Rendite und Sicherheit bei Staatsanleihen?

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2 Antworten

Sehr einfach. Wenn man Geld verleiht, auch das Kaufen einer Staatsanleihe ist ein Verleihen von Geld, Du gibst das Geld und erhältst ein Recht auf Zinsen und Rückzahlung, geht man immer das Risiko ein, dass man es nicht zurück erhält. Bei Staaten ist es nur so, dass sie sich nur selten als zahlungsunfähig erklären, was genau bedeutet, als zahlungsunwillig erklären. Der Staat ist nur dann zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, seine notwendigen Ausgaben, wie seine Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen, von seinen Steuerbürgern einzutreiben. Aber selbst das kann passieren, und passiert tatsächlich viel häufiger als man denkt. Wenn dann natürlich die europäische Troika kommt und Griechenland gegen den Maastricht-Vertrag mit immer neuen Darlehen "rettet", geht der eigentlich reinigende Effekt der Pleite verloren. Sog. "Moral Hazards" treten auf, d.h. die Moral der Darlehensgeber und Darlehensnehmer verwahrlost. Das Ende sind Riesenschuldenberge und Forderungsberge (das ist immer dasselbe, jeder Schuld steht eine Forderung gegenüber) und irgendwann müssen diese Berge ausgebucht, d.h. gestrichen oder auf 1 Euro (Erinnerungswert) gesetzt werden. Wir wissen alle, dass Griechenland seine Schulden niemals bezahlen können wird und dass die Geldgeber es niemals zurück erhalten werden. Für den "normalen" Buchhalter ist das ein Graus, denn Aussenstände, die nicht bedient werden, müssen eigentlich abgeschrieben, d.h. auf Null gesetzt werden. Dafür geht die Geschäftsführung ins Gefängnis (bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe). Das gilt natürlich nicht für unsere bzw. die griechische Regierung.

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Mehr Rendite, mehr Risiko.


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