :)

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Normalerweise wird erst mal abgeklärt mit dem Chef mit Hilfe der derzeitigen Therapeutin, inwieweit Dein Verlobter wieder eingliederbar ist in den Arbeitsprozess evtl. auch unter den Umständen, dass er einen anderen Aufgabebereich zugeteilt bekommt.

In Anbetracht der Tatsache, dass Dein Verlobter eine erhebliche finanzielle Einbuße hätte durch eine derartige Frühverrentung und das, obwohl er bereits erkennbare gesundheitliche Verbesserungen zeigt, sollte er auch unter Berücksichtigung der psychischen Problemstellungen, die sich mit dieser Verrentung ergeben würden, eine Verrentung zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen.

Er braucht dafür lediglich ein entsprechendes Attest des behandelnden Arztes.

Vorweg sollte natürlich mit dem Chef gesprochen werden, inwieweit eine Weiterbeschäftigung sichergestellt ist.

Dein Verlobter sollte auf jeden Fall einen Behindertenausweis beantragen, soweit die noch vorhandenen Beeinträchtigungen ausreichen für einen Behindertenstatus.

Das hätte auch für den Chef Vorteile!

Ich wünsche Deinem Verlobten alles Gute für die Rückkehr ins Berufsleben.

Der Grund dafür, dass Renten- und Krankenkasse Deinen Verlobten unbedingt in die Rente drängen wollen, dürfte wohl daran liegen, dass diese Kassen Geld einsparen.

Meines Wissens wird die Rente aus dem Topf der Berufsgenossenschaft kommen, also von einem anderen Kostenträger. Dazu dürfte Dein Verlobter - weil die 500 € vorne und hinten nicht reichen - eine Aufstockung bis zur Höhe der Grundsicherung vom Sozialamt bekommen, und dieses Geld stammt dann vom Steuerzahler.

Es geht also darum, dass verscheidene Insgtitutionen unseres "Wohlfahrtstaates" sich gegenseitig den Schwarzen Peter (ohh, ist das jetzt noch politisch korrekt??) zuschieben wollen.

Am besten gehst Du, wie hier schon andere angeregt haben, zu einem Rentenberater. Der kostet ein paar Euro, aber das dürfte sich lohnen. Du wirst allerdings möglicherweise einige Wochen auf einen Termin warten müssen - ich habe gehört, die sind ziemlich überlaufen. Bei unserem Sozialversicherungschaos und dauernden Gesetzesänderungen ist das freilich kein Wunder.

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