Religionsunterrich 3. Grundschulklasse

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5 Antworten

Hallo Cornelia,

meiner Meinung nach ist das kein Thema für die Grundschule. Ich habe aber schon öfter bemerkt, dass gerade Lehrer von Nebenfächern IHR Fach für den Nabel der Welt halten und die Kinder so" zupacken", dass sie total überfordert waren. Würde mal nach Lehrplänen fragen, es gibt ja schließlich Vorgaben und da sollten sich die Lehrer auch dran halten. Ich denke, es ist aber aber allgemein schwieriger für Kinder aus konfessionslosen Familien am katholischem Religionsunterricht teilzunehmen, da der doch um einiges spezieller ist . Gibt es keinen evangelischen ? Wir haben das Thema schon seit meiner Kindheit, da gab es noch keine Ethik, und bei meinen Kindern ging es weiter. Wir haben alles ausprobiert, oft steht und fällt es mit den Lehrern, aber im katholischen Unterricht haben sich meine Schwester und mein Sohn sehr unwohl gefühlt. und deshalb gewechselt. Allein das Beten widerstrebte meinem Sohn, das war einfach Hände falten und murmeln, konnte er nichts mit anfangen, weil der Hintergrund fehlte. Und das ist es meiner Meinung nach auch, was in der Grundschule unterrichtet werden sollte, Grundwissen und zwar in allen Religionen. Erst wenn man älter ist und dann auch weiß, was die verschiedenen Religionen eigentlich ausmacht, kann man doch entscheiden, ob und an wen man glauben will. Leider gibt es da nur wenige Schulen, die das praktizieren, unser Schulsystem ist einfach altmodisch und unausgegoren, deshalb vielleicht mal überlegen zu wechseln, ist lockerer im evangelischen Unterricht ( sollte es zumindest- Lehrer?) oder wirklich abmelden. Es ist gut, wenn die Kinder Grundwissen haben, aber katholischer als katholisch sollte es dann doch nicht sein, zumal Kinder in diesem Alter noch recht leicht in eine gewünschte Richtung zu manipulieren sind. Viel Glück! Lill

P.S. Hatte vorhin schon mal geantwortet, scheint aber nicht angekommen zu sein, hatte mich auch nicht eingeloggt. Falls es also jetzt doppelt kommen sollte, sorry :-)

alsoo eigentlich kommt martin lutter oster weinachten ... in jedem jahr dran also eigentlich immmer das selber und in der 5 kommt dann der ganze krem mit dem gboten und mooose dazu

Was im Unterricht behandelt wird und in welcher Form, das bestimmt neben dem Lehrplan allein der unterrichtende Lehrer.

Vergleichsmöglichkeiten habe ich leider auch keine, da ich nicht weiß, wie anspruchsvoll eine "sehr anspruchsvolle Form" ist.

also steht und fällt alles mit dem Lehrer. Gibt es keinen offiziellen allgemeingültigen Lehrplan, oder zumindest einige Richtlinien?

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@morecat66

Doch, den Lehrplan gibt es. Wenn da drin steht, es ist in der 3. Klasse M. Luther und Ablass zu behandeln - was mich für katholischen Religionsunterricht ein wenig wundert! -, dann hat der Lehrer das zu behandeln. Die Art und Weise und die Intensität schreibt der Lehrplan hingegen nicht vor.

Darüber hinaus steht es dem Lehrer frei, in seinem Unterricht weitere Themen zu behandeln, wenn der vom Lehrplan geforderte Stoff durchgenommen ist.

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Das kommt eigentlich darauf an, ob die Schule nun von der Kirche geleitet wird oder eine öffentliche Einrichtung ist.

Ich persönlich finde das ein bißchen zu streng, was da im Religionsunterricht gelehrt wird. Die Kinder verstehen doch meist noch nicht genau, worum es geht. Habe selbst meine ersten Jahren auf einer kirchlichen Schule verbracht und wir Kinder waren mit dem Religionsunterricht meist total überfordert.

Später an einer öffentlichen Schule war es dann lockerer, da wurde schon ein bißchen Ethik (obwohl es das Fach damals noch nicht gab) gelehrt und man hat auch mal über Alltagsprobleme gesprochen oder die großen Religionen miteinander verglichen und so.

Aber das ist jetzt meine persönliche Meinung.

Es ist eine staatliche Schule. Ich finde einfach man könnte den Unterricht kindgerechter gestalten, weil sie es eben halt nicht verstehen und dann den Spass daran verlieren. Das kann ja eigentlich nicht Sinn und Zweck sein. Ich spiele mit dem Gedanken meine Tochter von dem Religionsunterricht abzumelden. Der Haken bei der Sache ist nur, das die Religionsstunden "mittig" liegen, d.h. sie müßte in dieser Zeit in eine andere Klasse und wird somit automatisch zum "Sonderfall/Aussenseiter".

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@morecat66

Ich bin Christin und habe mich, als ich meine Kinder auf eine katholische Schule angmeldet habe, entscheiden müssen, welchem Religionsunterricht ich sie anmelde. Da ich keiner Kirche angehöre, dachte ich erstmal an den ev. Religionsunterricht, aber das ging voll daneben und so habe sie im katholischen Religionsunterreicht angemeldet, was ich nie bereut haben, auch wenn ich mit der Lehre der katholischen Kirche nicht konform bin. Eine andere Wahl hatte ich nicht, weil die das so geschickt vernetzt haben, dass du nur sich zwischen diesen beiden Religionen entscheiden mußtest. Meine Kinder wurden von mir angewiesen, bei dem zu bleiben, was sie über den Glauben von Haus aus gelernt haben. Es gab bei Arbeiten dann eben mal eine schlechte Note, aber das war für mich ok. DIe Lehrer wußten über unseren Glaubensweg Bescheid. Weißt du, als Christ bleib ich meinem Glauben treu und ich erwarte eigentlich, wenn jemand gar nicht glaubt, dass er seiner Einstellung auch treu bleibt, egal was andere Mitschüler oder gar Lehrer dazu sagen. Für meine Kinder war das nicht immer leicht, aber sie sind sich wenigstens treu geblieben. Was sagt dein Kinde dazu?

lg

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@KaeteK

Also ich persönlich bin auch nicht sonderlich gläubig. Ich war einer evangelischen Schule, an der aber auch katholischer Unterricht angeboten wurde. Da war es genau andersherum. Der katholische Unterricht war wesentlich strenger als der evangelische.

Aber als Kind fand ich Bibellesen ohnehin so uninteressant wie den Wetterbericht.

Dass man als Kind über Religionen aufgeklärt werden muss, dass sollte schon in frühen Jahren geschehen, damit die Kinder wissen, worum es geht und dass der Glaube für einen Teil der Bevölkerung sehr wichtig ist und das entsprechen respektieren muss.

Aber ihnen von der Schule her schon einen Glauben einzutrichtern ist nicht richtig. Gute Tugenden und Moral soll man natürlich lernen, aber Glauben sollte noch keine Rolle spielen.

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@KaeteK

Ich bin Christin

Dann solltest Du Dich auch an das Doppelgebot der Liebe halten und Homosexuelle nicht verdammen.

Die christliche Botschaft zeichnet sich gerade dadurch aus, dass ihre Liebe auch den Menschen aus gesellschaftlichen Randgruppen gilt.

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Im katholischen Religionsunterricht etwas über Matin Luther und den Ablass zu lernen, empfinde ich doch als sehr merkwürdig.

Und das dann auch nocn in einer Grundschule, das ist grenzwertig! Was soll denn da als Ergebnis herauskommen? Eine Verteidigung des Ablasshandels?

Der sollte natürlich "Martin" heißen. Tschuldigung!

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