Rente mit schwerbehinderung Grad 60

2 Antworten

Sie bekommt jetzt ihre Rente und eine Aufstockung vom Jobcenter,damit ihr Bedarf laut SGB - ll gedeckt ist !

Der Beträgt bis jetzt 391 € Regelsatz + ihre angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung,das ist dann ihr individueller Bedarf,den sie jetzt bekommt. Von ihrer Rente müssten normalerweise 30 € Versicherungspauschale abgezogen worden sein,wenn sie nicht einer Nebenbeschäftigung nachgeht.

Denn dann würden diese 30 € schon in ihrem Grundfreibetrag von 100 € enthalten sein,den sie von ihrem Verdienst absetzen könnte.

Diese Freibeträge stehen dir dann auch zu,aber dann ändert sich die Höhe des Regelsatzes von 391 € auf dann 353 €.

Diese 353 € würden euch jeden zustehen,dazu dann die angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung. Eure Wohnung dürfte dann ca.60 qm - 65 qm groß sein,was diese kosten dürfte,kannst du im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " einmal nachsehen.

Nun kommt es auf dein Einkommen an und auf die Höhe der Rente,das entscheidet letztendlich darüber,ob ihr überhaupt noch einen Anspruch hättet.

Du hast folgende Freibeträge auf dein Erwerbseinkommen :

  • die ersten 100 € deines Bruttoeinkommens ist der so genannte Grundfreibetrag
  • ab 100 € - 1000 € Brutto noch einmal 20 % Freibetrag
  • und ab 1000 € - 1200 € / 1500 € Brutto noch einmal 10 % Freibetrag

Der letztere Freibetrag von 1000 € - 1500 € Brutto gilt bei min.1 minderjährigen Kind im Haushalt,für euch würde die 1200 € Grenze gelten.

Diese Freibeträge werden dann von deinem Nettoeinkommen abgezogen,das ergibt dann das anrechenbare Einkommen,dazu kommt dann die Rente deiner kann Ehefrau ( minus 30 € Pauschale ) das ist dann euer gesamtes anrechenbare Einkommen.

Dieses anrechenbare Einkommen musst du dann mit folgenden Bedarf vergleichen :

2 x 353 € Regelsatz + die angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung ( warm Miete ) .

Ergibt sich dann eine Differenz von anrechenbarem Einkommen zu eurem Bedarf,würdet ihr eine Aufstockung in Höhe dieses Betrags erhalten.

Würde dieser Betrag sehr gering ausfallen,könntet oder müsst ihr Wohngeld bei der Stadt beantragen,denn das hätte Vorrang,wenn nach der Zahlung des Wohngeldes keine Bedürftigkeit laut SGB - ll mehr vorliegt.

Aufpassen müsstet ihr auf bei eurem Vermögen,wenn ihr eine ALG - 2 Aufstockung bekommen würdet.

Ihr dürftet nämlich jeder nur haben .

150 € pro Lebensjahr + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen.

Dieses Schonvermögen könnte auch dann verteilt werden bzw.wird dann verteilt,weil ihr dann zusammen veranlagt werdet. Du könntest also einen Großteil auf dem Konto haben und deine dann Ehefrau weniger,würde nichts machen,Hauptsache ihr übersteigt diesen Freibetrag nicht.

Dann würde der Überschuss nämlich auf den Bedarf angerechnet und dementsprechend gekürzt oder die Leistungen ganz versagt,wenn es eine höhere Summe wäre.

Ein Auto mit einem Zeitwert von bis zu 7500 € dürftet ihr beide besitzen,dazu ein Eigenheim ( also nicht jeder ) oder eine Eigentumswohnung,die angemessen groß wäre für 2 Personen.

Würde dann in dem Fall bei ca.90 qm - 100 qm liegen,wenn diese selber bewohnt wird.

Dazu könnt ihr außerdem noch eine Altersvorsorge besitzen,wie Lebensversicherung.

Da müsste aber im Vertrag stehen,das sie erst ab der regulären Altersrente zur Auszahlung kommt,sonst könnte eine vorzeitige Verwertung vom Jobcenter verlangt werden.

Ist der Verlust bei einem Rückkauf allerdings höher als 10 %,darf dieser nicht gefordert werden.

Solltest du allerdings ALG - 2 ( Hartz - lV ) mit Grundsicherung ( Sozialamt ) verwechselt haben,dann sieht das beim Schonvermögen anders aus.

Hallo lubiluck, du solltest dich an einem Sozialverband wenden ( SoVd ), die können dir bestimmt weiter helfen. Den findest du bestimmt in deiner Nähe oder nächste Stadt oder wie auch immer. Ist auch bei der Gemeinde oder Stadtverwaltung zu erfragen. LG.KH.

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