Rente und Arbeit gleich Mogelpackung?

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5 Antworten

Wenn du heute in Rente gehst werden 72% des Jahreseinkommens als zu versteuerndes Einkommen gezählt. Angenommen du bekommst monatlich 1.000 € Rente macht das 12.000 € im Jahr. Davon 72% sind 8.640. Der Freibetrag liegt bei 8.652 €. Also zahlst du gar keine Steuern auf die Rente. Angenommen du gehst jetzt noch ein paar Stunden in der Woche arbeiten um die Rente aufzubessern, kann es sein, dass du über den Freibetrag kommst und damit steuerpflichtig wirst. Solange es sich bei der Beschäftigung aber nur um einen 450 € Job handelt der seitens des Arbeitgebers bereits (wie es gesetzlich vorgeschrieben ist) mit 2% versteuert wurde bewegst du dich weiterhin im Rahmen eines Freibetrages, da ein 450 € Job nicht auf das zu versteuernde Einkommen aufgerechnet wird. Nur wenn es sich um einen sozialversicherungspflichtigen Job (also mehr als 450 €/Monat) handelt, wird der Betrag auf die Rente angerechnet.

Beispiel: Du verdienst dir 600 € monatlich (7200 €/Jahr) dazu. In dem Fall steigert sich das Einkommen auf 12.000+7.200=19.200 €. 72% wären 13.824 €. Dieser Betrag wird dann versteuert was effektiv auf ca. 7,5 % (1.036,80 €) Steuern pro Jahr hinausliefe. Der Betrag lässt sich dann natürlich (wie bisher auch) durch Pauschalen und andere Sachen die man in der Steuererklärung angibt noch reduzieren.

Ich bin zwar ein absoluter Gegner der Rentenbesteuerung, aber man muss ehrlicherweise sagen: Die meisten Rentner kommen gar nicht in die Situation, als dass sie große Summen ans Finanzamt abführen müssten. Das wiederrum ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass die meisten einfach keine anständige Rente bekommen.

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Das ist schwierig allgemeingültig zu beantworten.

Manche Menschen wollen vielleicht auch einfach gebraucht werden und sich nicht von heute auf morgen vollends in den Ruhestand zurückziehen.

Wenn es sich um einen Minijob handelt und dieser vernünftig pauschal besteuert wird, stellt sich die Frage nicht. Dann ist Brutto gleich netto.

Und selbst wenn der Rentner mehr als 450,- € verdienen sollte, so fallen für ihn als Arbeitnehmer keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenverschicherung an.

Der höchstmögliche Steuersatz ist ferner 45% zzgl. Soli und ggf. KiSt. Ergo ist diese das geringste Problem.

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In der Rente zu arbeiten hat neben der Motivation "Ich bekomme Geld" auch noch die Motivation "Ich bin für was nütze", "Ich habe Spass" usw.

Aber wenns nur um Geld geht dann ist die Antwort doch einfach:

Wenn Du in die Rente einzahlst kannst Du die Beiträge von der Steuer absetzen und zahlst halt keine Steuern auf diesen "Vorsorgebeitrag" das Geld fliesst also Netto in Deinen Rententopf. Und wenn Du Rente beziehst dann musst Du die Rente (abzgl. des Freibetrages von ca. 730 Euro mtl) versteuern. Was ist also daran so ungerecht, unfair, böse?

Und die meisten Rentner haben einen Minijob und zahlen halt darauf auch keine Steuern. Also ich finde wenn jemand 1.000 Euro Rente bezieht und vielleicht 50 Euro Steuern und dann mit einem Minijob 450 Euro netto dann ist das doch nicht verkehrt. 

Früher konnte man die Beiträge für die Rente nicht absetzen und musste dafür aber die Rente nicht versteuern. Das war unter dem Strich für die meisten teurer als das heutige System. Und auch ungerechter weil die Leute mit hoher Steuerlast in der Rente. Eben Leute mit Immobilienbesitz, Firmen, sonstigem Einkommen aus Vermögen auch keine Steuern auf ihre Rente zahlen mussten. Und das ist heute anders. 

Der mit "nur" der Rente zahlt wenn überhaupt nur ca. 18% Steuern auf den Teil der die 730 Euro übersteigt und die anderen halt bis zu 45%.

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Kommentar von bachforelle49
24.09.2016, 13:34

wenn ein Rentner bedenkt, wieviel Zeit ihm noch verbleibt, sollte er  diesen Faktor gut bedenken, denn Zeit ist bekanntermaßen relativ und hat mit Steuern dann gar nichts mehr zu tun - die Armen werden angehalten zu arbeiten und die Reichen fahren in Urlaub... (denken natürlich nicht dran, weil sie,s nicht (mehr) nötig haben)

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Wenn der normale AN seine Einkünfte besteuern muss warum soll der Rentner seine Einkünfte nicht besteuern?

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Kommentar von bachforelle49
23.09.2016, 16:24

weil, wenn der Grundfreibetrag bei 8652 Euro liegt (bei verh doppelt..), der mtl. Salär (=Rente) bei 721 Euro, was unterhalb der Armutsgrenze liegt + somit die Armut bei Rentnern gutheißt, sozusagen.. in folge müßte also der Grundfreibetrag höher angesetzt werden, sonst fördert man die Armut noch! die Besteuerung wirkt kontraproduktiv, weil es sich dann nicht mehr zu arbeiten lohnt, wenn,s in Form von Steuern vorher abgezogen wird (?!)

der Vergleich mit anständigen Löhnen während der Arbeits(er)lebensphase hält dem nicht stand, weil Rente und Lohn 2 verschiedene Einkommenssysteme darstellen.. nicht zu verwechseln mit dem Vermögen einzelner Rentner, die nicht stellvertretend für und von den Armutsrentner profitieren dürfen..

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die meisten Rentner haben so wenig Rente,das sie arbeiten müssen.

Das hat Mutti geschafft!

Von wollen ist hier keine rede.

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Kommentar von Ursusmaritimus
23.09.2016, 15:37

Rentenreform war vor Mutti.....

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Kommentar von wurzlsepp668
23.09.2016, 17:20

klar ......

Mutti ist Schuld.

kannst ja sicherlich auch begründen, oder?

wenn keine Begründung = Bullshit ....

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Kommentar von Detlef32
24.09.2016, 10:12

Schwachsinn - die Rentenhöhe richtet sich alleine nach Deinen Einzahlungen in die Rente und die nach Deinem Bruttoverdienst. Wer also warum auch immer wenig verdient hat bekommt geringe Rente und im Zweifelsfall halt Grundsicherung.

Und wer denkt er hätte nur weil er er ist einen Anrecht darauf in der Rente von allen anderen einfach nur so unterstützt zu werden und ohne Gegenleistung eine hohe Rente zu erhalten der hat im Leben nicht verlernt. Wie habe ich gerade gelesen;: Das Leben ist kein Ponyhof.

Und von den Arbeitslosenzahlen, Einkommen usw. geht es uns glänzend seit Merkel dran ist. Unter Schröder gabs Einschnitte und wenig Jobs.

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