Religionen unnötig/ Wut?

47 Antworten

Für mich steht die Freiheit des Andersdenkenden und Anderslebenden im Zentrum meiner philosophischen Handlungen und Entscheidungen. Prinzipiell trete ich dafür ein, dass ein Mensch seine Religion oder Philosophie im Rahmen seines
privaten Kosmos' ausleben kann und sollte. Schwierig wird es, wenn es
sich dabei (wie beim Islam und historisch auch beim Christentum) um
Staatsreligionen handelt.
Ich möchte einerseits nicht in einer Gesellschaft leben, die Muslimen
das Recht auf Religionsausübung entzieht (die Gefahr sehe ich bei der
angeblichen Alternative durchaus). Andererseits zeigt sich mehr und
mehr, dass schrankenlose Toleranz der Intoleranz zur Akzeptanz derselben
führt - was darin mündet, dass sich Schüler, die gegen Antisemitismus
und Hass auf Homosexuelle eintreten, sich als "Nazi" beschimpfen lassen
müssen. Und große Teile der politischen Linken, der ich eigentlich nahe
stehe, beteiligen sich an diesem Unsinn.

M.E. sollte niemand das Recht haben, einen anderen für eine Lebensform
Gewalt in jeglicher Form anzutun (öffentliche Hassaufrufe gehören dazu),
die ihn nicht in seiner eigenen Freiheit bedrängt. Die "Freiheit," die
monotheistische Religionen mit Missionsauftrag für sich fordern, ist es,
Deutungshoheit über das Leben aller Organismen zu haben - diese
"Freiheit" darf in einer westlichen Gesellschaft nicht herrschen. Je
mehr wir aber "Sonderzonen" erschaffen, in denen sich diese Freiheit
erkämpft werden kann (ich erinnere an den "Raum der Stille" an der TU
Dortmund), desto unfreier werden wir, die wir davon ausgehen, dass die
Freiheit des Lebensentwurfs beim Individuum liegt.
Jeder kann das für richtig und heilig halten, was er will oder aufgrund
seiner familiären Tradition akzeptiert - keiner hat das Recht, ihm diese
Deutungshoheit über sein Leben abzusprechen. Aber gleichzeitig darf
dies keine Konsequenzen für die Freiheit Anderer haben.

Bedauerlicherweise wird, angeführt durch einen Kurs, der alles Extreme
toleriert, genau jene Freiheit des Andersdenkenden mehr und mehr infrage
gestellt, bis dahin, dass man einen "Raum der Stille" für alle
Religionen und Denkrichtungen lieber abschafft, als sich den Islamisten
in den Weg zu stellen, die ihn allein für sich beanspruchen.
Diese (mangelnde) Haltung sehe ich absolut kritisch.
Gleichzeitig würde ich aber auch das Recht eines jeden friedlichen
Muslims verteidigen, seine Religion in seinem Rahmen ausüben zu dürfen.

Auch möchte ich als Randnotiz zu bedenken geben, dass die extremen Auswüchse nahezu exklusiv dem missionarischen Monotheismus immanent sind. Zwar gibt/gab es Territorialauseinandersetzungen über das Vorrecht einer bestimmten Glaubensrichtung in einem Land auch in religiös nicht monotheistisch geprägten Regionen, allerdings gab es nie den Willen, in einer Welt zu leben, in der alle Menschen die eigene Religion als ihre eigene begreifen und jeder Abweichler stirbt. Der Missionsgedanke macht die Geschichte des Christentums und des Islams (der nicht so an die Kette gelegt wurde wie das Christentum in Europa) so blutig und grausam.

Religion an sich, als Gesamtkonstrukt, ist allerdings nicht a priori gewaltsam. Über die Relevanz des Glaubens zu diskutieren, wäre nochmal ein ganz anderes Thema.

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Sehr gut geschrieben!

Doch ich möchte gerne Deinen Punkt 'diese
"Freiheit" darf in einer westlichen Gesellschaft nicht herrschen.
'
 wie folgt erweitern:

'Diese "Freiheit" sollte in keiner Gesellschaft herrschen; nicht nur nicht in einer westlichen Gesellschaft'...

Gruß Fantho

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Die "Freiheit," die monotheistische Religionen 
mit Missionsauftrag für sich fordern, ist es,
Deutungshoheit über das Leben aller Organismen
zu haben - diese "Freiheit" darf in einer
westlichen Gesellschaft nicht herrschen.

Was verstehst du unter "Deutungshoheit" ?
Ist dies eine erzwungene moralische Wertung zum Umgang mit dem Leben ? Wo findest du diese in unserer Gesellschaft ?
Ist es nicht nur ein Kunstbegriff von dir um dir (als Atheist ? oder Religionsgegner ?) nicht genehme öffentliche Erscheinungsformen von Religion zu diskreditieren ?
Ist es dann auch "Deutungshoheit" wenn nicht religiöse oder atheistische  Ansichten über das Leben sich sich durchsetzen ?
Muß dann auch deren Freiheit bekämpft werden ?
Welchen Schaden  richtet die Freiheit der mon. Religionen an wenn sie sich "anmaßen" ihre Wertevorstellung in die Gesellschaft einzubringen ?
Es bleibt jedem Einzelnen oder jeder Gruppierung unbenommen, sich mit "Deutungen" von Moral und den begleitenden "Forderungen"
auseinander zu setzen, diese zu begrüßen , zu verwerfen oder zu ignorieren egal woher sie kommen.
Wie du dies darstellst, soll aber a priori einer öffentliche Verkündigung solcher Deutungen schon die Freiheit entzogen werden weil sie die Chance hat daß viele sich dieser Deutung anschließen.
Letzteres ist dann die "Hoheit" in deinem Begriff.
Mit Freiheit und Demokratie hat solches Denken aber wenig am Hut.
Religionen sind genauso wie Parteien ein wichtiges Element unserer freiheitlichen Gesellschaft mit gleichem Recht "über das Leben aller Organismen" (was für ein "verquerer" Begriff) zu befinden.
Sie sind älter als Letztere, für moralische Wertung kompetenter und haben (das Christentum) unsere westliches Wertesystem entscheidend geprägt.
Tatsache ist, daß die grausigsten Gesellschaftssysteme der Geschichte dort Raum fanden, wo eben die "Deutungshoheit" der Religion über das Leben nicht "geherrscht" hat.

Der Missionsgedanke macht die Geschichte des 
Christentums .....so blutig und grausam.

Tut mir Leid dies sagen zu müssen - aber das ist Schwachsinn.
Das hast du nur eingebracht, weil deine "Argumentation" so schwach ist.


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@Viktor1

"Wie du dies darstellst, soll aber a priori einer öffentliche
Verkündigung solcher Deutungen schon die Freiheit entzogen werden weil
sie die Chance hat daß viele sich dieser Deutung anschließen.
Letzteres ist dann die "Hoheit" in deinem Begriff."

Nein. Die Hoheit ist nicht die Verkündung oder eine von Dir unterstellte daraus abgeleitete Akzeptanz von Vielen - der Deutungshoheit über das Leben aller Organismen ist die Macht über jene immanent. Das Vorrecht, zu töten und abzustoßen, was der religiösen Deutung widerspricht (z.B. Homosexuelle).

"Religionen sind genauso wie Parteien ein wichtiges Element unserer freiheitlichen Gesellschaft mit gleichem Recht "über das Leben aller Organismen" (was für ein "verquerer" Begriff) zu befinden."

Parteien unterstehen dem Grundgesetz und sind nur im Rahmen der Vorgaben desselben existent.
Kirchen sehen sich zwar als in der Gesellschaft wirkend, aber nicht direkt den Dynamiken derselben unterstellt. Die Souveränität der Kirchen ist nicht abhängig von dem Staat und der Verfassung, sondern Quell von außerhalb. Insofern dürfen sie selbstverständlich mitgestalten, sind ein Teil der Gesellschaft - aber im Rahmen der Verfassung, der sie sich nicht als erstes verpflichtet fühlen.
Dein Vergleich hinkt also, weil die Aufgabe der Kirche(n) eine völlig Andere ist, ihr Selbstverständnis sich nicht aus dem Verhandeln über gesellschaftliches Leben, sondern der Deutungshoheit über gesellschaftliches Leben ableitet. Dies ist im Rahmen ihrer Gemeinschaft auch völlig in Ordnung, d.h. im Rahmen derjenigen, die, wie Du sagst, diese Ordnung aus freien Stücken begrüßen.
Dies darf aber keinen Einfluß auf jene haben, die nicht Teil dieser Gemeinschaft sind. Die christliche Geschichte ist voll von Beispielen religiöser Säuberungen, die eine solche explizite laizistische Trennung absolut nötig machen.

"Sie sind älter als Letztere, für moralische Wertung kompetenter und
haben (das Christentum) unsere westliches Wertesystem entscheidend
geprägt."

Aus der (wie auch immer zu bewertenden) Jahrhunderte langen Herrschaft des Christentums in mannigfacher Form, lässt sich kein Anspruch zur Entscheidung über das Leben und die Freiheit Andersdenkender ableiten. Die Freiheit endet, genauso wie die persönliche Freiheit einer jeden Person, immer an der Nasenspitze des Anderen.

"Tatsache ist, daß die grausigsten Gesellschaftssysteme der Geschichte
dort Raum fanden, wo eben die "Deutungshoheit" der Religion über das
Leben nicht "geherrscht" hat."

Das ist ein von Dir hergeleitetes Wunschdenken. Die grausigsten Gesellschaftssysteme haben sich aus dem missionarisch-monotheistischen Grundsatz erhoben, dem ebenjene universelle Deutungshoheit immanent ist. Die mit Abstand friedlichsten Gesellschaftssysteme findest Du gerade dort, wo der Polytheismus Eingang gefunden hat.
Vom Jahrtausende alten christlichen Antisemitismus über die Hexenverfolgung, das Abendländische Schisma, den Dreißigjährigen Krieg etc. wirst Du gute Gründe dafür finden, dass zurecht die gesellschaftliche Deutungshoheit der Religion an die Kette gelegt wurde.

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@verreisterNutzer

Also - dein ganzes Referat bewegt sich außerhalb der "Problematik", wenn es denn eine gibt.
Dir als Atheist passt es einfach nicht, daß "Kirche" (welche auch immer) hier ihre Stellungnahmen und Wertungen zu gesellschaftlichen Vorgängen abgibt - und diese sich auch auswirken können. Dann wird Kirchen (von den gleichen Leuten wie dir) vorgeworfen, in Diktaturen , wo dies Stellungnahmen unterdrückt wurden, nicht ausreichend Stellung bezogen zu haben.
Alles unglaubwürdiges Geschwätz. Du hast keine Argumente und mußt Mißstände der Geschichte bemühen um irgendetwas zu haben um deine mißlungene Argumentation zu füllen
Tut mir Leid - aber das ist einfach armseelig, nicht das Papier (hier den Platz auf dem Server) wert den es beansprucht.

weil die Aufgabe der Kirche(n) eine völlig 
Andere ist

so ist es, wie auch die der Gewerkschaften oder Interessengruppen.
Gerade weil sie nicht unmittelbar an der Entscheidungsfindung beteiligt sind haben sie das Recht und die Pflicht ihre Wertevorstellungen ein zu bringen wo dies unsere freiheitliche Ordnung gestattet. Und genau dieses Recht haben sie mit den Parteien und allen Gruppierungen gemeinsam. Du willst ihnen das streitig machen, nur darum geht es.

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@Viktor1

"Also - dein ganzes Referat bewegt sich außerhalb der "Problematik", wenn es denn eine gibt."

Nein. Deines bewegt sich außerhalb meines Punktes und hat eine Relativierung zum Ziel, die ich nicht zugelassen habe. Aus dem Grund ignorierst Du den Punkt, um den es tatsächlich ging, um Dich weiterhin in Relativierung zu üben, gepaart mit Herabwürdigung der von mir dargelegten Punkte, um nicht argumentativ Stellung beziehen zu müssen - einen Griff, den Du schon vorher versucht hast. Was Du damit bezwecken willst, ist mir schleierhaft. Was falsch zu verstehen ist, besonders von einem Menschen, der prinzipiell des Verstandes fähig ist, ebenso.

"Dir als Atheist"

Ich bin kein Atheist. Aber das ist auch nur wieder einer dieser reichlich billigen rhetorischen Kniffe, um Deiner Relativierung größeren Ausdruck zu verleihen.

"hier ihre Stellungnahmen und Wertungen zu gesellschaftlichen Vorgängen abgibt - und diese sich auch auswirken können."

Ich habe Dir erötert, inwieweit sie sich in einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft auswirken können, und wo man der Auswirkung - aus Gründen, die wir in der Geschichte gelernt haben - Grenzen setzen muss.

"Dann wird Kirchen (von den gleichen Leuten wie dir) vorgeworfen, in
Diktaturen , wo dies Stellungnahmen unterdrückt wurden, nicht
ausreichend Stellung bezogen zu haben."

Nein. Auch das ist eine Relativierung. In Diktaturen "keine Stellung" zu beziehen, wäre durchaus nachvollziehbar - im zeitgenössischen Kontext. Nicht aber diktatorische Elemente zu fördern, die Ausrottung Andersgläubiger über diese diktatorischen Elemente voranzutreiben, um die eigene Glaubenslehre zu expandieren und ihr gezielt Axiome zu implementieren, die eine Ausrottung des Andersgläubigen unabdingbar machen. Es ist keine Frage der mangelnden Stellungnahme - diese war nämlich reichlich vorhanden und nur in sehr wenigen Fällen contra. Und dies ist ein Grund, weshalb das zeitgenössische Europa, angeführt durch Frankreich, einen laizistischen Kurs bevorzugt. Dass Dir als (ich will nicht wie Du mit Unterstellungen arbeiten) wenigstens dem Christentum zugetanen Menschen die Geschichte desselben, die Du als Hintergrundrauschen wahrnimmst, das hin und wieder von den von Dir so gefürchteten und überall vermuteten "Atheisten" bemüht wird, um Dir Deine rosarote Sichtweise auszureden, nicht im Mindesten gelehrt hat, welche Elemente Du an Deiner eigenen Religion abstoßen müsstest und dass dazu der unbedingte Machtanspruch gegen alle Wesen gehört, ist traurig. Dass Deine einzige Argumentationskette auf Relativierung und Revidierung der unheilvollen administrativen Rolle des Christentums beruht, um Dir selbst das Gefühl zu geben, dass das ja alles in Ordnung gewesen sei, entspricht vielleicht mehr Deines Vorwurfs gegen meinen Text als es Dir lieb sein sollte.

"so ist es, wie auch die der Gewerkschaften oder Interessengruppen."

Nein. Bewusst bleibst Du im zweiten Punkt ganz vage, weil Du weisst, dass das zerpflückbar ist.
Die Gewerkschaften stellen im Wesentlichen Rechtsvertretungen von Interessengruppen innerhalb eines Staates dar. Sie sind also dem Staate immanent, würden ohne eine rechtliche Grundlage des Staates nicht operieren können. Ihre Legitimation ziehen sie aus dem Auftrag der Rechtsvertretung, aus dem Recht selbst.
Ergo, Legitimation = grundrechtlich.

Die Kirchen beanspruchen eine metaphysische Legitimation für sich, die sogar außerhalb der Welt liegt. Sie sind als solche nicht dem Staat und seinen Gesetzen  unterstellt. Sie existieren nur innerhalb ihrer EIGENEN Axiome, die sie als von Gott gegeben betrachten. Darum bewegen sie sich legitimativ außerhalb des Staates, können und wollen in ihm wirken, fühlen sich ihm aber nicht in letzter Instanz verpflichtet. Aus dem Grund unterliegen sie genau den Gesetzen, die jeder Bürger mit seinen eigenen Philosophien und Betrachtungen sich auch unterwerfen muss - er kann MITgestalten, nicht diktieren (das darf ohnehin keiner), aber auch nicht mehr selbst administrativ tätig werden, wie Parteien es tun. Wohl aber ist der Einfluss noch stark, und in manchen Bereichen ist dies ja durchaus begrüßenswert.

"Du willst ihnen das streitig machen, nur darum geht es."

Nein. Du siehst nur den absolutistischen Anspruch auf Wertung gefährdet. Christen befinden sich in einem gleichberechtigten Wettbewerb mit allen anderen Religionen und Denkrichtungen, das scheint Dir ein Dorn im Auge zu sein. Anders ist mir dieses Affentheater nicht erklärlich.

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Dein Zitat: "....Schüler, die gegen Antisemitismus
und Hass auf Homosexuelle eintreten, sich als "Nazi" beschimpfen lassen müssen....". Seltsam, ist es nicht eher umgekehrt so, dass sich Schüler die für Antisemitismus und Hass auf Homosexuelle eintreten, als "Nazi" beschimpft werden?

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@Kuppelwieser

Ja, das wäre dann auch sehr folgerichtig - nur leider gibt es Gegenbeispiele. U.a. hat so ein Schüler auch mal in der Sendung "Domian" angerufen vor einer Weile.

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Der Glauben eines Individuums hat nix mit dem uns geläufigeren Wort "etwas glauben" zu tun. Man sollte es durch ein anderes endlich mal ersetzen, um zu mehr Klarheit gelangen zu können.

Übrigens ist Religion nicht etwas, was man einfach mit Füßen treten sollte. Es ist auch nicht etwas, über das man missionarisch überall heiligenscheinmäßig referieren muss. Beides ist vollkommen daneben. Es gibt aber immer noch - so wie bei allem im Leben - einen Mittelweg. Der sieht folgendermaßen aus:

Akzeptiere einfach die Weltanschauungen Deiner anderen Zeitgenossen ! Versuche es nicht auf die gleiche intolerante Weise, wie es so manche Religionsfanatiker tun, indem sie von Tür zu Tür gehen, um andere überzeugen zu müssen. --> https://uhrforum.de/attachments/924772d1410338525-lustige-bilder-videos-fotos-witze-zeugen_jehovas.jpg

:-)

Einen Glauben zu haben, bedeutet nicht jemand anderem gedanklich "etwas abkaufen" zu wollen. Nein ! Vielmehr geht es dabei um originäre Fragen, auf die kein Mensch eine Antwort weiß. Der Mensch fühlt sich aufgrund unbeantwortbarer Fragen alleingelassen und strebt einer Gruppe zu, wo er sich unter Gleichgesinnten geborgen fühlen kann. Berücksichtigt man dies, versteht man möglicherweise eher was es bedeutet, religiös zu sein. Es ist gemäß dem lateinischen Wort "religare" lediglich der Versuch dem Ursprung entgegenzublicken. Eine Herausforderung, die eigentlich jeder, auch der ungläubigste Wisenschaftler, in sich trägt.

Unter Gott verstehen viele etwas anderes. Für John Lennon ist es beispielsweise ein Konzept, mit dem wir unseren Schmerz messen.

JOHN LENNON - "God"

https://youtube.com/watch?v=d5YJ4NTM5zU

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Gut geschrieben ab "Einen Glauben zu haben, bedeutet..."

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Sehe ich das komplett falsch und übersehe ich etwas?

Meiner Ansicht nach übersiehst du zwei elementare Dinge, in deiner schwarz/weiß Sicht auf die Religionen.

  1. Du übersiehst die ganzen guten Dinge, die aus Religion entstehen. Religiöse Menschen, zeichnen sich nämlich hauptsächlich durch gesellschaftliches und soziales Engagement aus. Barmherzigkeit und Nächstenliebe ist täglicher Bestandteil, im Leben von gläubigen Menschen. Sie richten ihre Freizeit, aber auch ihr berufliches Engagement, nach ihren religiösen Überzeugungen aus. Anderen Menschen, Hilfe, Liebe, und Hoffnung schenken. So zeigt sich der Glaube bei den Meisten tief religiösen Menschen. Nicht in Krieg, Terror und Hass.
  2. Religion ist nicht wirklich das Problem. Wenn dann ist es der Mensch, der die Religion, als Rechtfertigung, für sein Machtstreben, und seine Gewalttätigkeit missbraucht. Gäbe es keine Religionen, würden sich diese Menschen, einfach eine andere Rechtfertigung suchen. Der Mensch ist da sehr erfinderisch, seine "Exzesse" zu "legitimieren", und sich für sein handeln, zu rechtfertigen.

LG :-)

An die Gläubigen: Wisst ihr zu 100%, dass es Gott gibt?

Ich weiß, 100% bedeutet eigentlich nicht mehr glauben sondern wissen. Aber dann müsste man ja zu 99,9% glauben? Kann man überhaupt wissen ob es Gott gibt? Ich zum Beispiel weiß nicht ob es Gott gibt obwohl ich daran glaube bzw hoffe. Und niemand kann einen Beweis einen 100%igen Beweis liefern denn sonst wüsste es jeder! Ist man dann nicht naiv und dumm wenn man zu 100% weiß das es Gott gibt, aber keinen 100%igen beweis liefert ?

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