Rennradreifen mit Nabenschaltung?

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6 Antworten

Du kannst jede Felge mit jeder Nabe kombinieren wenn die Anzahl der Löcher für die Speichen gleich groß sind. Üblicherweise 36, auf alle Fälle ein vielfaches von 4. Auf alle Fälle brauchst auch neue Speichen denn die Rennradnabe ist stark unsymetrisch (rechst sind die Speichen viel steiler um Platz für den Zahnkranz zu schaffen). Vermutlich muss man mit der nabenbreite Tricksen aber mit einem Stahlrahmen feht das schon. Ist der Unterschied sehr groß dann lass das aber doch einen gelernten Fahrradmechaniker machen.

Bei solchen Operationen ist die Einbaubreite interessant, also der Abstand zwischen den beiden Ausfallenden am Hinterrad. Ein bisschen Spiel hat man aber mit Unterlegscheiben oder durch Aufbiegen, wenn es ein Stahlrahmen ist. Eine alte Getriebenabe solltest du in einen alten Rennradrahmen reinbekommen.

Wie schmal die Reifen sein dürfen, hängt von der Breite der Felge ab. Da gibt es Tabellen. Wenn da vorher ein 47er Ballonreifen drauf war, kannst du keinen 20mm-Rennradreifen aufziehen, aber vielleicht einen immer noch schlanken 28er oder 32er.

Die Einbaubreite kannst du ja mittels Unterlegscheiben und leichtem Aufbiegen der Sattelstreben soweit variieren, dass es passen sollte. Das Problem ist die Kettenspannung. Bei normalen Nabenschaltungsrädern kann man die Kettenspannung einstellen, aufgrund des variablen Abstands von Tretlager zu Hinterradnabe. Bei Kettenschaltungsrädern besteht diese Möglichkeit nicht, du benötigst also einen Kettenspanner (Umwerfer ginge auch, ist aber schwerer).

Du meinst ein Schaltwerk, keinen Umwerfer ;-)

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@espressionant

Manche nennen es Schaltwerk, andere Umwerfer, es gibt genug Websites, wo es so oder so deklariert wird. Ich habe das Teil als Umwerfer kennengelernt, ich nenne es aus Gewohnheit so. Schaltwerk ist aber logischerweise auch richtig.

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Ach doch, ein bisschen Spiel zum Spannen einer Kette hat man schon an einem Rad mit Kettenschaltung. Normalerweise kann man beide Schaltungsarten am gleichen Rahmen montieren.

Schaltwerk hinten, Umwerfer vorn - das ist schon eindeutig festgelegt.

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@FelixLingelbach

Man braucht diese Schaltelemente (zumindest eins davon) eben, anders als beim Rahmen für Nabenschaltungsräder oder bei Dirtbikes, BMX-Rädern etc., weil nur in den wenigsten Fällen der Abstand von HR Achse zu Tretlager so groß ist, dass eine Kette dort perfekt gespannt ist, ohne Schaltwerk oder Kettenspanner. Ich wollte den TE nur schonmal darauf hinweisen, es kann nämlich echt frustrieren. ^^

Ich kann mich noch an ätzende Wochen der Schrauberei und Bastelei an meinem Freeride Dirtbike erinnern, nachdem ich auf Singlespeed umgestiegen war. Ich habe ein Schaltwerk umgebaut, dass es möglichst leicht ist, aufs Nötigste beschränkt, habe mit Halflink-Kettengliedern und allem möglichen experimentiert. Am Ende hab ich einfach ein BMX-Schaltauge reingeschweißt (nach hinten offen, nach unten zu). Und dann erfahre ich vom Kettenspanner!

Schaltwerk war mir zu schwer, ich bin ja auf Singlespeed umgestiegen, um dieses Gewicht zu sparen, außerdem hat man beim Schaltwerk das Problem, dass das nicht immer so eingestellt ist, dass die Kettenlinie stimmt, man muss also mit einem Zugstück oder den Stellschrauben basteln... oder man nimmt einfach die Hauptfeder raus. Kettenspanner funktioniert aber besser, zuverlässiger und ist wesentlich leichter.

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@downhillmaster

ich hatte mit dem Kettenspanner (CT-S500) Probleme, bei meinem RR ähnlichen Rahmen, die Nexus 8 vernünftig anzubringen. Ich bin dann auf ein Schaltwerk umgestiegen, da gab es mehr Spielraum und das kostete nix.

Schaltwerke gibts ab 180g (wenn ich richtig gesehen habe) und man kann noch einen Umwerfer nutzen um 16 Gänge zu haben ;-)

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@downhillmaster

Warum macht ihr euch so einen Stress? Die Kette darf doch gar nicht richtig gespannt sitzen. Ob die nun die vorgeschrieben 3 cm Spiel hat (insgesamt) oder 5 macht doch gar nichts aus. Erst wenn sie zu fest sitzt, gibt es Probleme.

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@FelixLingelbach

ich hab vorne noch einen Umwerfer zur Nexus, aber eigentlcih brauche ich den nicht ;-)

Downhillmaster fährt so einen 40er Schnitt, da sollte die Kette nicht zuviel Spiel haben ;-)))

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@espressionant

@ Felix: und wie das was ausmacht, wenn man wie ich ohne Schaltelemente oder Kettenspanner am Dirtbike fahren will, da fliegt bei jedem Sprung die Kette runter, man fliegt davon zwar mit etwas Übung nicht davon hin, kann aber den Spot auch nicht zuende fahren, was nervt.

@ expressionat: Auf dem Dirtbike 40 Sachen? Im Leben nicht. Ich hab zwei kleine Spots vor der Tür, nix Professionelles ;D Und mein Durchschnittstempo auf dem Downhiller (da hab ich Schaltwerk, muss ja auch) dürfte bei etwa 15-20km/h liegen, muss ja erst mal zu den Trails kommen. Und davon krieg ich noch Muskelkater in den Beinen ^^

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Wieso sollte man einen Kettenspanner benötigen? Seit wann haben Rennradrahmen denn bitteschön vertikale Ausfallenden?

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Nimm eine Kombination aus der Antwort von FelixLingelbach und downhillmaster, dann sind alle Aspekte behandelt: Einbaubreite, Breite der Felge (jede Felge lässt sich mit jeder Nabe kombinieren), horizontales Ausfallende zum Spannen der Kette vs. Kettenspanner.

Rausfinden ob die Einbaubreite paßt (wahrscheinlich nicht) oder passend gemacht werden kann (wahrscheinlich ja: bei Dreigangnabe sicher, bei Fünfgang halbwegs sicher, bei mehr Gängen ist wahrscheinlich etwas zärtliche Gewalt vonnöten) …

und rausfinden ob die Felgenmaulweite (gefordert ist 13 oder 15) zur rennradüblichen Reifenbreite (20…25) paßt. Ansonsten ist Umspeichen angesagt, kostet inklusiv einfachem Material über 60€.

„Singlespeedlook“ fordert übrigens 1/8" Kette (bunte Laschen und zwar Rotary) sowie ne Heldenkurbel (mindestens Lochkreis 130). Als getürkt auffliegen wird dein Hybride dennoch denn Bahnräder haben ein nach hinten offenes Ausfallende… Viel Spaß.

Na klar geht das. Du musst nur die Nabe in deine Rennradfelge einspeichen.

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