Rentabilität von Kolonien europäischer Großmächte?

5 Antworten

Ich sah eine Dokumentation, dass auch für die anderen Kolonialmächte ein Verlustgeschäft war. Der Aufbau von Infrastruktur, die militärische Sicherung der Kolonien gegen andere Kolonialmächte und die Unterdrückung der Menschen in den Kolonien kostet mehr als durch Handel von/nach den Kolonien brachte.

Es waren reine Prestige-Objekte und bei einigen Staaten dauerte es bis in den 1960er Jahren bis man das endlich erkannte.

Die "Privatkolonie" Belgisch-Kongo dürfte eine der rentablen Ausnahmen gewesen sein.

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@earnest

Richtig, sie warf Gewinn hab, allerdings keine Kolonie im klassischen Sinne, es war ein ( sehr sehr sehr großes) Privatgrundstück des belgischen Königs.

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Die Niederlande haben sehr viel und gut verdient an Indonesien (Pfeffer, niederländische Ausdruck "peperduur" -> "pfefferteuer") und Surinam (Öl und Zuckerrohr). Auch warien die Niederländer sehr beschäftigt mit dem Sklavenhandel im Goldenes Zeitalter. Niederländer sind Kaufmänner...

Hi. 

Bei der Frage der Rentabilität sollte zunächst genauer betrachtet werden: rentabel für WEN?

Das bekannt Muster, das sich z.B. in "Deutsch-Südwest" zeigte: Für die den Gewinn abschöpfenden Privatleute war das durchaus rentabel - Beispiel Diamantenabbau.

Die Verluste hingegen (Infrastruktur, militärischer Schutz usw.) wurden vom Steuerzahler getragen.

Die "Privatkolonie" Belgisch-Kongo zum Beispiel (bei Bedarf bitte googeln) war sicherlich rentabel und rundherum lukrativ.

Gruß, earnest

-edit: das bekannte

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