ReligionsreferatHilfe?

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4 Antworten

Nun - zuerst ist Gerechtigkeit gefährdet durch menschliche Gesinnung, daß Handeln ist die Folge.
Wer andern nicht das zugesteht, was er für sich selbst einfordert, denkt ungerecht.
In der christl. Botschaft steht dazu die Forderung, wie sie in Mt.7,12 formuliert ist.
12 Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Die "größere Gerechtigkeit", ohne die nach Jesus das Heil (Reich Gottes) nicht zu erlangen ist, geht noch darüber hinaus. Es ist das (christl.) Liebesgebot , in dem sich der Mensch zu Gunsten seines Nächsten zurück nimmt.

Aus all dem kannst du ableiten, wodurch "Gerechtigkeit" (im christl. Sinne, darum geht es doch in deinem Referat, oder ?) gefährdet ist. 

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Kommentar von marcelindustrie
01.11.2016, 14:10

Muss nicht im Christlichen Sinne sein , aber ich kann daraus echt viel ableiten danke :)

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Ein Beispiel wäre übersteigertes Gleichmacherei-Denken ohne ausreichende Berücksichtigung gegebener Möglichkeiten und erforderlicher Einzelumstände.

Im Extremfall könnte das z. B. die Idee sein, einen Mantel in 1000 Schnipsel zu zerlegen, um ihn so an 1000 frierende Menschen zu verteilen.

Ebenso führt das Denken in Prozenten zu erheblichen Ungerechtigkeiten, was u. a. besonders bei Lohnerhöhungen auffällig ist. Da wirkt dann die Tatsache, daß z. B. 2 Prozent von 5000 € viel mehr sind als 2 Prozent von 1000 €,

Doch im gleichen Bereich kann auch Gleichbehandlung schon wieder Ungerechtigkeit bedeuten, wenn z. B. jedem Arbeitnehmer der selbe Fixbetrag vom Lohn abgezogen wird, weil jemand, der nur 1000 € verdient, einen Abzug von 10 € viel mehr spürt als jemand, der 5000 € verdient.

Weiterhin ist "soziale Fürsorge" in sehr vielen Punkten ungerecht, schon wegen diverser nebenher gehender Einnahmequellen, die z. B. HartzIV-Empfängern angerechnet werden, die aber ihrem eigentlichen Zweck dienend von HartzIV unabhängigen Personen zusätzlich gewährt werden (Kindergeld u. a.).

Auch das Strafrecht verursacht je nach Fall auch maximale Ungerechtigkeit dadurch, daß häufig nicht nur ein Straftäter verurteilt wird, sondern mit ihm mittelbar auch unschuldige Dritte, die aufgrund einer solchen Verurteilung selbst erhebliche Nachteile hinnehmen müssen.

Sogar Opfer von Straftaten werden oft benachteiligt, wenn es durch die Folgen der Verurteilung des Täters unmöglich wird, daß die Opfer mit Aussicht auf Erfolg eine Entschädigung eintreiben können.

Insgesamt gibt es aber auch eine Verkennung der Bedeutung des Begriffs "Gerechtigkeit" im Zusammenhang mit Begriffen wie "Recht" und "Gesetz".

Recht und Gesetz sind in der Praxis Gefüge, mittels derer etwas erzwungen werden kann und/oder dem im Regelfall nicht oder nur ungern freiwillig gefolgt wird.

Gerechtigkeit dagegen ist etwas, bei dem Zwang nicht vorkommt, das man auch nicht einfordern kann, sondern das nur anderen freiwillig gewährt werden kann.

Was in der Kindeserziehung meistens noch sehr gut funktioniert, daß funktioniert in der Erwachsenenwelt oft gar nicht mehr.

Es ist aus vernünftigen Gründen überhaupt nicht ungerecht, wenn man einem 16jährigen erlaubt, ein Feuerzeug zu besitzen, es einem 5jährigem aber verweigert.

Und es ist überhaupt nicht gerecht, wenn man einem raffgierigen Psychopathen ebenso erlaubt, ein Pflegheim zu führen, wie man es einem empathischen und auf das Wohl anderer bedachter Menschen erlaubt.

Es kommt also bei der Gerechtigkeit nicht nur darauf an, wie man sie bei einem unmittelbar Betroffenen einsetzt, sondern ebenso stark darauf, wie sich dies auf mittelbar Betroffene auswirkt bzw. wie ein unmittelbar Betroffener in der Folge damit umgehen wird.

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GERECHTIGKEIT

Sowohl die hebräischen Wörter zé·dheq und zedhaqáh als auch das griechische Wort dikaiosývermitteln den Gedanken der „Redlichkeit“ und „Rechtschaffenheit“ und weisen somit auf einen Standard oder eine Norm für
das, was rechtschaffen ist, hin. Das Wort „Gerechtigkeit“ wird häufig
in Verbindung mit einem Richter oder einem Urteilsspruch verwendet, so
daß der Begriff einen rechtlichen Anstrich erhält (weshalb die in den
Ursprachen gebrauchten Wörter manchmal auch mit „Recht“ übersetzt
werden) (Ps 35:24; 72:2; 96:13; Jes 11:4; Off 19:11). Im mosaischen Gesetz, und zwar in 3. Mose 19:36, wird zé·dheq viermal auf geschäftliche Belange angewandt: „Es sollte sich erweisen, daß ihr eine genaue [„gerechte“, EB] Waage habt, genaue Gewichtssteine, ein genaues Epha und ein genaues Hin.“

Gott bestimmt den Maßstab. Der Gräzist Kenneth S. Wuest erklärt: „Gott ist der objektive Maßstab, der den Bedeutungsinhalt von dikaios [gerecht]
bestimmt und diesen Bedeutungsinhalt zugleich unveränderlich bewahrt,
da Er der Unveränderliche ist.“ Danach zitiert er Cremer wie folgt:
„Gerechtigkeit im biblischen Sinne ist ein Zustand der Rechtmäßigkeit,
dessen Maßstab Gott ist und der nach dem göttlichen Maßstab beurteilt
wird, der sich in einem Verhalten äußert, das mit Gott übereinstimmt,
und vor allem mit seiner Beziehung zu Gott und mit dem Wandeln vor Ihm
zu tun hat. Er ist und heißt dikaiosune theou (Gerechtigkeit Gottes) (Rö 3:21; 1:17), eine Gerechtigkeit, wie sie Gott zu eigen und vor Ihm von Wert ist, eine Gott ähnliche Gerechtigkeit, siehe Eph. 4:24; mit dieser so definierten Gerechtigkeit kommt das Evangelium (Rö 1:17) in die Welt der Nationen, die gewohnt war, einen anderen Maßstab anzulegen“ (Studies in the Vocabulary of the Greek New Testament, 1946, S. 37).

Lukas zeigt, was es bedeutet, gerecht
zu sein, wenn er von dem Priester Sacharja und seiner Frau Elisabeth
(den Eltern Johannes’ des Täufers) sagt: „Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gemäß untadelig wandelten“ (Luk 1:6).
Gerechtigkeit wird daran gemessen, inwieweit jemand dem Willen und den
Geboten Gottes entspricht. Spezielle Gebote Gottes mögen sich von Zeit
zu Zeit oder von Person zu Person ändern. Das Gebot, eine Arche zu
bauen, das an Noah erging, wurde nie wiederholt, und das
Beschneidungsgebot gilt nicht für Christen. Doch Gottes persönliche
Maßstäbe, seine Persönlichkeit, das, was er ist — Merkmale, die
durch seine Worte und Taten zum Ausdruck kommen —, bleiben stets
unverändert und bilden daher einen vollkommenen Maßstab, fest und
unerschütterlich wie ein „Fels“, an dem das Verhalten all seiner
Geschöpfe gemessen werden kann (5Mo 32:4; Hi 34:10; Ps 92:15; Hes 18:25-31; 33:17-20).

Güte und Gerechtigkeit. Der Apostel Paulus machte offensichtlich einen Unterschied zwischen „gut“ und „gerecht“,
als er in Verbindung mit dem Opfertod Christi schrieb: „Denn kaum wird
jemand für einen gerechten Menschen sterben; ja, für den guten Menschen
zu sterben, wagt es vielleicht jemand noch. Gott aber empfiehlt seine
eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir
noch Sünder waren“ (Rö 5:7, 8). Ein Mensch kann als „gerecht“
bezeichnet werden, wenn er seine Pflichten erfüllt, korrekt,
unparteiisch und ehrlich ist, sich keiner Vergehen oder unsittlichen
Handlungen schuldig macht und deshalb für seinen unbescholtenen Wandel
und seine Rechtschaffenheit bekannt ist. Nach der Erklärung des Paulus
ist jedoch der „gute“ Mensch dem „gerechten“ in gewisser Hinsicht
überlegen. Gut zu sein bedeutet natürlich nicht, ungerecht zu sein; aber
der gute Mensch zeichnet sich durch bestimmte Eigenschaften vor
jemandem aus, der in erster Linie für seine Gerechtigkeit bekannt ist.
Der Gebrauch des griechischen Wortes läßt erkennen, daß jemand, der als
„guter“ Mensch bekannt ist, wohlwollend (geneigt, anderen Gutes zu tun
und ihnen zu nützen) und wohltätig ist (er bringt diese Güte durch Taten
zum Ausdruck). Er ist nicht nur darauf bedacht zu tun, was die
Gerechtigkeit verlangt, sondern läßt sich darüber hinaus von dem Wunsch
leiten, andere zuvorkommend und rücksichtsvoll zu behandeln, ihnen zu
nützen und ihnen zu helfen. (Vgl. Mat 12:35; 20:10-15; Luk 6:9, 33, 35, 36; Joh 7:12; Apg 14:17; Rö 12:20, 21; 1Th 5:15.)

Paulus wollte damit zweifellos zeigen, daß jemand, der als „gerecht“
bekannt ist, zwar den Respekt oder sogar die Bewunderung anderer
gewinnen kann, aber ihr Herz nicht so sehr anspricht, daß jemand bereit
wäre, für ihn zu sterben. Wer sich dagegen durch Güte auszeichnet, wer
herzlich, hilfsbereit, rücksichtsvoll und barmherzig ist und eifrig
Gutes tut, gewinnt die Zuneigung anderer, und seine Güte mag jemandes
Herz so sehr bewegen, daß er sogar bereit wäre, für einen solchen
Menschen zu sterben.

Man beachte, daß in der Bibel das „Gute“ dem, was „böse“ (Mat 5:45; Rö 9:11; 12:9; 2Ko 5:10; 1Pe 3:11; 3Jo 11), „übel“ (Rö 16:19) und „schlecht“ ist (Joh 5:29), gegenübergestellt wird. Andererseits wird der „Gerechte“ dem „Sünder“ (dem Ungerechten) gegenübergestellt (Mar 2:17; Luk 15:7).
Genauso, wie jemand ein Sünder sein kann (weil er gerechten Maßstäben
nicht entspricht), ohne daß man ihn als ausgesprochen „böse“, „schlecht“
oder „übel“ einstufen würde, genauso kann jemand auch „gerecht“ sein, ohne daß man ihn als einen „guten“ Menschen im oben beschriebenen Sinne bezeichnen würde.

Joseph von Arimathia war als ein
„guter und gerechter“ Mann bekannt, wobei natürlich zu bedenken ist, daß
beide Ausdrücke immer relativ gemeint sind, wenn sie sich auf
unvollkommene Menschen beziehen (Luk 23:50; vgl. Mat 19:16, 17; Mar 10:17, 18; siehe GÜTE, GUTES [Jehova ist gut]). Die Gebote des Gesetzes, das Gott Israel gab, waren „heilig [da sie von Gott stammten] und gerecht [da sie dem göttlichen Maßstab vollkommen entsprachen] und gut [da sie denen, die sich danach ausrichteten, in jeder Hinsicht nützten]“ (Rö 7:12; vgl. Eph 5:9).

...

Gerechtigkeit nicht aufgrund eigener Werke. Es
ist daher klar, daß unvollkommene Menschen weder durch Werke nach dem
mosaischen Gesetz noch durch eigene, selbstgerechte Werke wirklich gerecht werden, d. h. der Gerechtigkeit Gottes entsprechen können (Rö 3:10; 9:30-32; Gal 2:21; 3:21; Tit 3:5). Die Menschen, die Gott als „gerecht“
bezeichnete, waren Menschen, die Glauben an Gott ausübten und die nicht
auf ihre eigenen Werke vertrauten, sondern ihren Glauben durch Werke
bewiesen, die mit seinem gerechten Maßstab übereinstimmten (1Mo 15:6; Rö 4:3-9; Jak 2:18-24).

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Quelle und weitere Infos:

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003733

Wenn geklärt ist, was unter Gerechtigkeit zu verstehen ist, fällt es sicher leichter, zu beschreiben, welche Handlungen Gerechtigkeit gefährden.

Viel Erfolg!

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Das kannst Du selbst beantworten: Wenn Du weißt, was gerecht ist, dann weißt Du auch was ungerecht ist UND WIE MENSCHEN GERECHTIGKEIT GEFÄHRDEN.

Da fällt Dir doch sicher selbst was ein, oder nicht?

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