Rente wegen Erwerbsminderung: Anspruch und Antragstellung?

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1.Zunächst sollte diese Thema mit dem Hausarzt/Fachärzten besprochen werden.

2.Parallel dazu bietet es sich an, eine Antrag auf Schwerbehinderung beim zuständigen Versorgungsamt zu stellen http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de9196

Das Versorgungsamt entscheidet dann nach Aktenlage (medizinischer Befunde der angeschriebenen Ärzte) in wieweit eine Behinderung vorliegt. Sind die Diagnosen nicht eindeutig genug, wird ein Gutachten durch ein städtisches Gesundheitsamt o.a. eingefordert.

3.Jede Stadt/Kommune hat idR ein Rentenamt. Dort bekommst Du/ihr auf jeden Fall eine angemessene Beratung und Unterstützung bei der Antragsabgabe.

Der zuständige Rentenversicherer benötigt die gleichen medizinischen Unterlagen wie das Versorgungsamt. Der Rentenvesricherungsträger beauftragt idR einen Vertrauensarzt welcher eine Untersuchung durchführt. Fahrtwege etc. werden erstattet.

Wichtig ist, dass ausreichend Unterlagen für die Kontenklärung vorhanden sind... dass ist der umfangreichste Abschnitt, da idR einige Arbeitsnachweise, Wehrdienstzeiten und Ausbildungen/Umschulungen noch nachgewiesen werden müssen. Hier ist das Rentenamt aber behilflich und gibt einem Tips wie man evtl. noch Nachweise erhalten kann.

  1. Die Erwerbsminderungrente wird meistens befristet beschieden, sodass eine Überprüfung der Erwerbsfähigkeit meistens nach 2 Jahren erneut durchgeführt wird. D.h. dass die Erwerbsminderungsrente nicht automatisch bedeutet, dass man für immmer "ausgesteuert" wird. Kannn den einen oder anderen ja auch beruhigen, wenn sich die Frage nach dem "warum jetzt schon Rentner? stellt.

Hoffe das bringt Euch etwas weiter.

Hallo tomscheck,

Sie schreiben:

Rente wegen Erwerbsminderung: Anspruch und Antragstellung?

Könnt ihr mir in diesem Zusammenhang sagen, wer Anspruch auf die Rente wegen Erwerbsminderung hat und wie die Formalitäten bezüglich der Antragstellung geregelt werden?

Antwort:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist die Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!

Auf Ihrem DRV Rentenkonto müßen mindestens
60 Beitragsmonate (5 Jahre)-
davon in den letzten 5 Jahren
mindestens 36 Beitragsmonate (3 Jahre)
nachgewiesen werden!
Fehlt da auch nur ein Monats - Beitrag,
besteht in der Regel keine Chance auf Erwerbsminderungsrente!

Im nächsten Schritt geht es
um den Nachweis der medizinischen Voraussetzungen!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist,
hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Für die Bewilligung einer vollen Erwerbsminderungsrente
muß an Hand der eigenen Krankenakte glasklar
und sehr detailliert nachgewiesen werden,
daß die Leistungsfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten
am allgemeinen Arbeitsmarkt
dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag,
auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt,
abgesunken ist!
(Leichte Tätigkeiten
= zum Beispiel Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw.)

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Es herrscht der Irrglaube, daß eine Schwerbehinderung Einfluss auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente hat, dem ist aber nicht so!

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Themen/Soziales/Renten/Erwerbsminderungsrente/Erwerbsminderungsrente.html

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Die umfangreichen Antragsunterlagen füllt man am Besten zusammen mit dem zuständigen Sachbearbeiter in einer DRV-Beratungsstelle am Wohnort aus und fügt die aktualisierte und optimierte, eigene Krankenakte in Kopie bei!  Niemals Originalunterlagen aus der Hand geben!

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Die meisten Verfahren werden überwiegend nach Aktenlage entschieden, deshalb kommt dem Inhalt der eigenen Krankenakte eine sehr große Bedeutung zu!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

https://www.youtube.com/user/hubkon

https://youtube.com/watch?v=lT893J4l_Co

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

da muss alles über die LVA gehen. sprich mal mit deinem Arzt darüber und mit dem Arbeitsamt doch ich warne dich, es wird ein höllischer weg!!! Meine Mutter hat nun 70% behinderung und Buchstabe HG und was noch alles und wird immer noch als arbeitsfähig eingestuft. zum Glück hat sie im Oktober altersrente.

wünsche auf jeden fall starke nerven.....

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