Renovieren: geht das gut: hundert Jahre altes Haus außen Putzfassade anbringen?

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7 Antworten

ohne das gebäude untersucht zu haben und zusätzliche informationen (einige sind bereits angesprochen worden: bausubstanz, feuchtigkeit, etc) kann man keine globale tipps geben. ein vollwärmeschutz wäre zu überlegen, da damit auch noch etwas für den geldbeutel getan wird (heizkostenersparnis über einen energiepaß prüfen lassen). die ursprüngliche optik des gebäudes wird durch die fassadenarbeiten auf jeden fall verändern. wie sieht denn die fassade jetzt aus? (Klinkerfassade?)

Ein Haus bekommt keine Risse, nur weil es alt ist. Im Gegenteil: eventuelle Setzrisse, die häufig Ursache der Rissbildung sind, sind bereits zur Ruhe gekommen.

Die bereits bestehenden Risse sind Tatsachen, sie werden auch im Putz auftreten, der jetzt auf das Mauerwerk aufgetragen wird. Risse schlagen durch, weil sie durch die Temperaturänderungen (Sommer, Winter, Sonne, Schatten) laufend arbeiten. Der übliche Hinweis der Putzer auf das Bewährungsgewebe im Putz kann man vergessen, die Kunststoffmatten können die Tonnen des gerissenen Mauerwerkes nciht zusammen halten, lediglich die Rissbreite im neu aufgetragenen Putz mindern.

Andererseits haben alle Putze beim genauen Hinschauen feine Risse, dies ist kein Schaden. Feuchtigkeit sickert ein - und trocknet anschließend aus. Lediglich an breiten Rissen, davon kann man bei um die 1 mm Breite sprechen, wird ein Problem, insbesondere bei Frost.

Im Übrigen, je glatter die Putzoberfläche ist, desto stärker sind die Risse sichtbar. Daher sollte man lieber rauhe Putzoberfläche, z.B. Kratzputz wählen.

Soviel zum Auftragen eines normalen mineralischen Putzes (meist 1,5 bis 2 cm stark) auf ein unverputztes Mauerwerk.

Wenn aber gemeint ist, eine Dämmschicht aufzutragen, die dann eine Putzschicht trägt, so wird die weiche Dämmung eventuelle Risse des Mauerwerks auffangen, so dass an der neuen Oberfläche keine Risse erkennbar sind.

Wichtig in diesem Falle: Dämmung aus Styropor oder Styrodur hemmt die Feuchtigkeitswanderung aus den Innenräumen nach außen, besser ist nach meiner Erfahrung Mineralwolle, die Wasserdampf diffundieren lässt.

Ein unverputztes Haus aus dem Jahr 1908? Also nackte Ziegel? Wie wär's erstmal mit Dämmung und dann erst mit Putz?

Das Dach ist jetzt gedämmt worden und neue Ziegel sind auch drauf. Jetzt gehts weiter mit der Fassade. Momentan sind Schindeln drauf.

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@WernerWalter

Die sollten vorher schon entfernt werden. Dann könnt Ihr das Haus schön warm einpacken, indem Ihr ein paar Dezimeter Hartschaumplatten ans Mauerwerk dübelt, darauf kommen eine Putzbewehrung und ein Putz nach Wunsch. Die Putzbewehrung sorgt dafür, dass es keine Risse im Putz gibt.

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