Religion und Glaube unmodern geworden?

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Unmodern wohl nicht aber die Menschen sind nicht mehr so ,,leichtgläubig". Um ein ,,guter Mensch" zu sein bedarf es keiner Religion. Und es gibt genug Gläubige die Intollerant sind und gegen ihre eigenen Normen und Werte verstoßen.

Gute Menschen gibt es ja auch nicht - und wird sie auch nicnt geben. Alle Menschen sind böse von Jugend auf. So ist der Gang der Natur. Wenn dass anders wäre, bräuchten wir weder eine Religion noch einen Staat.

Und natürlich bin ich als glaubende Christin intolerant gegenüber Mord, Hass, Totschlag, Gewalt, Unterdrückung, Diskriminierung, Fanatismus (auch religiöser Natur), Habgier, Umweltzerstörung, ...

Verstoße ich damit gegen Gottes Gebote? Nein!!

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@mayya77

"Alle Menschen sind böse von Jugend auf" - Zitat von mayya77 Angesichts einer solchen Einstellung überkommt mich einfach nur tiefes Mitleid... da steh' ich sprachlos vis-à-vis...

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@mayya77

du verstößt gegen gottes gebote indem du andere götter wie allah oder den kapitalismus zulässt und deren anhänger nicht zu tode steinigst. du verstößt gegen gottes gebote wenn du arbeiter am sonntag, schwule undn ehebrecher nicht zu tode folterst.

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@BlackDracula
  Was schreibst Du da nur für einen Unsinn zusammen!

Dir ist doch jedes Mittel recht, um die Religion "nagativ" darstellen zu können.

Wir leben seit Christus nicht mehr in einer Theokratie, wo die bürgerlichen und religiösen Gesetze eine Einheit darstellten und deshalb auch wie in jedem anderen damaligen Reich religiöse Verstöße durch den Staat bestraft wurden.

Das war damals eine übliche Praxis!

Dein Grundproblem ist, dass Du die damaligen Zeitumstände und gesellschaftlichen Verhältnisse überhaupt nicht beachtest, sondern sie mit den heuten vergleichst.

Das ist weder angebracht noch historisch zulässig!

Ich möchte Dich nur daran erinnern, dass selbst nach den Krieg in verschiedenen europäischen Ländern die Todestrafe praktiziert wurde.

Seit dem das Christentum entstanden ist hat es von der Bibel aus diese Einheit von Staat und Kirche nicht mehr gegeben.

Staat und Christentum waren in den ersten Jahrhunderten getrennt und hatten miteinander nichts zu tun, was die Rechtssprechung anbelangte.

Vielmehr wurden Christen wegen ihres Glaubens (wegen der Verweigerng des Weihrauchsopfers für den Kaisers) zu Staatsfeinden erklärt und hingerichtet.

Durch diese Trennung in der christlichen Gemeinde vom Staat und Kirche wurde die Menschen bei religiösen Vergehen auch nicht mehr bestraft.

Das einzige Mittel war die Mißbilligung bei schweren moralischen Vergehen und der Ausschluss aus der christlichen Gemeinde.

Das kannst Du in Matthäus 18, 15-18 nachlesen.

Dass es leider später wieder zu dieser Verbindung von Staat und Kirche gekommen ist(seit Kaiser Konstantin) war ein unsägliches Verhängnis, was jedoch mit Jesus und mit der Frühkirche nicht vereinbar gewesen ist.

Also höre mit diesen falschen Behauptungen auf, dass wir heute noch Menschen bei falschen moralischen Verhalten steinigen müssten.

   Dir geht es in Wirklichkeit nicht um eine sachliche 
   und korrekte Darstellung der Dinge, sondern um 
   eine bewusste Falschdarstellung, um daraus 
   Kapital für Deine "atheistische Weltanschauung"
   zu schlagen.
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@CrazyDaisy

@crazydaisy

Leider muss ich mich da auf die Seite von Mayya77 schlagen. Wer gegen die Aussage rebelliert, der Mensch sei nicht böse von Jugend auf, der hat sich nur noch nicht erkannt und selbstkritisch unter die Lupe genommen. Zu jung wahrscheinlich!

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@Rose1122

Wir leben seit Christus nicht mehr in einer Theokratie, wo die bürgerlichen und religiösen Gesetze eine Einheit darstellten und deshalb auch wie in jedem anderen damaligen Reich religiöse Verstöße durch den Staat bestraft wurden.

Und warum wurden dann Heiden verfolgt, als das Christentum zur Staatsreligion im römsichen Reich wurde?

Staat und Christentum waren in den ersten Jahrhunderten getrennt und hatten miteinander nichts zu tun, was die Rechtssprechung anbelangte.

Im esten Jahrhundert war das christentum auch nur eine kleine Sekte.

Vielmehr wurden Christen wegen ihres Glaubens (wegen der Verweigerng des Weihrauchsopfers für den Kaisers) zu Staatsfeinden erklärt und hingerichtet.

Bis sich das Blatt wendete.

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@pasmalle

Ich nehme an, mayya kommt aus Wuppertal-Elberfeld. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Was für ein bemitleidenswertes und deprimierendes Menschenbild.

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@Charlyweisswas

lol

Und @pasmalle: Ich bin in meinem 48-jährigen Leben sehr vielen guten Menschen begegnet, einigen dummen und nur sehr, sehr wenigen bösen Menschen. Die Dummen richten natürlich auch Schaden an, tun dies aber wenigstens nicht absichtlich.

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@CrazyDaisy

ich hab den genauen text jetzt net im kopf, aber:

jeder hat gesündigt, nur wer an gott glaubt, kommt nicht vors gericht

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@DarkSepia

Du kannst weder Jesus noch die Apostel für den späteren Mißbrauch der Religion verantwortlich machen.

Jeder kann leicht erkennen, dass die spätere Handlungsweise der Kirche (Päste) nichts mit der christlichen Religion zu tun hat.

Im Vordergrund standen die eigenen Machtinteressen der Kirche und nicht das Evanglium.

Sie schreckte vor nichts zurück, um sich ihre Machtposition zu sichern.

Deshalb die Verfolgung jeder Gruppierung, die ihr gefährlich werden konnte, bzw. ihre Machtansprüche in Frage stellte. (Gegenreformation)

Gleichzeitig fälschte sie Dokumente, um sich einen eigenen Staat zu ergaunern. (Pseudisedorischen Dekretalien, Pippinische Schenkung).

Dieser Machtgrößenwahn erlebte unter den Papst Gregor VIII. in seiner "Dictatus papae", seinen Höhepunkt, indem er die Weltherrschaft für sich in Anspruch nahm, auch über die Heidenwelt.

In der Tiara(Dreifachkrone) wurde der Machtanspruch zum Ausdruck gebracht:

Herr über den Himmel, Herr über die Erde und Herr über das Totenreich.

Noch im 19. Jhd. versuchten die Päpste mit allen Mittel ihren Machtanspruch zu verteidigen.

Erst auf dem 2. Vatikanum wurde dieser weltumspannende Machtanspruch aufgegeben und gleichzeitig wurde die Trennung von Staat und Kirche anerkannt.

Wenn heute vom Papst das christliche Abendland der Vergangenheit beschworen wird, muss man sich fragen von welcher christlichen Vergangenheit er spricht, weil nämlich die Grundprinzipien des Evangeliums in Wirklichkeit niemals zum Tragen gekommen sind.

Stattdessen herschte eine päpstliche Herrschaftspolitik, die alles unterdrückte und nichts aufkommen ließ, was ihren Einfluss und ihre Macht gefährden könnte.

Schließlich profitierten auch die weltlichen Herrscher von der Kirche, weil durch sie ihre eigene Macht sanktioniert und bestätigt wurde.

Ein Historiker hat darüber geschrieben, dass es kein besseres System hätte geben können, von dem sowohl der Staat als auch die Kirche profitiert haben, und zur Sanktionierung von absolutischen Päpsten und weltlichen Herrschern geführt hat.

Darum kann man nur froh sein, dass diese Zeit der Gewissensunterdrückung (Systeme) vorbei ist.

Gleichzeitig ist es paradox, wenn heute die Päpste als das moralische Gewissen auftreten, wenn sie sich gleichzeitig in der Vergangenheit sehr wenig um die wahre christliche Moral gekümmert haben, bzw. gewissenlos alles unterdrückt hat, was ihren Vorstellungen und Interessen widersprochen hat. (Kreuzzüge gegen andere Christen, gegen Andersgläubige, Vertreibung und Vernichtung der Juden, Unterdrückung der Wissenschaft usw.).

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@Rose1122

Du kannst weder Jesus noch die Apostel für den späteren Mißbrauch der Religion verantwortlich machen.

Nenne mir bitte ein Beispiel eines Missbrauchs der Religion!

Jeder kann leicht erkennen, dass die spätere Handlungsweise der Kirche (Päste) nichts mit der christlichen Religion zu tun hat.

Falsch, viele dieser Handlungen wurden von Christen ausgeführt und mit dem Christentum begründet.

Im Vordergrund standen die eigenen Machtinteressen der Kirche und nicht das Evanglium.

Das Christentum erschöpft sich aber nicht in den Evangelien.

Ein Historiker hat darüber geschrieben, dass es kein besseres System hätte geben können

Andere Historiker schreiben, dass kontrafaktische Historik Pseudowissenschaft ist. Dazu gehört auch die Behauptung, es hätte kein besseres System geben können.

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@pasmalle

Warum "leider" ? Warum "muss" das so sein? Bin ich sooo ketzerisch?

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Wenn Deine Hauptsorge ist, nicht unmodern zu wirken, hast Du wirklich eine Form von "Glaube light"... Eine Religion ist nichts, was man nach Kriterien wie Zeitgeist oder Mode beurteilen kann. Eine Religion - also eine gute, alte, von Generationen praktizierte - lehrt überzeitliche und geistige Inhalte, die jenseits aller Moden stehen. Es geht bei Religion um Grundeinstellungen oder Grundhaltungen dem Göttlichen gegenüber und dem Leben gegenüber, dem eigenen und dem der anderen Bewohner der Erde. Religionen lehren Wege der Selbst- und Gotteserfahrung, der Herzensbildung und der Alltagspraxis, die in jeder Zeit funktionieren, wenn man sie ernsthaft praktiziert. Ein wichtiger Teil dieser Wege ist spirituelle Übung und das ist etwas, das Du offenbar selbst nicht machst ("bete nicht oder so"). Da bleibt für Deinen Alltag, um es einzubauen, höchstens noch die grundsätzliche Ethik Deines Glaubens und mit der wirst Du wahrscheinlich keine großen Probleme haben. Werte wie Mitgefühl, Toleranz, Respekt, Bewahrung der Erde, Gewaltfreiheit, Frieden sind ohnehin hoch im Kurs und sehr trendy, vor allem, wenn man sie im Großen und Ganzen postuliert. Im eigenen, ganz persönlichen Alltag zählen mehr der Ellenbogen und die Gier, das Ansammeln von Gütern und die Gewinnung von Lust in jeder Hinsicht. Wer da nicht mittut, mag als verzopft und altmodisch angesehen werden. Da könnte wiederum die ernsthafte spirituelle Praxis helfen... Aber mit "Glauben light" kommst Du auch ohne Ernsthaftigkeit durch diese Gesellschaft ohne anzuecken. Was das dann wert ist, mußt Du selbst entscheiden. Es wird sich spätestens in Deiner ersten wirklich großen Krise zeigen, ob es reicht. Gruß, q.

...mit unmodern ist dann wohl altmodisch gemeint, also was früher eben modern war und heute nicht mehr. Sie schreiben, dass sie leicht gläubig sind aber nicht beten hm ohne beten wird das nichts mit Glaube in den Alltag einbinden. Den Glauben festigen kann man, indem man die Bibel liest und dann, wenn man etwas nicht versteht, eine Ansprechstation hat, die einem diese Dinge erklärt. Hier in diesen Foren wird man dann aber auch ganz schnell leichtgläubig und ist sehr schnell auf einem falschen Weg. Eine sehr gute Seite im Internet finden sie hier: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=0&start=1&searchstring=werner+gitt&author=0&language=24&category=0&mediatype=0&order=12&count=25&x=28&y=25 <<< da kann man sie auch Audiodateien downloaden, aber auch das ersetzt nicht das lesen der Bibel.

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