Warum hat Petrus kein Evangelium geschrieben und welches Urteil durften die Juden zur Zeit Jesu nicht fällen?

5 Antworten

Es hat sehr viele Evangelien gegeben. Aber bei einem kirchlichen Konzil (ich glaube das von Nizäa) wurde beschlossen, dass das Evangelium (Neues Testament) eben nur aus den bekannten 4 Evangelen zu bestehen hat, die anderen wurden als Ketzerei angesehen udn von der Kirche vernichtet. Die Kirche war damit sehr erfolgreich. deswegen kann niemand sagen, ob Petrus nicht vielleicht auch mehr schriftliches hinterlassen hat, das man zu einem Evangelium hätte zusammenfassen können. Zu den Juden: Sie dürften keine politischen Straftäter richten, das fiel in die Zuständigkeit der römischen Gerichtsbarkeit.

Nee, die wurden nicht vernichtet, ich habe eine "stolze" Sammlung von ein paar von denen!

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@Reisswolf53

Ich auch, Reisswolf. Aber bei denen ist mir ganz klar, warum sie nicht dazu gehören.

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Das mit den Juden beziehst du jetzt also schon auf die Zeit, in der Jesus lebte oder?

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ach Leute, so ein Müll
Ja, es hat viele Evangelien gegeben und nur vier wurden in das Neue Testament übernommen, beschlossen wurde darüber gar nicht. Erst nachdem sich unser Altes + Neues Testament als die großkirchliche Bibel durchgesetzt hatte, wurde das auch zustimmend zur Kenntnis genommen.
Eine groß angelegte Vernichtung der Schriften durch die damalige Großkirche war gar nicht möglich, weil sie in den 200 Jahren vom Entstehen unserer Bibel bis zur zur Staatskirche unter Theodosius an die Schriften mangels Macht gar nicht herangekonnt hätte.
Nebenbei: Versuche du heute mal Weltweit alle verbotenen Schriften (z.B. Hitlers Mein Kampf) einzusammeln und endgültig zu vernichten. - So ähnlich war's damals auch.

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@schluz

Schluz, so einfach war das auch nicht! Schau nochmal nach in der Entstehungsgeschichte der Bibel! Und der Hinweis auf "Mein Kampf" ist voll daneben!

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@Reisswolf53

@Dea2010: Soo einfach, wie Du das darstellst, verhält sich die Sache nicht. Die vielen "apokryphen" Evangelien, nebst anderen Schriften, wurden in einem sehr langen Prozeß aus dem Kanon der Schriften ausgeschieden und das hat gute Gründe. Die junge Christenheit stand zu ihrer Zeit in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen und man beeinflußte sich mitunter weitgehend, so wie das heute auch wieder der Fall ist. Es enstanden Schriften, die mit der Lehre Jesu nur noch am Rande zu tun hatten und außerdem Inhalte in die christliche Lehre trugen, die als schädlich angesehen wurden. Mit einigen davon kämpfen wir noch heute, z. B. mit der ganz und gar unchristlichen Spaltung von "Fleisch"/Leib und "Seele"/Geist. Diese Ansicht etwa stammt aus der Gnosis und hat im Christentum mit seinen jüdischen Wurzeln gar nichts zu suchen. Schriften mit solchen Inhalten wurden daher frühzeitig ausgeschieden. Niemand hat sie verboten, sondern sie wurden für den offziellen Kanon der christlichen Schriften abgelehnt. Bis heute kann man sie in jeder theologischen Fachbibliothek lesen, wenn man möchte und sich selbst ein Bild davon machen. Die Kirche, die es damals in der heutigen Form überhaupt noch nicht gab (wir reden über das zweite und dritte Jahrhundert!), hat keine Schriften vernichtet. Vielmehr konnten durch die Jahrhunderte des Christentums die meisten Menschen nicht lesen und zwar nicht einmal die Bibel, denn die gibts in Deutsch erst seit dem 15. Jahrhundert. Petrus hat vermutlich gar nichts verfaßt, denn er war kein Schriftsteller und konnte vermutlich nicht einmal griechisch schreiben. Er hat allenfalls seine Erfahrungen an die nächste Generation überliefert.

Wenn Du ein bißchen in die Kirchengeschichte schaust, kannst Du das alles nachlesen und mitvollziehen. Das würde helfen, daß nicht diese seltsamen Verschwörungstheorien immer wieder kolportiert werden, die dadurch auch nicht wahrer werden. Einem Christen schadet Sachkunde nicht. Gruß, q.

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Wenn ich mich recht erinnere, war Petrus der Ausbilder von Jesus zum Wanderprediger. Vermutlich ist aus den Schriftstücken von Petrus also hervorgegangen, dass Jesus lediglich ein ganz normaler Prediger war - und keinesfalls der Sohn Gottes. Solche Schriftstücke musste die Kirche ja vernichten.

interessant, mal eine neue Erfindung zum alten Thema "Verschwörung der Kirche"

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Mensch Mosus! Halt Dich raus, da bekommt man ja Brechreiz!!

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@Reisswolf53

@Reisswolf53: Warum? Der Fragesteller soll doch ruhig mal animiert werden, zu googlen. Zu welchem Ergebnis er dann kommt, sei mal dahingestellt. Aber ich kann sehr gut, die sehr intolleranten Antworten der Gläubigen verstehen. Immerhin ist der (erfundene) Gott der Juden/Christen/Muslime ein machtbesessenes und egoistisches Monster, welches nichts, aber garnichts ausser ihm zulässt! Bloss keine Meinungsfreiheit - dieser Spinner gehört abgeschafft!

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Eine Überlieferung sagt, dass Petrus alles dem Schreiber des Markus-Evangeliums erzählt hat.

Es gibt im NT 2 Briefe, die dem Apostel Petrus zugeschrieben werden.

Eine Überlieferung sagt, dass Petrus alles dem Schreiber des Markus-Evangeliums erzählt hat.

11 Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete. 12 Und als er sich besonnen hatte, ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und beteten.

Petrus und Markus kannten sich lange Zeit und waren sehr miteinander verbunden, so dass ihn der Apostel "mein Sohn" nannte.

Petr 5,13 Es grüßt euch aus Babylon die Gemeinde, die mit euch auserwählt ist, und mein Sohn Markus.

Somit ist diese Überlieferung bibelgestützt.

Deine Antwort sagt das Wichtige und das Richtige.
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