Habt Ihr Tipps für die Rennradpflege?

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2 Antworten

Das einzige, was wirklich regelmäßig gepflegt werden muss, ist der Antrieb. Es gibt da Reinigungssets im Handel; Lappen, eine Spülbürste und alte Zahnbürste tuns aber auch (diese natürlich nur noch für die Antriebspflege verwenden).

Man kann hier haushaltsübliche Reiniger nutzen. Pflegemittel für das Auto oder speziell fürs Fahrrad sind manchmal etwas effektiver. Am wichtigsten ist, Staub und Schmutz von den Antriebsteilen zu entfernen. Insbesondere von den Schaltröllchen und den Zwischenräumen der Kette. Zahnkränze und Kurbel kann man mit De-greasern auch wieder auf Hochglanz kriegen, das sollte aber möglichst nicht auf Kette, Schaltwerk, Umwerfer kommen.

Nachölen sparsam und da, wo sich wirklich was dreht. Das Kettenöl ist hier eine Wissenschaft; denn wirklich rein gehört es nur zwischen und in die Röllchen der Ketten. Alles, was außen drauf ist, kann zwar etwas Rostchützend wirkend, zieht aber in erster Linie nur Schmutz an. Auch zwischen reinigungen immer spätestens dann nachölen, wenn die Kette nicht mehr nahezu geräuschlos läuft.

Also, ein Tropfen Öl auf jedes Röllchen, einziehen lassen, ein paar meter Fahren, dann die ganze Kette wieder abwischen. Manche machen das mit einem Diesellappen, um eben eine dünne Schicht Öl zum Rostschutz zu lassen. Andererseits fährt man Rennrad ja nicht unbedingt im Regen. Bei Schmierstoffen gilt die Faustregel, das Sprays leichter anzuwenden, Öle aber haltbarer und ergiebiger sind. Ein mehrfach gut bewerteter ist "Dynamic Kettenschmierstoff"; ich nehme "Oil of Rohloff", weil biologisch abbaubar und ich meine Räd im eigenen Hof/Garten reinige. 

Den Rahmen in erster Linie abwischen, sparsam mit Wasser umgehen, danach trockenwischen. Für ein mattes Rad reicht das. bei Glanzlack kann man auch noch mit Lackglanz oder Politur ran, mit den bekannten Vor- und Nachteilen. Es gibt auch Versiegelungen im Handel, das musst du selber wissen, ob du den Aufwand treiben willst.

Wenn du gelegentlich mal in den Regen kommst, kannst Du auch ca. einmal im Jahr die Züge ölen. Dazu aushängen, ein wenig öl drauf schmieren und die Hülsen hin und her bewegen.

Rein finanziell die wichtigste Wartung ist jedoch der Kettenwechsel; dazu gibt es Verschleisslehren im Handel, das geht aber auch mit einer Schieblehre. Anleitung dazu sprengt den Rahmen hier, Gibts überall im Internet. Denn mit einem rechtzeitigen Kettenwechsel kannst Du Ritzel und Kurbelgarnitur länger fahren.

2katta0 27.08.2015, 21:32

Kann ich nur zustimmen

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Hol Dir Ballistol (Waffenöl), damit kannst Du die Kette wunderbar pflegen. Nach dem Reinigen der Kette (vor dem Einmotten für den Winter) die Kette mit Ballistol einfetten.

Den Rest des Rades nach jeder Fahrt mit einem feuchten Tuch/Wasser, Schwamm reinigen und getrocknet wegstellen.

Einmal im Jahr gibt man sein Fahrrad zur Inspektion. Da werden die Bremsen, die Schaltung und diverse Kleinteile gerichtet, eingestellt, ausgetauscht usw.

Agentpony 23.08.2015, 19:32

Ballistol ist kein besonders guter Kettenschmierstoff, da es nie für diese Art der Beanspruchung gedacht war. Für sonstige Schmierarbeiten ist es ok.

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turalo 24.08.2015, 12:06
@Agentpony

Ballistol harzt nicht und eignet sich auch für Fahrradketten.

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Agentpony 28.08.2015, 08:45
@turalo

Wenn man so denkt, eignet sich jeder Schmierstoff für Fahrradketten. Und klar, irgendein Schmierstoff ist auch besser, als gar keiner.

Jedoch sind feine Öle wie Ballistol weder für die hohen regelmäßigen punktuellen Belastungen, noch für Witterungseinflüsse und Schmutz/Salz/Metallabrieb gedacht. Die Folge ist ein höherer Verschleiss. Dazu gibt es wahrlich genug Tests da draußen.

Waffen und viele andere Feinmechanik kann man nahezu komplett auseinandernehmen und reinigen, Fahrradketten nicht (ohne massiven Aufwand)

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