Religionskritic

26 Antworten

Hallo IlJuventino,

die Frage, warum Gott Böses zulässt, wird in dieser Zeit von sehr vielen Menschen gestellt. Sie ist jedoch keine Frage philosophischer Natur, denn wie könnte uns die Philosophie Antworten auf Fragen geben, die Gott selbst betreffen? Auch macht es keinen Sinn, anzufangen darüber zu spekulieren. Wäre es nicht viel besser, denjenigen zu befragen, der diese Frage auch betrifft, Gott?

Nun können wir Gott ja nicht direkt die Frage stellen, warum er so viel Schreckliches zulässt. Dennoch ist in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, die Antwort zu finden. Wenden wir uns also ihr zu, um mehr zu erfahren.

Um die Frage umfassend zu beantworten, muss man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Dazu wäre es wichtig, folgende Begebenheit nachzulesen, die sich damals zutrug. In 1. Mose 3, Vers 1 - 5 heißt es: "Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“ 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “ 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Auch wenn heutzutage viele diesen Bericht belächeln, liegt doch gerade hier der Schlüssel zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dass bei dieser Begebenheit nicht eine buchstäbliche Schlange sprach, sondern in Wirklichkeit jemand anderes dahinter stand, zeigt ein Vergleich mit Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Dieser Text verdeutlicht, dass sich Satan der Teufel im Garten Eden einer Schlange bediente, sie sich quasi zu einem Werkzeug machte.

Wenn wir die vorhin zitierte Bibelstelle ( 1. Mose 3:1-5) analysieren, fällt auf, dass der Teufel mit seiner Behauptung "ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben" Gott als Lügner darstellte, denn Gott hatte ja zu Adam gesagt, auf seinen Ungehorsam stünde der Tod. Damit stand plötzlich eine Behauptung im Raum, die geklärt werden musste. Dazu wurde Zeit benötigt. Mit der Behauptung Satans war mehr verbunden, als es zunächst scheint.

Da er Gott als Lügner abstempelte, behauptete er im Grunde, er wäre ehrlicher als Gott. So sagte er eigentlich sinngemäß zu Eva: Gott lügt euch an, aber ich sage euch die Wahrheit. Damit hatte er eine Streitfrage sittlicher Natur aufgeworfen. Gott entschied sich dafür, den Ankläger nicht sofort zu vernichten, da dadurch die erwähnte Streitfrage nicht mehr hätte geklärt werden können. Außerdem wusste er, dass es am besten war, Zeit vergehen zu lassen, damit die Wahrheit letztendlich ans Licht kommen würde.

Kehren wir noch einmal zum Ausgangstext aus 1. Mose 3:1-5 zurück. Was behauptete Satan, was noch passieren würde, wenn Eva von der verbotenen Frucht äße? Er sagte, Ihr würden "die Augen geöffnet werden" und sie würde "wie Gott" werden, "erkennend Gut und Böse". Damit unterstellte der Teufel Gott, er würde den Menschen etwas Gutes vorenthalten. Das war somit eine weitere, heftige Anschuldigung. Mit anderen Worten ließ Satan durchblicken, dass es Eva - und im weiteren Sinne allen Menschen - besser erginge, wenn sie ein Leben frei von göttlicher Bestimmung leben würden.

Damit diese Anklage widerlegt werden konnte, entschied sich Gott auch in diesem Fall dafür, Satan den entsprechenden Beweis erbringen zu lassen. Damit sind wir beim zentralen Punkt: Gott erlaubte Satan, eine gewisse Zeit lang über die Welt zu herrschen. Das erklärt, warum es heute und in all den Jahrhunderten zuvor, so viel Leid gegeben hat, denn tatsächlich beherrscht nicht Gott diese Welt, sondern Satan der Teufel. Das geht deutlich aus folgendem Bibeltext hervor: " Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes, Kapitel 5, Vers 19).

Fortsetzung...

Fortsetzung...

Obwohl also Gott das Leid eine bestimmte Zeit zulässt, heißt das nicht, dass er nur gleichgültig zusieht. Aus der Bibel geht nämlich hervor, dass Gott für uns da ist, wenn wir Ängste und Sorgen haben. Das zeigt beispielsweise, was der berühmte König David, der in seinem Leben viel durchmachte, gemäß Psalm, Kapitel 31, Vers 7 sagte: "Ich will frohlocken und mich freuen in deiner liebenden Güte, Da du meine Trübsal gesehen hast; Du hast gewußt von den Bedrängnissen meiner Seele."

Für David war es also ein echter Trost, zu wissen, das Gott alles sah, was er durchmachte. Da Gott sich seit den Tagen Davids nicht geändert hat, nimmt er ebenso das Leid in der heutigen Zeit war, und er hat beschlossen, es nicht auf ewig zuzulassen.

Die Bibel zeigt mehrfach sehr deutlich, dass Gott dem Teufel bald das Handwerk legen wird und dann dem Leid für immer ein Ende machen wird. Interessant dazu ist folgende Aussage: "Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen" (1. Johannes 3:8). Ja, es kommt der Zeitpunkt, da Gott bald dafür sorgen wird, dass der Teufel keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann. Ist das nicht ein sehr tröstlicher Gedanke?Wie Du also siehst, gibt es von Seiten Gottes sehr wohl eine Antwort auf Deine Frage. Es gibt sicher noch einiges mehr dazu zu sagen, doch das mag den Rahmen hier sprengen.

Liebe Grüße

Philipp

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Ich denke man muß unterscheiden zwischen dem Bösen und dem Leid.

Das Böse kommt nicht von außen in den Menschen , sondern aus seinem Herzen. Das Böse hat weder Gott geschaffen, noch ist er direkt oder indirekt daran Schuld bzw. will es.

Das Leid ist ein Mysterium, denn dies läßt Gott zu, aber es bewirkt dann Gutes für die Menschen insbesondere für die Seelen und das ewige Leben.

So gesehen ist Leid im Ergebniss nichts Böses, obwohl es viele menschen so sehen und es versuchen zu umgehen. Ich weiss nicht, warum Leid und Liebe benötigt werden, um das Böse zu besiegen,ich weiss nur, daß der Kampf zwischen der Liebe der Guten und dem Haß der Bösen Leid verursacht.

Die Dinge passieren durch die Trennung von Gott. Ich definere Gott als die Gesamtheit der Erfahrungen des gegenwaertigen Momentes, auch Schoepfung genannt. Kommt es zur Trennung, dann ist Wahnsinn, Hoelle und Leid die Folge, das ist genau das, was die Menschheit  durchmacht! Die Trennung (auch Suende genannt) ist das Problem, wenn sich jemand getrennt von allem was existiert erfaehrt. Das ist Hoelle. Die schlimmen Dinge passieren, weil sich jemand nicht Gott zugehoerig fuehlt , sondern sich nur selbst reflektiert. Mit anderen Worten, wenn das Meer die goettliche Schoepfung ist, dann sind die Wellen die Menschen und nehmen sich so sehr wichtig, obwohl sie immer nur das Meer sind. Alles Gute!

Die Dinge passieren durch die Trennung von Gott.

Also die Trennung von Gott löst tektonische Plattenbewegungen aus, und diese wiederum Erdbeben, und diese wiederum Tsunamis........

Ist schon wirklich interessant euer Glaube. Ihr glaubt das Gott die Welt erschaffen hat, mit Erdkern, Magma, Tektonischen Platten und allem...............................aber wenns in dieser Schöpfung dann mal scheppert, und die Folge Erdbeben, Tsunamis, Tod und Elend sind,.......dann war es auf einmal der böse Mensch.

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