Rente mit 63 - 3 offene Fragen

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4 Antworten

Zu 1) Als erstes würde ich mir den frühestmöglichen Rentenbeginn schriftlich (!) von der Rentenversicherung bestätigen lassen. Danach sofort den Rentenantrag stellen und danach auch den Arbeitgeber unverzüglich informieren.

Zu 2) Diese Frage hätte sich bei obiger Vorgehensweise mit beantwortet.

Zu 3) Das Arbeitsverhältnis läuft grundsätzlich so lange, bis es von einer der beiden Vertragsparteien gekündigt oder durch Aufhebungsvertrag einvernehmlich beendet wird.

In Rente gehen ist ein ganz normaler Vorgang, weshalb man von "Job verlieren" in diesem Zusammenhang wohl nicht sprechen kann. Viele Arbeitsverträge beinhalten zwar Klauseln, wonach das Arbeitsverhältnis z.B. auf den Beginn des gesetzlichen Rentenalters beschränkt ist - das hätte de facto eine Befristungsfunktion. Die wäre allerdings bei 65 Jahren bzw. bei 65 Jahren + ein paar Monate (je nach Geburtstag), sodass dies hier also wohl nicht relevant sein wird.

Da man allerdings in der Phase der Rentenbeantragung noch keinen definitiven Rentenbeginn nennen kann, wird es in der Regel so sein, dass der Arbeitgeber nach Vorlage des Rentenbescheids das Arbeitsverhältnis per Rentenbeginn -1 Tag als beendet zu erklären hat. Beispiel hier: Rentenbeginn am 01.07.2014, Beendigung des Arbeitsverhälnisses per 30.06.2014.

Noch Fragen? Wenn nicht, viel Spaß als Rentner :-))

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baldigerrentner 21.03.2014, 14:52

Hallo Nightstick, erstmal vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort. Ich muss noch ergänzen, dass der Berater der Rentenversicherung noch keine verbindliche Aussage treffen kann, weil ja das Gesetz noch nicht offiziell verabschiedet worden ist.

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Nightstick 21.03.2014, 19:47
@baldigerrentner

Hallo @baldigerrentner, bei Dir geht es ja offensichtlich um die "abschlagsfreie" Rente nach 45 anrechenbaren Beitragsjahren, stimmt´s? Denn mit Abzügen kann man ja auch schon jetzt mit 63 Jahren gehen.

Im Internet unter

http://www.rentenpaket.de/rp/DE/Alle-Fakten/Die-Leistungen/Rente-ab-63/rente-mit-63.html;jsessionid=862125934E1C30D22C72B862BB3DF62E

sieht es allerdings so aus, als sei das schon beschlossene Sache. Oder hast Du genauere Erkenntnisse, wann das Gesetz in Kraft treten wird?

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baldigerrentner 23.03.2014, 16:16
@Nightstick

Hallo Nightstick, ja bei mir geht es um die "abschlagsfreie" Rente. Die deutsche Rentenversicherung konnte mir nur sagen, dass es beschlossen ist. Aber wann es in Kraft tritt, weiß keiner so richtig. Angesetzt ist ja wie allen bekannt der 01.07.2014!

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Nightstick 23.03.2014, 18:47
@baldigerrentner

Danke für die Zusatz-Info!

Hier fällt mir abschließend nur noch ein, dass Du Dir ggf. noch einmal einen Termin bei einem sog. "Versicherungsältesten" geben lassen könntest. Dies sind bekanntlich ehrenamtlich tätige, erfahrene Verwaltungsbeamte, die Dir vielleicht auch noch konkrete Hinweise zum richtigen Zeitpunkt der Rentenantragstellung geben können.

Nochmals viel Erfolg!

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Hallo baldigerrentner,

ich recherchiere gerade für die SWR-Verbrauchersendung Marktcheck einen Beitrag zum Thema "Rente mit 63". Der soll erklären, was sich mit dem neuen Gesetz ab Juli ändern soll, wer davon profitiert, für wen das überhaupt infrage kommt und welche Voraussetzungen man mitbringen muss.

Dafür bin ich auf der Suche nach jemandem wie Ihnen, der ab Mitte des Jahres 63 wird und schon 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung voll hat. Allerdings müsste derjenige aus Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg kommen (Sendegebiet des SWR). Ist das bei Ihnen der Fall?

Konkret ginge es darum, ein Interview mit Ihnen zu führen, Sie kurz an Ihrem Arbeitsplatz vorzustellen, und dann würde ein Experte alles Wichtige zum Thema und zu Ihrem Fall erklären.

Da ich den TV-Beitrag bereits in den kommenden 1,5 Wochen drehen muss, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mich kontaktieren würden: gerne auch über die Osterfeiertage. Schreiben Sie mir einfach eine Mail - gerne mit Ihrer Telefonnummer -, und ich rufe Sie dann zurück (gross.sina@web.de).

Schon einmal herzlichen Dank im Voraus und beste Grüße

Sina Groß

PS: Wer auch immer das liest und sich angesprochen fühlt, kann natürlich gerne Kontakt zu mir aufnehmen.

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Meine Empfehlung, werde Mitglied beim VDK und lasse dich gut! beraten.

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Ich würde das vermutlich direkt und offen mit der Personalchefin oder dem Personalchef besprechen, vorausgesetzt, das Verhältnis stimmt zumindest einigermaßen.

Geht es um die Änderung für langjährig Versicherte? Da ist es zur Zeit noch fraglich, ob die Regelung rechtzeitig zum 1.7.14 fertig wird. Eventuell besprechen, ob ein Auflösungsvertrag gemacht werden kann, der einen Vorbehalt enthält - dem Sinne nach etwa so: die Auflösung des Arbeitsvertrages gilt nur für den Fall eines positiven Rentenbescheids.

Vielleicht hat ja auch der Betriebsrat oder Personalrat einen Tipp für dich, an wen du dich wenden könntest, um das Ganze mal zu beraten? Den Betriebsrat kannst du auch fragen, wie es mit den Kündigungsfristen aussieht, wenn du keinen Auflösungsvertrag machen willst (gibt es eine Regelung dazu, bezogen auf den Renteneintritt, im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung?).

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Nightstick 20.03.2014, 22:24

Ich rate von einem Auflösungsvertrag (wenn auch mit der besagten Klausel) bei diesem Sachverhalt grundsätzlich ab!

Dieser würde nämlich -sollte es Probleme mit dem Rentenbeginn geben- immer "im Raum stehen", und man hätte eine schlechte Rechtsposition (siehe hierzu auch meine Antwort zu 3).

Und einen VDK braucht man auch nicht!

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baldigerrentner 21.03.2014, 14:53

Vielen Dank, für die schnelle Antwort!

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