Rente mit 63, Nichtberücksichtigung der letzten 2 Jahre der Arbeitslosenzeit

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5 Antworten

Die Arbeitslosigkeit (bis 24 Monate) vor dem Renteneintritt wird nicht zu den 45 Arbeitsjahren gerechnet, nur die Zeiten der Arbeitslosigkeit vor den letzten 24 Monaten. Eine zusätzliche Einzahlung in die Rentenversicherung erhöht nur deine Rente, verlängert aber nicht deine Arbeitszeit. Wenn das Arbeitsamt / Rentenversicherung nicht zahlt, bist du noch automatisch 30 Tage krankenversichert, danach musst du dich (wenn möglich) über deinen Ehepartner kostenlos "familienversichert" melden (Formular gibt es bei der Krankenkasse) oder den Mindestbeitrag (ca, 150 Euro im Monat) selber zahlen.

Hallo volli,

so einfach wird das mit der abschlagsfreien Rente mit 63 und 6 Monaten nichts werden.

Maßgebend sind die letzten 2 Jahre vor dem Rentenbeginn. Wenn du pünktlich mit 63 Jahren und 6 Monaten in Rente gehen willst, zählen die Arbeitslosigkeitszeiten ab dem Monat, in dem du 61 Jahre und 6 Monate alt wirst, nicht zu den 45 Jahren Beitragszeit. Auch freiwillige Beiträge, die du während einer Arbeitslosigkeit in diesen 2 Jahren zahlst, werden nicht zu den 45 Jahren Wartezeit dazu gezählt.

Der einfachste Weg wäre, nochmal zu Arbeiten bis du die 45 Jahre voll hast (ggf. auch geringfügig, ohne die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung zu beantragen).

Grüße

volli242 03.07.2014, 15:15

Hallo InderRuhe, vielen Dank für die Antwort . Wie sieht es aber aus wenn ich die freiwilligen Beiträge in der Zeit bezahle in der ich kein Arbeitslosengeld beziehe?

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InderRuhe 03.07.2014, 18:31
@volli242

Auszug § 51 SGB VI:

(3a) Auf die Wartezeit von 45 Jahren werden Kalendermonate angerechnet mit (4.) freiwilligen Beiträgen, wenn mindestens 18 Jahre mit Zeiten nach Nummer 1 vorhanden sind; dabei werden Zeiten freiwilliger Beitragszahlung in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nicht berücksichtigt, wenn gleichzeitig Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit vorliegen.

Das bedeutet grob gesagt, die freiwilligen Beiträge werden grundsätzlich auf die Wartezeit angerechnet, außer in den letzten 2 Jahren vor Rentenbeginn (!), wenn du in dieser Zeit gleichzeitig arbeitslos gemeldet bist bzw. Arbeitslosengeld erhältst.

So zumindest der aktuelle Gesetzeswortlaut, aber wer weiß, ob die das nicht in den nächsten Jahren nachkorrigieren : ) Wobei ich das für eher unwahrscheinlich halte.

Grüße

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Genau das soll ja eigentlich verhindert werden. Dass (auch noch mit Einwilligung des Arbeitnehmers) jetzt alle 61-jährigen erst mal 2 Jahre AlG 1 kassieren, und dann eine abschlagsfreie Rente beanspruchen.

volli242 02.07.2014, 14:13

Als ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben habe war ich 58 Jahre alt und die Bundestagswahl noch in weiter Ferne.

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Hallo, die freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Krankenkasse wirst Du leisten müssen, sonst hast Du ja keinen Krankenversicherungsschutz. Oder bist Du beim Ehepartner mitversichert? Dann brauchst Du es nicht. Für den zukünftigen Bezug der abschlagsfreien Rente mit 63 wird das nicht reichen, was Du hier vorhast, da Zeiten von Arbeitslosengeld I nach dem 1.7.2014 nicht berücksichtigt werden. Hier ein Link zu Antworten auf häufige Fragen zur Rente mit 63: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Rheinland/de/Inhalt/4_Presse/04_medieninformationen/140212_faq_rente_mit_63.html Alles Gute!

volli242 02.07.2014, 13:59

Ich habe mich verschrieben,ich meinte nicht die Krankenkasse, sondern die gesetzliche Rentenversicherung.

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volli242 02.07.2014, 14:05
@volli242

Soviel wie ich weiß werden auch nach dem 1.7.2014 die Arbeitslosenzeiten angerechnet. (nur in den letzten 2 Jahren vor dem Renteneintritt nicht)

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