Rente ab 72?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Bei solchen Planungen frage ich mich, ob die Politik den Bezug zur Realität nun völlig verloren hat.

Ich würde mich nicht für ein Alter bei Rentenbeginn einsetzten sondern es muss viel mehr nach den Beitragspflichten Jahren geschaut werden.

Es kann ja nicht sein, dass jemand der mit 16/17 Jahren beginnt zu arbeiten bis 72 arbeiten muss! Nach 45 Beitragsjahren muss Schluss sein! Danach sollte höchstens die Möglichkeit eröffnet werden, auf freiwilliger Basis weiter zu arbeiten .

Ein Rentenbeginn ab 72 ist überhaupt nicht akzeptabel! Ich finde es erschreckend das unter anderem die Junge Union diese Planung untersetzt!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Private Versicherer, Banken und die an den Rentenbeiträgen beteiligten Arbeitgeberverbände haben das nachvollziehbare Interesse die Renten zu kürzen und die Lebensarbeitszeit zu verlängern.

Genau dies machen die Lobbyvertreter dieser Gruppen sehr geschickt. Obwohl unabhängige Experten zu anderen Ergebnissen kommen, wird ständig ein Horrorszenario aufgebaut.

Tatsächlich geht es also einfach um Rentenkürzungen, damit Versicherungen Kasse machen und die Arbeitgeber nicht so viel bezahlen müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Guten Tag,

das ist ein sehr schwieriges Thema, da es schwierig ist den Rentenbeginn pauschal auf ein spezielles Renteneintrittsalter festzulegen. Einige Berufe, beispielsweise Berufe bei denen die körperliche Arbeit im Vordergrund steht, können aufgrund der im Alter reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit nicht mehr ausgeübt werden, insofern müssen die Renter dieser Berufssparten dann mit hohen Rentenkürzungen rechnen, was natürlich den Versicherungen in die Karten spielt.

Andererseits werden die Rentenzahlungen aufgrund der stetig steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung auf proportional teurer.

Ein Renteneintrittsalter von 72 halte ich für überzogen und auch mittelfristig für unwahrscheinlich. Die 70 ist hier wohl die Grenze des zumutbaren (wie gesagt abhängig von der Berufsgruppe).

Unter Umständen wäre ein Mittelweg denkbar. Also eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 69 bei gleichzeitiger Begrenzung der maximalen Höhe der Rente und der Erhöhung der Mindesrente, so dass kein Rentner unter beispielsweise 1.100 € Rente erhält (das ist immer noch wenig), vor allem in Städten wie München und im Gegenzug kein Rentner über 5.000 € Rente, auch wenn dieser aufgrund eines höheren Gehalts mehr in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Des Weiteren könnten die Beamtenpensionen gekürzt werden, die quasi eins zu eins gezahlt werden, also Pension fast gleich der Besoldung. Diese Mittel könnten zu gunsten der Rentenversicherung umgeschichtet werden (ich sage das als Beamter).

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde das eine absolute Frechheit und das Rentenalter aktuell auch schon zu hoch, vor allem, weil es noch auf Vollzeit ausgelegt ist. Rente mit 60 Jahren war meiner Meinung nach das einzig richtige. Es gibt genügend körperlich sehr anstrengende Berufe, weswegen man schon rein aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange arbeiten kann und schon gar nicht in Vollzeit. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von turnmami
27.07.2016, 19:23

und wer soll das finanzieren? Erstens ist die Rente mit 60 Jahren dann noch niedriger und die durchschnittliche Rentenbezugsdauer würde nochmals um 5 Jahre steigen.

0

Ich finde es unverschämt..

Wollen die, dass 72-Jährige auf dem Dach Dächer bedecken ?

Dass 72-Jährige alte Menschen im Heim pflegen?

Oder schwere körperliche Arbeit verrichten, wofür sie evtl viel zu schwach sind ?

Das Problem ist einfach auch, dass viele zu faul sind oder aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten und somit keine Steuern zahlen, womit die Renten finanzhiert werden könnten..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es erscheint zuerst wie eine Dreistigkeit des Staates.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass das Lebensalter immer weiter ansteigt. So werden die Menschen in Europa fast doppelt so alt als noch vor einhundertjahren.

Von der Politik aus gesehen an sich nachvoll ziehbar.

Jetzt kommt das große ABER:

der menschliche Körper ist mechanisch nicht für solch ein Alter geschaffen.

Der Körper baut vorher ab.

Deshalb wird es , sollte diese Reglung wirklich kommen, immer mehr Frührentner geben, da die meisten mit 65 oder 70 Jahren körperlich ausgelaucht sind. Das gilt es der Politik noch deutlich klar zu machen.

Ich stelle mir gerade eine 70 jährige Pflegekraft im Pflegeheim oder im ambul. PD oder Krankenhaus  vor.

Oder einen 75 jährigen Atemschutzgeräteträger bei der Feuerwehr. Genauso wie es nicht möglich sein wird mit 70 Jahren noch auf dem Bau zu malochen.

Die Politik muss dies unbedingt in ihre "Recherchen" mit einbeziehen und nicht nur das zu erwartende Lebensalter als Grundlage für diese Entscheidung heranziehen.

Aber werden das die Sesselhocker je begreifen?


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fielkeinnameein
27.07.2016, 10:24

Das höhere Lebensalter ist doch nur ein herbeigeredetes Problem der Politik. Was viel wichtiger ist, ist die Produktivität eines jeden Arbeiters und die steigt Jahr für Jahr. 

Vor einigen Jahren hat man noch ca. 10% der Wirtschaftsleistung für Renten ausgegeben und jetzt sind es noch ca. 9%.

Man gibt also weniger für Renten aus aber ohne das Geld welches man weniger ausgibt, zur jungen Bevölkerung un zu lagern. 

1

Jeder will einen möglichst geringen prozentualen Rentenbeitrag pro Monat zahlen, gleichzeitig aber so lange wie möglich eine hohe Rente. Das wollen aber auch diejenigen, die (aus welchem Grund auch immer) nichts oder so gut wie nichts eingezahlt haben. Und das bei stetig steigender Lebenserwartung.

Am Ende ist es eine Frage der Finanzierung. Dass das umlagefinanzierte, an die Einkommensentwicklung gekoppelte Rentensystem irgendwann platzen würde, war schon bei dessen Einführung klar. Nur wollte Adenauer das aus wahlkampftaktischen Erwägungen nicht wissen. Die Frage des "Rentenraubes" ist von daher vollkommener Quatsch. 

Wir werden uns alle am Ende entscheiden müssen, ob wir mit wenig Rente etwas früher in den Ruhestand gehen oder mit etwas mehr Rente etwas später.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Etwas zu Niedrig angesetzt. Wenn schon dann Rente mit 80. Dann kommt endlich Ruhe im Unternehmerlager."Profit machen ist unsere Sache aber noch das soziale Lottchen spielen?". Und der Lohnsklave ist nach der Entlassung völlig hilflos und dreht Däumchen zu Hause herum,fällt der Hausfrau auf den Wecker weil er ständig herummeckert.Nein damit wird Schluss gemacht.Es reicht aus wenn man noch 1-2 Jahre mit der Rente lebt.Na DGB was sagst du dazu: Du schweigst du Arbeitnehmervertreter!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verstehe ich nicht... die Medien machen einen weiß, das Deutschland Mega-Reich ist und wir noch weitere 5 Mio. Flüchtlinge finanziell verkraften können, aber für einen würdigen Abgang in die Rente reicht es nicht?

Da sieht man mal wieder, wie extrem die Politik auf die Arbeitnehmer angewiesen sind...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die reden viel. Sie wollen dadurch die Rentenauszahlungen zurückhalten um mehr einzunehmen. Je länger darüber geredet wird umso wahrscheinlicher ist es, dass es diese Veränderungen geben wird. Es sieht düster aus. Also selber für dich vorsorgen, Eigentumswohnung, Bausparvertrag abschließen. Gerade jetzt sind die Zinsen so günstig. Verlassen kannst du dich nur auf dich selbst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man sollte mal lieber die von der Politik zweckentfremdeten Gelder in die Rentenkasse rückführen.

Weiterhin halte ich es immer noch für absolut fragwürdig, warum wir zwei Kassen haben. Wird die Rentenkasse mit der Pensionskasse verschmolzen, haben wir ausreichend Mittel zur Verfügung.

Zusätzlich sollten wir uns an unsere europäischen Nachbarn orientieren.

Migranten, die nur eine kurzzeitige Verweildauer im Land hatten, bekommen Sozialleistungen auf Basis ihres Herkunftslandes.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Tag kommt, an dem es fuer jeden eine Art Grundrechte minimalster Art geben wird. Rente wie wir sie heute kennen, ist dann Geschichte und die Altersarmut, gerade bei Geringverdienern, absolut an der Tagesordnung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Welche Leute sind es, die für einen höheren Renteneintrittsalter sind? Es sind nicht die, welche bei Wind und Wetter draußen arbeiten, an Sonn- und Feiertagen da sind, an Hochöfen schwitzen usw. Es plädieren die Leute dafür, die selbst keinen Beitrag zahlen bzw. sich an ihren Bürosesseln desthalten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ML2506
27.07.2016, 09:21

Ich will nicht unverschämt klingen. Ja die, die einen Handwerklichen Beruf ausüben haben es körperlich schwerer keine Frage ich möchte auch nicht dass diese noch im hohen Alter auf einem Dach herum turnen.. Jedoch müssen 72 Jährige nicht auch noch Büroarbeiten erledigen.. Ich arbeite 9 Stunden am tag im Büro ( Was für viele angeblich nur doof rumsitzen ist) und ich muss sagen es ist anstrengend. nicht weil ich körperlich belastet werde sondern weil man sich standing konzentrieren muss auf jedes kleinste detail, denn macht man einen fehler kann das ganze system zusammenbrechen.

2

Was möchtest Du wissen?