Religion und Natur

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38 Antworten

Warum hat der Mensch eine Religion erfunden?

Dazu gibt es einen interessanten langen Artikel in bild der wissenschaft. Auch speziell darüber, warum es sich genetisch so bewährt hat und so viele Menschen gläubig sind, trotz zahlreicher Widersprüche. Einer der Hauptgründe ist sicherlich einfach, dass die Menschen lange Zeit ihre Welt nicht einordnen konnten und deshalb einfach Dinge erfunden haben, um es sich irgendwie zu erklären. Schließlich sind Religionen und Glauben an Götter schon über 5 000 Jahre alt.

Es kann im Alltag hilfreich sein, wenn du deine Taten nicht selbst erklären musst, sondern sie eine höheren Macht zusprechen kannst. Das entlastet und du kannst deinen Fokus erneut auf Nahrungssuche richten. Es kann auch wie der Regentanz über hungers- bzw. trockenperioden hinweg helfen. Wenn du dich mit etwas anderem beschäftigst, vergisst du deinen Hunger für eine kurze Zeit.

Hier jetzt noch ein paar Zitate aus bild der wissenschafft (01|2010 "Hirnforschung Warum Menschen glauben"):

"Eine ihrer Hypothesen bezieht sich auf die positive Auswirkung der Religiosität auf die Gesundheit, eine andere auf eine Verstärkung und Absicherung von altruistischem Verhalten. ... Diskutiert wird neben der natürlichen aber auch die bereits von Charles Darwin beschriebene sexuelle Selektion. Darüber hat der Psychologe Harald Euler von der Universität Kassel spekuliert. Ein Indiz für ihn ist, dass Männer ihre religiösen Überzeugungen weit stärker zur Schau stellen als Frauen. Religiosität könnte also ein "Luxus" sein ähnlich einem Pfauengefieder ..."

"Umgekehrt sind Kinder leicht zu prägen - wie die religiöse Erziehung durch Eltern und in vielen Kindergärten deutlich zeigt. Das ist damit vereinbar, dass Religiosität hauptsächlich soziokulturell vermittelt wird. Und es macht verständlich, warum religiöse Menschen im Durchschnitt mehr Kinder haben."

"Ob jemand leicht bereit ist, an Übernatürliches zu glauben, entscheidet die Häufigkeit des Botenstoffs Dopamin in seinem Gehirn."

"Menschen mit Schläfenlappen-Epilepsie neigen verstärkt zu abergläubischen, durch Tatsachen nicht gestützte Assoziation ..."

"Schizophrene Störungen, die mit Beeinträchtigung im mittleren Schläfenlappenbereich zusammenhängen könnten, gehen oft damit einher, dass die Patienten zufällige Ereignisse irrational miteinander verknüpfen."

"Bei der eigenen religiösen Verbundenheit mussten Sätze bewertet werden wie: 'Gott ist außerhalb der Welt', 'Das Leben hat keinen höheren Sinn', 'Gott wird meine Handlungen leiten', Gott bestraft meine Sünden'. Dabei wurden Hirnareale aktiver, die unter gewöhnlichen Umständen die Interpretation der emotionalen Mimik des Gegenübers verarbeiten, sowie das Erkennen und Verständnis von Handlungen und Absichten anderer und deren Auswirkungen auf einen selbst. Besonders aktiv waren zum Beispiel Regionen im Stirnhirn."

"Ob Menschen religös sind, hängt wesentlich von ihrer psychischen Verfassung ab und von der Qualität der Gesellschaft, in der sie leben."

"Die soziale und ökonomische Situation einer Gesellschaft korreliert auffällig mit der Bedeutung der Religion für die Staatsbürger. Je schlechter der Zustand, desto mehr Menschen sind religiös oder sogar fundamentalistisch. Ein Beispiel ist die Akzeptanz kreationistischer Glaubenslehren gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen."

"Fazit: Ängstlichkeit, Kontrollverlust und Autoritätsgläubigkeit hängen eng miteinander zusammen. Daher verwundert es nicht, dass Menschen in schwierigen oder gefährlichen Situationen häufig zu beten beginnen - selbst wenn sie nicht besonders gläubig sind. Tatsächlich können Gebete Stress reduzieren, wie Janie Wilson von der Georgia Southern University in Statesbro mt psychologischen Tests nach. Dort irdischer Zuspruch hatte dieselbe Wirkung - auch bei religiösen Menschen."

Wir Menschen sind ein Produkt von Zufällen

Was für einen Zufall meins du? Es gibt verschiedene Zufälle.

Befindet sich der Mensch gerade in einem Umbruch?

Wieso? Ich fühle mich sehr gut entwickelt mit meinen zwei Lungen, geschlossenen Blutkreislauf und meine zukünftigen Partnerinnen legen keine Eier (hoffentlich).

Findet er irgendwann mal zurück zu seinen Wurzeln?

Welche Wurzeln?

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Kommentar von philosophus
13.09.2012, 10:22

*zwei Lungenflügel

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Kommentar von Abahatchi
14.09.2012, 21:59

Diese Antwort erspart mir viel Schreiberei. Danke, daß Du mir diese Mühe abgenommen hast.

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Die Religionen gab es früher nicht. Man verehrte Dinge, zu denen auch Tiere und Pflanzen gehören konnten, oder man bauten einen Tempel für eine Gottheit, den aber jeder besuchen konnte. Fälschlich wird ja auch oft angenommen, dass der Buddhismus eine Religion ist, was nicht der Fall ist. Er ist eine Weltanschauung. Dass sich dann daraus einige Religionen entwickelt haben ist wieder eine andere Sache.

Dies liegt meist an einem unterdrückten Bedürfnis der Anerkennung. So kann einem die Religion das Gefühl des Besonderen geben, des Auserwähltseins. Der bekannteste Vertreter ist die jüdische Religion, aus der dann die anderen heutigen Religionen überwiegend entstanden sind. Das israelische Volk war in der babylonischen Gefangenschaft, als einige Mitglieder dieses Volkes die Rückkehr in ihre ursprüngliche Heimat initiieren wollten. Um so etwas zu erreichen muss man einem Volk eine Geschichte geben. Also hat man alte Erzählungen und Mythen gesucht und gesammelt um daraus dem Volk seine Geschichte zu geben. So ist z.B. die Schöpfungsgeschichte eine sehr einfach gestrickte Form der Erzählungen des alten Volkes der Sumerer, die von der Landung der Anunaki auf der Erde berichteten und wie diese die Erde urbar gemacht haben und als Hilfskraft den Adama geschaffen.

Auch die sogenannte Sintflut beruht auf den Erzählungen der Sumerer und ist aber auch in der Überlieferungen noch vieler anderer Völker verzeichnet. Auch die Geschichte Abrahams entstand eigentlich während der Kriege der Anunaki - so die Erzählungen der Sumerer - die dabei mit ihren Waffen die Erde so schädigten, dass diese für die Anunaki unbewohnbar wurde und diese deshalb die Erde verlassen mussten.

Nun ist es wahrscheinlich, dass damals die ersten Religionen in dem Sinne entstanden, dass die Diener dieser Anunaki die Wohnungen weiterhin für die Rückkehr bereit hielten und dadurch eine regionale Verehrung entstand. Was die Geschichte der Israeliten betrifft, so mag dies noch aus den Kämpfen resultieren und das ein übrig gebliebener versuchte wieder die Macht an sich zu reißen und dafür Menschen für seine Kämpfe brauchte. Dieser Gott war ja nicht allmächtig genug seinem auserwählten Volk ein freies Land zur Verfügung zu stellen, sondern er musste es auffordern 29 Völker vollständig auszulöschen. Nun sind die meisten Menschen nicht gerne nur Ausschussware, die von Auserwählten (Juden, A+rier, weißen Christen) regiert werden. Und so entstehen wieder Religionen mit Auserwählten. Ebenfalls dient die Religion dazu einen angeblichen Weg zu spiritueller Befreiung zu finden.

Deine Ansichten entsprechen übrigens auch einer Religion, einer Religion, die von Descartes und Darwin geprägt ist und die ich nicht teile. Ich selbst glaube, dass im Universum alles möglich ist, bis auf zwei Dinge: Ein völliges Vakuum und der Zufall. Und ich glaube an ein lebendiges und intelligentes Universum und einen Plan und nur innerhalb dieses Planes gibt es die Evolution. Ebenso halte ich unsere Vorstellung des etwas Besonderen durch unser verhältnismäßig großes Hirn für eine veraltete Vorstellung. Dieses größere Hirn weist für mich keineswegs auf eine höhere Intelligenz hin, dann müssten uns die Delphine weit übertrumpfen, die nicht nur ein größeres Hirn, sondern auch mehr Gehirnwindungen haben. Ich halte das Gehirn nur für einen Teil der Schalthebel der Intelligenz, dem überwiegend ordnende Funktion zukommt. Die Größe entstand entweder durch die Verbindung mit den Anunaki, die ihr übermäßiges Hirn ja durch einen Kopfschutz schützen mussten, oder durch den Umstand, dass wir erhitzte Nahrung zu uns nehmen, wodurch der Verarbeitungsprozess im Körper schneller ist und dadurch das Hirn schneller bedient werden kann und dadurch schneller wachsen.

Ja, der Mensch befindet sich in einem Umbruch, denn es ist noch nicht lange her, dass er sich diese Fragen, die Du jetzt stellst, gar nicht stellen durfte. Und Ja, ich glaube, dass er wieder zur Natur und zur Spiritualität zurückfindet. Wohl nicht jeder, aber jeder, der auf Dauer überleben wird, denn ich glaube, dass wir sowohl körperliche, als auch geistige Wesen sind. Aber nicht nur der Mensch, sondern die gesamte Schöpfung.

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Gerade die Tatsache, dass wir uns über solche Fragen überhaupt Gedanken machen können, sich unser Gehirn sich also weiter entwickelt hat, als wie es eigentlich bräuchte, sehe ich als einen Hinweis dafür, dass am religiösen Glauben etwas dran sein könnte. Es ist scheinbar ein evolutionärer Vorteil für uns, wenn wir religiös sind. Da finde ich, der Schritt, dass tatsächlich etwas dahinter stehen könnte, ist gar nicht mal mehr so weit.

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„Wir Menschen sind ein Produkt von Zufällen.“ Woher willst du das wissen? Diese Art von Atheismus hat schon Schopenhauer als „Barbiergesellenphilosophie“ verspottet. Denn wer so im Ton der totalen Gewissheit redet, ist ein Ignorant. Er ignoriert die Rätsel unserer Existenz, die niemand je gelöst hat und auch in Zukunft keiner lösen kann. Auch ein Atheist (ich meine jetzt einen gemäßigten Atheisten, einen sog. Agnostiker) kann nicht leugnen, dass unsere irdische Existenz mit vielen Ungewissheiten behaftet ist: Wir wissen nicht, woher wir kommen und wohin wir (im Tode) gehen. Wollen wir Antworten geben, indem wir für die Erscheinungen dieser Welt Ursachen nennen, so müssen wir feststellen, dass die Ursachenreihen keinen Anfang und kein Ende haben, sie laufen zurück ins Unendliche; immer kann man vor einer letzten Ursache noch eine weitere setzen. Dann gibt es unerforschliche Grundkräfte, einen unendlichen Raum, eine anfangslose Zeit, eine endlose Teilbarkeit der Materie. Wir befinden uns wie in einem Labyrinth, in dem wir unaufhörlich herumtappen (so Schopenhauer in „Über das metaphysische Bedürfnis des Menschen). Schopenhauer prangert diejenigen (Materialisten) an, die ungeachtet seiner (eben genannten) Feststellungen einfach weiter behaupten, allein die Physik gebe uns die nötigen Antworten auf unsere Fragen, während sie eine Metaphysik für unnötig halten. Dabei scheint doch alles auf einen „Meta-Bereich“ hinauszulaufen, denn wohin führen die genannten endlosen Kausalreihen, woher kommen die Grundkräfte, wohin führt die endlose Teilbarkeit der Materie? Keiner weiß es; aber die Damen und Herren Atheisten wissen ganz genau, wohin der Hase läuft. Ignoranz nennt man so eine Haltung. (Originalzitat Schopenhauer: „Eine Physik, welche behauptete, dass ihre Erklärungen der Dinge – im einzelnen aus Ursachen und im allgemeinen aus Kräften – wirklich ausreichten und also das Wesen der Welt erschöpften, wäre der eigentliche Naturalismus. Von Leukipp, Demokrit bis zu dem wieder aufgewärmten Materialismus können wir den fortgesetzten Versuch verfolgen, eine Physik ohne Metaphysik aufzustellen, d.h. eine Lehre, welche die Erscheinung zum Ding an sich machte.... Sie sehen nicht ein, dass alles Physische andererseits zugleich ein Metaphysisches ist. Dies ist aber auch ohne Kant schwer einzusehen, da es die Unterscheidung der Erscheinung vom Ding an sich voraussetzt....Die Unzulänglichkeit des reinen Naturalismus tritt dadurch hervor, dass jede physikalische Erklärung das einzelne aus seiner Ursache erklärt, die Kette dieser Ursachen aber, wie wir völlig gewiss wissen, ins Unendliche rückwärtsläuft, sodass schlechthin keine jemals die erste sein konnte. Sodann aber wird die Wirksamkeit jeder Ursache zurückgeführt auf ein Naturgesetz und dieses endlich auf eine Naturkraft, welche nun als das schlechthin Unerklärliche stehen bleibt....Mit dem Naturalismus oder der rein physikalischen Betrachtung wird man demnach nie ausreichen: sie gleicht einem Rechenexempel, welches nimmermehr aufgeht: End- und anfangslose Kausalreihen, unerforschliche Grundkräfte, unendlicher Raum, anfangslose Zeit, endlose Teilbarkeit der Materie....machen das Labyrinth aus, in welchem sie uns unaufhörlich herumführt.“ – in „Über das metaphysische Bedürfnis des Menschen“)

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Kommentar von BlackDracula
13.09.2012, 17:28

nur weil der materialismus nicht alle erklären kann, heißt das noch lange nicht es gibt eine metaphysik oderähnliches.

und wir wissen sehr gut wo der mensch herkommt. die evolutionäre entwicklung des menschen gehört zu den best dokumentiertesten überhaupt.

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Ich glaube, dass es Gott gibt, ich bin Christ. Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde aus Zufall entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Wenn Sie weitere Gründe/Argumente haben wollen, um an Gott zu glauben, dann können Sie auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente, oder fragen Sie mich in den Kommentaren. Dort findet man auch Gründe, um an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

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Zunächst einmal ist das eine wirklich erstaunliche Frage, denn sie ist für jemanden, der nicht an Gott glaubt, erschreckend unevolutionär.

Für evolutionstheoretisch denkende Menschen wie mich kann Religion auch nur per Evolution entstanden sein. Religion ist ein globales Phänomen. Also muss sie evolutionäre Vorteile besitzen. Will sagen: Es war offenbar leichter Kulturen auf Religionen zu gründen als ohne.

So haben Religionen direkt für die kulturelle Entwicklung gesorgt. Das lässt sich für die Künste, aber auch die Architektur unmittelbar nachweisen. Hierdurch wurden gleichzeitig die technologische Entwicklung, aber auch die Wissenschaften angeregt. Wenn es darum ging, einen riesigen Tempel zu Lobe des Herrn zu bauen, dann war das eine technologische Herausforderung. Ggf. waren Mathematiker gefordert, die notwendigen Berechnungsverfahren zu entwickeln. Die Schrift, auf der fast alle Kulturen beruhen, hat ganz maßgeblich etwas mit den Religionen zu tun. Erste Schriften waren fast immer religiöser Art. Der erste Buchdruck war der einer Bibel. Schon die 10 Gebote der Bibel waren in Schrift gehalten. Welchen Grund sollte es sonst damals gegeben haben, etwas zu schreiben?

Mit der Sesshaftigkeit des Menschen und der sog. Neolithischen Revolution (Ackerbau, Viehzucht) kamen gehörige Probleme auf die Menschen zu, die insbesondere das Zusammenleben betrafen. Ein Getreidebauer hatte beispielsweise das ganze Jahr auf dem Feld gearbeitet, um später ernten zu können. Wer regelte, dass ihm die Ernte gehörte? Wer regelte die Eigentumsverhältnisse am Grund. Hier war es oftmals leichter, sich auf übermenschliche Gesetze zu berufen, solche, die nicht ein anderer Mensch erfunden hatte, sondern Gott. Ferner konnte Gott sehr gut für Ereignisse herangezogen werden, für die man sonst keine Erklärung hatte, z. B. ein Donner und ein schweres Unwetter. Wissenschaft mag zwar heute manches erklären, damals hatten die Menschen aber auf dieses Wissen noch keinen Zugriff: Es gab es noch nicht. Also erklärte man sich die Dinge anders, denn eine Ursache musste es ja geben. Im Zweifel war das dann immer Gott.

Die Religionen haben in zahlreichen Fällen für eine Befriedung der Gesellschaft gesorgt. Beispielsweise gab es Zeiten, in denen Herrscher Harems mit 3000 Frauen hatten. Andere Männer bekamen keine Frau ab. Das ist das gleiche Problem, wie wenn heute einer Milliardär ist und ein anderer von H4 lebt. Es wird als ungerecht empfunden. Einige Religionen verlangten deshalb, dass ein Mann zu einer Zeit nur eine Frau haben durfte. Auch sorgten sie für verlässliche Paarbeziehungen zum Zwecke der Kinderaufzucht: Eine Paarbindung wurde z. B. als verbindlich und quasi untrennbar erklärt, damit nicht z. B. die Männer heute eine Frau schwängern und morgen woanders hingehen. Im Dorf in der Wildnis mag dafür der Gruppendruck gesorgt haben, aber in den Städten nach der Neolithischen Revolution sah die Sache anders aus.

Es gibt noch zahlreiche andere Gründe. Wenn man sich die Frage stellt, wo wir heute als Menschheit ohne Religionen stünden, dann lautet die Antwort meiner Meinung nach: Wir hockten noch auf den Bäumen.

Religion war u. a. ein Mittel zur Wissensakkumulation in ganzen Kulturen. Dafür hat man heute die Wissenschaften.

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„Wir wissen, wie sich das Licht bricht, aber das Licht bleibt ein Wunder. Wir wissen, wie die Pflanze wächst, aber die Pflanze bleibt ein Wunder. So ergeht es uns mit allen Dingen auf dieser Welt: Wir besitzen viele Kenntnisse, doch die Schöpfung bleibt ein Wunder.“

(Albert Schweizer)

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affen, und andere tiere, haben vermutlich keine religion.

der mensch hat eine religion, bzw huch mehrere.

der mensch versucht dinge zu erklären und vorherzusehen. dass hat zu seinem erfolg geführt, denn nur der mensch bekämpft seine feinde weil er bewusst wahrnimmt, dass ein feind, z.b. ein tier, der seinen nachbarn tötet, auch ihn töten könnte, also muss der feind verschwinden. das können auch andere menschen sein, total egal, das liegt in der natur. wenn der mensch dinge nicht erklären kann...ja was macht er dann? genau, er stellt eine hypothese auf. er sagt, ja so in etwa könnte es sein.

das hat zur entstehung dessen geführt, was wir gemeinhin heute als religion bezeichnen. wir haben hypothesen aufgestellt, was nach dem tod mit dem wesen passiert. und dann drumherum, weil der mensch epische geschichten und heldentaten so liebt, direkt kapitelweise material dazu geschrieben und gedichtet.

mir persönlich gefällt das mit dem buddha ziemlich gut, bzw der hinduismus hat das ja auch schon drauf. die westlichen religionen, zu denen ich in diesem vergleich auch den islam zähle, wie ironisch, sind später entstanden in einer zeit, wo es zahlreiche feindbilde gab. und die sind dann in die hypothese mit eingeflossen. für manche menschen steht ausser frage, auch weil es unzählige parallelen gibt, dass die östlichen religionen als vorlage dienten für die späteren westlichen.

fazit: je mehr wir wissen, desto mehr werden wir erkennen, dass wir wenig wissen. da wir dennoch weiterhin hypothesen aufstellen, werden religionen auch weiterhin zu uns gehören. mit ziemlicher sicherheit in anderer form als heute, denn der mensch ist nicht der einzige feind des menschen. da kommt bald was dickeres. und darüber erden dann die geschichten geschrieben. hurra.

ps: religion hat nichts mit gott zu tun. und umgekehrt.

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Der Mensch ist nichts ohne seine Anbindung an die geistige Welt. Die allermeisten Religionen wurden nicht erfunden, sondern in den alten Hochkulturen war der Mensch noch mehr oder minder hellsichtig, daher liegt den alten Religionen etwas sehr reales zugrunde. Das Christentum handelt ebenfalls von diesen realen göttlichen Kräften, die bereits im Altertum anerkannt waren, die aber durch Christus eine weltbewegende Neuausrichtung erfuhren.

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Kommentar von kroiss
12.09.2012, 23:12

Jesus war ein Mensch, welcher Krieg, Gewalt, Niedertracht, Verlogenheit, Ausbeutung, Lieblosigkeit (all das was wir in unseren Religionen finden) verabscheut und bekämpft hat. Dieser Kampf hat ihn sein Leben gekostet. Das ist schon schlimm genug.
Was noch schlimmer ist, ist die Tatsache: Jesus ist gestorben weil er einen neuen, besseren Weg gestalten wollte. Er wollte keine neue Religion, er wollte nur ein einfaches, selbstverständliches, liebevolles Zusammenleben erschaffen.
Was ist aus dieser Idee geworden? Ein Jammertal in dem Glaubenskriege walten...

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Warum der Mensch eine Religion erfunden haben, wußten bereits Sokrates und die Sophisten . Das geht dann weiter mit David Hume und Johne Locke und den Aufklärer in England und Frankreich weiter. Nur die sogenannten Aufklärer in Deutschland, allesamt protestantische Theologen hielten weiterhin an Gott und einer Religion ferst.

Dann kam der junge Hegel und seine Junghegelianer, Karl Marx und Co.. Was soll man noch weiter ausführen ?.Der Fortgang dieserr Geschichte ist bekannt.

Nun zu Deiner Frage: Einmal die Furcht vor den unbekannten und nicht erklärbaren Naturkräften und sicherlich auch die Angst unserer Vorfahren vor dem Tod.Die fette Titelüberschrift " Religion und Natur " ist allerdings irreführend..

" Wir Menschen sind ein Produkt von Zufällen , die unsere Natur geschaffen hat". Dazu wenige Bemerkungen: " unsere Natur " gab es nicht und wird es weiterhin nicht geben .Die Natur ist keine Person oder Schöpfer sondern ein Allgemeinbegriff oder geistiges Konstrukt. Wir sind nicht ein Produkt von Zufällen, das ist zu allgemein, sondern ein Evolutionsprodukt von Anpassung und Selektion, was nicht unbedingt was zufälliges sein muß.

Das macht ja die Evolutionsbiologie gerade so spannend und interessant, dass das angeblich Zufällige durch aus bestimmten Regeln folgt.

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religio = Rückgebundenheit Ausdruck der Spannung im sich als Ich-vernehmendem. Entwicklungsgeschichte heißt Trennung zur Welt. Heute kultiviert, einst vegetative Prozesse. Der Volksmund heißt es Individuum. Eine Illusion. Die Entfernung zur Welt ist schmerzlich, da die Lösung nicht gelingt, nicht gelingen kann. Trennung zu seiner Herkunft. Religion ist nicht menschliche Schöpfung sondern Teil des Werdens. Religion ist nur bedingt mit kirchlichem Glaubensgeklingel verbunden. (stark verkürzte Darstellung) Zielt die Frage nach der Entstehung von Glaubensbekenntnissen?

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Kommentar von arevo
14.09.2012, 16:15

Einige Bemerkungen zu den Erklärungen

Religio bedeutete bei den alten Römern in erster Linie die sorgfältige Einhaltung ritueller Pflichten gegenüber ihren Göttern.

Was soll das bedeuten ?: " Ausdruck der Spannung im sich als Ich-vernehmendem ". Meines Erachtens falsche Präposition nach " ...... Trennung zur Welt "; grammatikalisch und stilistisch kann es nur Trennung von der Welt heißen.

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Es gibt nichtmal eine einheitliche Definition des Begriffes Religion. Nicht jede Definition setzt Supranaturalismus voraus und mir scheint, es geht dir eben um diesen. Keine Ahnung, warum es diesen gibt.

Ist sein Gehirn zu schnell zu groß geworden? Hinkt deshalb der Verstand ständig hinterher? Befindet sich der Mensch gerade in einem Umbruch?

Nein, der Verstand entstand durch Evolution, also durch natürliche Selektion. Und die selektiert nicht zwangsläufig das heraums, was am besten wäre, die Welt rational zu verstehen.

Was kann ich tun um die Natur vor meinem Glauben zu schützen?

Welche Gefahr geht denn von diesem aus?

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Viele Menschen glauben einfach nicht, dass der Mensch die Religion erfunden hat.

Du schreibst deine Meinung dazu und fragst, warum und wie andere sich eine andere Meinung bilden konnten. Aber könnten sie nicht einfach den Ball zurückwerfen und fragen, wieso du den Glauben abstreitest, wo es doch so offensichtlich ist? Sie würden fragen, wieso du dir unbedingt etwas anderes ausdenken musstest (Religion gab es schon vor der Evolutionstheorie), wo doch ganz klar ist, dass es ein höheres Wesen geben muss. Das fühlt man doch alleine schon. Was stimmt mir dir nicht, dass du es nicht fühlst?

Sind diese Menschen dumm oder etwa verrückt? Dann gäbe es aber ganz schön viele dumme und verrückte Menschen.

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Hallo Leute. Vielen Dank für die Antworten und vor allem für die zahlreichen Kommentare und Meinungen zu diesem Thema.
Es gab zwar viel zu lesen;), aber dafür waren eure Beiträge ziemlich spannend und lehrreich.
Ich hab bekommen was ich wollte, heißt: Keine richtig große hilfreiche Antwort (hab ich nicht erwartet), sondern viele kleine lehrreiche und damit auch hilfreiche Beiträge. Etwas was zum Nachdenken anregt, etwas das vieles in einem anderen Licht erscheinen läßt, etwas über die Toleranz der Menschen, was die Glaubensfrage angeht und vieles mehr.
Und ja, eigentlich ist es eine Diskussionsfrage. Da ich nicht wollte dass sie im Forum landet und darin untergeht, musste ich sie in einer "wirklichen" Frage verpacken.
Ich geb zu, diese Frage (Was kann ich tun um die Natur..........) war ein bißchen unglücklich gewählt und irgendwie sinnlos. Aber: Wichtig in GF ist: Um Rat fragen! Ansonsten....(ihr wißt schon;)
Also nochmals vielen Dank und weiterhin viel Spaß, gute Ideen und Meinungen die es wert sind sie weiter zu geben!

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Gott ist doch keine Erfindung. Und ich finde es nicht in Ordnung, dass du da unsachlich wirst und behauptest, der Verstand hinke hinterher. Sehr gerne können wir darüber diskutieren. Liebe Grüße Jesuslovesyou

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Kommentar von kroiss
12.09.2012, 22:08

Ja, wär schön wenn wir unsere Gedanken und Meinungen austauschen könnten...Ich bin offen für Alles was mich interessiert und ich lerne gerne dazu.... Ich möchte aber nicht das unsere Diskussion hier stattfindet. Mach mir einfach ein Freundschaftsangebot( das kannst du dann wieder löschen wenn du willst). Dann können wir uns unterhalten. Das ist zwar blöd, aber leider geht es nicht anders (oder doch?)
Wie auch immer, ich würd mich über einen Meinungsaustausch mit dir freuen.

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Zum einen: Der Mensch hat die Religion "erfunden", weil erunserem Schöpfer nicht glauben wollte (1.Mose 2,17; 1.Mose 3,6).

Zum zweiten schuf "das Wort" (Joh.1,14) die Tiere erst wenige Minuten vor dem Menschen (1.Mose 1,25-26).

Deine Frage, ob das Gehirn der Menschen "zu schnell groß geworden" sei, trifft möglicherweise auf einige Menschen zu (;-))), aber im Großen und Ganzen liegt das alles an der Verführung, welcher der "normale" Mensch unterlegen ist (Offb.12,9).

Der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4) tut sein übriges, die Menschheit im "Dunkeln" zu lassen...

Aber "Jahwe sei Dank" gibt es ein Wiederkommen Christi, der den "Spuk" beenden wird (Offb.14,1).

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So klug ist der Mensch garnicht. Er stellt das, was er bis zum zehnten Lebensjahr gelernt hat, nicht infrage, was Weltreligionen begünstigt und er verlangt nicht immer Beweise, sondern gibt sich häufig mit Behauptungen zufrieden, was Weltreligionen erst den Weg freimacht.

Das Gehirn ist nicht zu schnell groß geworden. Im Gegenteil: Es ist noch viel zu klein.

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Du kannst die Natur vor Dich schützen, wenn Du nicht mehr in sie hinausgehst und keine Produkte aus sie herausnimmst, um sie zu verzehren. Aber was soll das mit Glauben zu tun haben¿

Wir Menschen sind kein Produkt von Zufällen, soviel kann es gar nicht geben, daß dann mal ein Mensch entstanden ist !

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Kommentar von BigTumbler
13.09.2012, 08:41

soviel kann es gar nicht geben>

Armer Christ! Es gibt noch bedeutend mehr!

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Kommentar von DarkSepia
13.09.2012, 12:30

Wir Menschen sind kein Produkt von Zufällen, soviel kann es gar nicht geben, daß dann mal ein Mensch entstanden ist!

Doch, genau das macht Zufall ja aus. Aber genau das macht Zufall auch zu einer schlechten Erklärung, weil kein Mechanismus bekannt ist, der irgendeine Alternative verbieten würde. Zufall hat somit denselben Makel, wie Schöpfung.

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'Die Wurzel der Religion ist das mystische Erlebnis.'

Also keine Erfindung, die sich patentieren liesse.

"Wir Menschen sind ein Produkt von Zufällen ...."

Sicher? Pseudo-Wissenschaft.

" .... , die unsere Natur geschaffen hat."

Falsch. Der Begriff 'Natur' impliziert den Begriff 'Unnatur=Menschlichkeit'. Somit hat der Mensch teilweise sich selbst geschaffen (Kultur). Wer hat denn die Natur geschaffen?

"Warum will sich der Mensch etwas schaffen (den Himmel, die Hölle...) was es im Grunde nicht gibt?"

Beweise zuerst, dass es das Jenseits nicht gibt.

"Ist sein Gehirn zu schnell zu groß geworden?"

Ja, wir müssen abbauen.

"Was kann ich tun um die Natur vor meinem Glauben zu schützen?"

Glaube oder Religion? Falls Religion, informiere dich über die Altjüdischen Gesetze zum Schutz von Natur (eher Land und Baum) und Tieren.

Alles in allem PseudoWissenschaftReligionPhilosophie.

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  1. das leben ist kein produkt von zufällen sonder der evolution

  2. die natur folgt keinem zyklus.

  3. über die frage warum es religionen gibt, gibt es viele theorien. dawkins z.b. vermutet die leichtgläubigkeit von kindern gegenüber autoriätspersonen als ursache, sodass traditionen und rituale ohne hinterfragen weitergegeben werden.

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Kommentar von kroiss
12.09.2012, 23:33

zu Punkt 1: Was glaubst du wie die Evolution entstanden ist: Aus Bausteinen, die von Anfang an perfekt zusammenpassen, sowie ein Puzzle?
Hätten sich nicht zwei (Bakterien) die sich eigentlich bekämpfen, zufällig zusammen getan, dann gäbe es kein Leben.
zu Punkt 2: Was glaubst du, warum es Jahreszeiten gibt? Warum gibt es einen Monatszyklus der Frau? Warum hat der Mond Einfluss auf Ebbe und Flut usw....
Die Natur lebt nur, weil sie bestimmte Zyklen hat!
zu Punkt 3: da kannst du vielleicht recht haben, oder auch nicht...keiner weiß das so genau.

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