Religion wechseln ( Buddhismus)?

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10 Antworten

Ich selbst bin Buddhist und meiner Ansicht nach kann jeder an das glauben, was er für sich selbst subjektiv als wahr und richtig ansieht.

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen dem Christentum und dem Buddhismus die theologische Fragen aufwerfen.

Kann ich trotzdem Konfirmiert werden? Oder darf man so etwas als budist nicht?

Der Buddhismus kennt keinen Glauben an Gott, keine göttlichen Gebote, keine Erbsünde, keine Sünden, keine Bestrafung, oder Vergebung.

Demzufolge gibt es auch keine Regel dagegen.

Allerdings nimmt man Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha, so dass man für sich selbst schauen muss, wie Gott dort hineinpasst.

Weitere Punkte:

Der Buddhismus lehrt, dass es nichts absolut beständiges und ewiges gibt. Laut der Lehre des Christentums ist Gott aber ewig und allmächtig.

Im Buddhismus wird gelehrt, dass der Mensch keinen göttlichen Wesenskern hat. Das widerspricht der Lehre der Seele im Christentum.

Dem Buddhismus zufolge kann jeder Mensch sich selbst befreien. Im Christentum ist das Heil nur durch Jesus Christus zu erlangen.

Laut Christentum ruhen die Verstorbenen bis zum jüngsten Tag, wenn die Auferstehung erfolgt. Das widerspricht der Wiedergeburt im Buddhismus.

Übrigens gibt es buddhistische Lehren, die "Wiedergeburt" gar nicht auf ein Leben nach dem Tod beziehen, sondern als psychologisches Modell ansehen.

Du siehst also, dass es durchaus zu Problemen führen kann, wenn man christliche Lehre und buddhistische Lehre vereinen will.

Allerdings gibt es auch christliche Geistliche, die gleichzeitig buddhistische Lehrer sind, wie etwa Willigis Jäger (OSB),  Ama Samy (SJ) und Stefan Bauberger (SJ).

Du musst also selbst wissen, wie du dein Leben ausrichten willst. Womöglich hilft dir dabei die Lektüre dieser Lehrer zu diesem Thema:

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=zen+und+christentum

Und ist es allgemein gut, das ich meine Religion an meine Welt Vorstellung richte

Das halte ich persönlich sogar für wichtig. Weshalb solltest du einer
Religionsgemeinschaft angehören wollen, mit deren Lehre du nicht übereinstimmst?

Wenn du die Lehre der Religion jedoch extrem verformen musst, um sie an deine Vorstellungen anzupassen, solltest du dir überlegen, ob diese Religion dir entspricht.

Oder sollte man lieber christ bleiben, aber trotzdem an, z.B die Wiedergeburt glauben?

Wie schon gesagt, ist das zumindest dann ein Widerspruch zur christlichen Lehre, wenn man an die Wiedergeburt nach dem Tod glaubt.

Folgt man dagegen der Vorstellung der Wiedergeburt als psychologisches Modell, sehe ich hier kein Problem. Das habe ich hier erklärt:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-die-wiedergeburt-wirklich-geben-sollte-wie-kann-es-dann-sein-dass-aus-vielleicht-10000-menschen-milliarden-geworden-sind-rest-steht-unten?foundIn=list-answers-by-user#answer-189570040

Soweit meine Erklärungen. Welche Schlüsse du für dein Leben daraus ziehst, musst aber ganz allein du selbst entscheiden. Das kann dir niemand abnehmen.

JayLyne 22.03.2017, 21:24

Oha, weiß gar nicht wie ich dir danken kann 😊

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Enzylexikon 22.03.2017, 21:28
@JayLyne

Oha, weiß gar nicht wie ich dir danken kann

Musst du nicht gesondert. Ich helfe gerne wenn ich kann und der Meinung bin, etwas Konstruktives beitragen zu können. :-)

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Nach dem Buddhistischen Vorstellungen sehnt sich jeder Mensch nach Frieden, Mitgefühl, bedingungsloser Liebe und der Wahrheit....

Dasselbe lehrt das Christentum eigentlich auch..Nächstenliebe und Mitgefühl liegen nahe beieinander und Frieden ist ein wichtiges Ziel beider Religionen. Ich persönlich sehe zwischen den Religionen keinen wiederspruch, besonders da der Buddhismus ja auch keinen Gott verehrt.

Ein Buddhistischer Abt war einmal auf einer Schulveranstaltung als Hauptredner eingeladen. Man sagte ihm, dass sich die anderen beiden Redner (ein Priester und der Schulleiter) sich vor dem Kreuze Christi verneigen würden, dies aber von dem buddhistischen Abt nicht erwarten würden. Doch dieser Widersprach und bat darum, sich vor dem Kreuz verneigen zu dürfen. Die anderen beiden waren überrascht und er erklärte: Ich verbeuge mich nicht vor dem Kreuz, weil ich euren Jesus als Gott verehre, sondern weil ich die Werte und Inhalte verehre und respektiere, für die er steht..bei einem Gegenbesuch der Beiden verneigten sie sich vor der Buddhafigur des Tempels...nicht vor der Götze, sondern vor den Werten für die er steht...ich denke dass sagt eine ganze Menge über deinen Konflikt aus. Ich bin der Meinung, der Buddhismus kann mit jeder anderen Religion gemeinsam gelebt werden.

Die Konfirmation ist der Versuch Kinder "religiös gleichzurichten"

mit sozialen Druck und in einem Alter, wo Menschen noch beeinflussbar
sind.

Ich würde mitmachen, um nicht aus der Reihe zu fallen und danach irgendwann mich stillschweigend von Religionen verabschieden.



Eigentlich ist die Konfirmation die volle Bekennung zum Glauben, wenn du daran also nicht wirklich glaubst, solltest du das nicht machen. Aber nur weil du konfirmierst wird heißt das nicht, dass du nicht mehr den Glauben wechseln kannst. Man soll nicht einer Religion angehören weil man denkt das die Gesellschaft das so will. Also wenn du lieber Buddhist wärst dann kannst du das ruhig machen oder du schaffst dir deinen eigenen Glauben.

Was will Gott? ER will dir deine Sünden vergeben, damit du ewiges Leben im Himmel haben kannst - als Voraussetzung für deine Seligkeit. Wenn du das auch willst, dann solltest du dich mit Jesus Christus beschäftigen und in der Bibel nachlesen wer er ist, und was er getan hat (Johannes 3,16; 14,6). Christ zu sein nur damit man irgendwo Mitglied ist, ist sinnlos. Und an den Buddhismus zu glauben, der das Ziel hat irgendwann (wenn es gut läuft) im Nirweana aufgelöst zu werden, hat überhaupt keinen Sinn. Alles Göttliche, Ewige und Sündige zu ignorieren und zu leugnen ist nur Selbstbetrug. Es gibt einen Gott - Jesus hat ihn offenbart. Alles Gute!

Ich kann dir nur empfehlen, dich erst einmal intensiv mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen, bevor du dich für eine andere Religion entscheidest.

Ein paar Tipps, was du diesbezüglich machen kannst:

  • In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römer- und Epheserbrief. Besonders der Epheserbrief könnte sehr interessant sein, da Paulus über die besondere Stellung schreibt, die wir als Christen haben dürfen.
  • Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen.
  • Sehr interessant und empfehlenswert finde ich folgende Seite, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die Bibel recht hat: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048
  • Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören. Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei http://www.sermon-online.de
  • Mit anderen Christen über den Glauben sprechen. Eine christliche Kirche/Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.
  • Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, wieder häufiger und tiefer zu beten und seinen Willen für dein Leben herauszufinden und zu leben.

Ich rate dir bleibe Christ, denn retten wird dich der Buddhismus nicht, der Islam nicht, der Hinduismus nicht......... Nur durch Jesus bekommen ewiges Leben!! Gott will das wir an den Sohn und an ihn glauben, das ist sehr wichtig, wer nicht glaubt wird nicht leben, das kann man nachlesen. Ich hoffe du überlegst dir nochmal gut ob dieser Buddha wirklich so interessant ist, oder doch lieber Jesus, der auch für dich am Kreuz starb, damit du, wenn du glaubst, lebst!! ☺ Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand  kommt zum Vater (Gott) ausser durch ihn!! lg


Jesus sagt: - (Religion, Gott, Buddhismus) Jesus sagt: - (Religion, Gott, Buddhismus)

Du solltest die Vertragsbedingungen genau studieren, bevor du deinen Religionsanbieter wechselst. Der Markt ist hart umkämpft, seit das Monopol des Christentums in Europa fiel.

Einen Anbieterwechsel sollte man gut überdenken.


Religion / Glaube ist kein Hobby, dem man so nach Lust und Laune nachgeht.

Es sollte Dir nicht wichtig sein, wie DU Gott anzubeten wünscht. Die eigentliche Frage sollte sein: "Wie wünscht GOTT angebetet zu werden?"

rztpll 22.03.2017, 20:44

Die eigentliche Frage sollte sein: "Wie wünscht GOTT angebetet zu werden?"

ich rege dazu an, noch etwas weiter auszuholen und erst einmal die Frage zu stellen, ob es überhaupt einen Gott gibt. Im Buddhismus wird zum Beispiel gar kein Gott angebetet.

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Bolonese 23.03.2017, 01:53
@rztpll

Klar gibt es Gott, lese und verstehe das es ihn geben muss! Wie kann man nur daran zweifeln? Alles ist aus Gott, ohn ihn existiert nichts! Von nix kommt nix oder? LG

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perry012 26.03.2017, 00:38
@Bolonese

Wenn von Nix,nix kommt wie kann dann ein Gott aus dem nichts kommen und mit nichts alles erschaffen.😉

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OhNobody 26.03.2017, 07:29
@perry012

Die Bibel sagt, Gott hatte keinen Anfang. Für uns so gut wie unvorstellbar. Trotzdem gibt es so etwas: Zahlen von unendlicher Länge — auch in negative Richtung. Das Weltall ist unendlich ...

Alles unvorstellbar. 

Hätte Gott einen Anfang, kämen wir zu dem unendlichen Fragenkarussell, wer hat den Schöpfer erschaffen — genausowenig vorstellbar.

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Kannst jede Religion leben..
Der Buddhismus akzeptiert jede Religion, ohne eine zu bevorzugen.

Ich bin ein Getaufter, Reformierter Buddhist XD

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