Religion wechseln mit 14 Jahren?

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9 Antworten

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab.

Der Buddhismus ist in Deutschland keine anerkannte Religionsgemeinschaft (Gesellschaft des körperlichen Rechts) anerkannt. Daher gibt es keine staatlich bestätigte Mitgliedschaft.

Als Bekenntnis wird dann an entsprechenden Stelle "Andere" gewählt.

Der einzig "formelle" Beitritt zum Buddhismus wäre eben die rituelle Zufluchtnahme in einer Sangha - das ist wiederum Religionsausübung und interessiert den Staat nicht.

Ich bin sowohl in den evangelischen Religionsunterricht, als auch später in den Ethikunterricht gegangen.

Wie stellst du dir das "ausleben des Buddhismus" in der Schule vor?

Übe dich einfach in Achtsamkeit, Mitgefühl und halte die fünf Sittlichkeitsregeln ein. Das ist als buddhistische Praxis dort absolut ausreichend.

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Kommentar von Enzylexikon
04.12.2015, 22:00

äh, es heißt natürlich "Körperschaft des öffentlichen Rechts"...mea culpa - und so viel zum Thema Achtsamkeit. ;-)

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Buddhismus ist Religion und Philosophie. Beides lernt man nicht intensiver kennen, wenn man nur Bücher liest. Man muss es auch leben. Da gehören dann auch alle realen Probleme dazu, die man im Alltag überwinden muss, z.B. dass es keinen buddhistischen Unterricht gibt. Aber mit Enzylexikon hast Du ja jemanden, den Du fragen kannst. Außerdem gibt es ja viele buddhistischen Zentren in Deutschland und sicher auch eines in Deiner Nähe. Man neigt ja zu Beginn gern dazu, sich Hals über Kopf in eine neue Aufgabe zu stürzen. Das birgt die Gefahr, dass man die eigenen Erwartungen übersteigert und enttäuscht wird. Darum: In der Ruhe liegt die Kraft.

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Ein Buddhist wird man von innen heraus, ohne Rituale und Zeremonien. Beschäftige Dich intensiv mit der Sache, dann kannst Du bald viele Fragen selbst beantworten.

Man kann auch Buddhist sein U N D gleichzeitig Christ, oder Jude, oder Muslim, oder ..... Als Angehöriger J E D E R Religion kann man Buddhist werden ! Ebenso kann man bei seiner bisherigen Religion verbleiben und gleichzeitig Buddhist sein.

Ein Christ oder Muslim glaubt, ein Buddhist macht sich auf den Weg, selbst zu erkennen. Natürlich sehen es „eingefleischte“ Christen anders. Aber der Buddhismus ist offen für alle, ohne Verpflichtungen. Es findet ja auch alles in Dir selbst statt. Du musst es für Dich entscheiden. Und wenn Du damit klar kommst, wie übrigens viele andere Menschen auch, ist das vollkommen in Ordnung. Nur solltest Du Dich wirklich intensiv mit der Materie des Buddhismus beschäftigen. Es wird sich als Bereicherung herausstellen. Es geht in der Hauptsache ja eigentlich darum, sein eigenes irdisches Menschenleben sinn- und nutzvoll zu gestalten. Und welche Unterstützung, Hilfestellung, Ratgeber, Wegweiser etc. einem dafür hilfreich sind, nützen der Sache an sich und machen nicht unbedingt dümmer. Ich bin derjenige, der sein eigenes Leben beeinflussen kann. Keine Dogmen und religiösen Verpflichtungen.

Zum Buddhismus kann man nicht übertreten. Man kann sich zu den Lehren Buddhas bekennen und diese befolgen und anwenden.

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Sorry, aber ich sehe keine Frage. Da ist zwar ein Fragezeichen in der Überschrift, aber ein Fragezeichen allein ist noch keine Frage.

Wenn Deine Frage sich darauf bezieht, wie Du Deine Religionszugehörigkeit wechselst, so solltest Du Dich beim örtlichen Rathaus entsprechend informieren. Wenn Du einer steuerlich relevanten Religion angehörst, wirst Du vermutlich entweder zum örtlichen Amtsgericht oder Standesamt gehen, um dort Deinen Austritt aus der bisherigen Religion zu erklären. Ebenso, wie es ortsabhängig ist, wo man diesen Religionsaustritt durchführen kann, ist es auch unterschiedlich, ob und wie viel Bearbeitungsgebühren dieser Austritt kostet.

Mit dem Buddhismus selbst habe ich keine Erfahrungen und kenne daher auch eventuell entsprechende Aufnahmeriten nicht. Da solltest Du Dich entsprechend informieren. Wenn in Deutschland keine Steuern anstehen, was die Förderung des Buddhismus betrifft, wärst Du dann auf der Lohnsteuerkarte konfessionslos, so wie es auch bei mir ist, da ich einer Religion angehöre, die steuerrechtlich in Deutschland irrelevant ist.

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du kannst nicht im Herzen bereits dem Buddhismus zugekehrt sein, denn dazu gehört auch eine Portion Lebensweisheit und eine andere als die dir bekannte einstellung. Aus büchern kannst du zwar einiges erfahren, aber das alleine genügt nicht. übrigens man konvertiert nicht zum buddhismus analog konvertierung zu einem anderen glauben bei den bekannten religionen, ausserdem ist buddhismus keine religion in dem sinne. ich würde die finger davon lassen und abwarten bis du reifer geworden bist, kann mir nicht vorstellen, dass du plötzlich aufhörst leute zu beurteilen, auch das ist teil des buddhismus frei von be- und verurteilung zu sein, das attachment, das förmliche kleben oder hängen an etwas, sei es person oder sache ist auch im buddhismus fremd, damit hättest du ein anderes problem kurzum, schaue dir auch videos in youtunbe an über buddhismus, wenn dein englisch gut ist umso besser, jack kornfield, ajahn brahm (ein Engländer), gehöre seiner Gemeinde an, wenn du es dir erlauben kannst auch ein Tempelaufenthalt, ist aber nicht so einfach da rein zu kommen, eine andere möglichkeit mit den mönchen in buddhistischen gemeinschaften in deutschland kontakt aufzunehmen, gibt es einige davon. ein weitere hinweis, es gibt da einige unterschiedliche richtungen im buddhismus, kannst natuerlich viel ueber regeln etc lesen, offengestanden interessiert mich das weniger, denn budhha hat etwas ganz einfaches gesagt, was den kern genau trifft.

"Glaubt nicht an irgendwelche Überlieferungen, nur weil sie für lange Zeit in vielen Ländern Gültigkeit besessen haben. Glaubt nicht an etwas, nur weil es viele dauernd wiederholen. Akzeptiert nichts, nur weil es ein anderer gesagt hat, weil es auf der Autorität eines Weisen beruht oder weil es in einer heiligen Schrift geschrieben steht. Glaubt nichts, nur weil es wahrscheinlich ist. Glaubt nicht an Einbildungen und Visionen, die ihr für gottgegeben haltet. Glaubt nichts, nur weil die Autorität eines Lehrers oder Priesters dahinter steht. Glaubt an das, was ihr durch lange eigene Prüfung als richtig erkannt habt, was sich mit eurem Wohlergehen und dem anderer vereinbaren lässt."

also warte noch etwas und ausleben, sicherlich nein, denn buddhismus ist nichts fürs show business. man sollte keinen zirkus daraus machen, jesus war beispielsweise ein prophet, der mann war gut und er hatte recht, nur was man daraus gemacht hat, die vielen clubs und kirchlichen organisationen, kann man ja heute sehen. wenn du überzeugt bist, dass buddhismus das richtige für dich ist, dann fange klein an, nehme kontakt auf zu den buddhistischen gemeinden in deutschland und viel youtube schauen. tibetanisches buch der toten beisielsweise, allan watts, aber lass die finger von OSHO und dem Vietnamesen Thich.

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Was meinst du mit per Dokument?

Ich kenne mich mit dem Buddismus nicht aus. Aber sicherlich gibt es da auch eine Art "Ritus" um der Gemeinschaft beizutreten. Und genau das machst du - nach dem du aus der jeztigen Gemeinschaft ausgetreten bist.

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In der Schule kannst Du Deinen Glauben nicht "ausleben" - Religion ist eine ganz private Angelegenheit.

Und Buddhismus wird kaum als Religionsfach angeboten, also landest Du in Ethik

Um die Religion zu wechseln, mußt Du erst offiziell aus Deiner Glaubensgemeinschaft austreten und dann in eine andere eintreten

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Kommentar von LLL97
04.12.2015, 21:39

Also wir haben in unserem katholischen Religionsunterricht alle großen Weltreligionen intensiv behandelt (sind allerdings auch eine Privatschule).

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Du bist in der Pubertät. In der Selbstfindungsphase würde ich so etwas nicht ändern. Werd' erwachsen und dann frag nochmal.

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Klar, spricht doch nichts dagegen!

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